8. Oktober 2019 Führung in der neu gestalteten Ausstellung zur DDR Geschichte im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig

Am 8. Oktober 2019 besuchten Mitglieder unseres Kreisverbandes die neu gestaltete Ausstellung zur DDR Geschichte im Zeitgeschichtlichen Museum in Leipzig. Frau Bauer vom zeitgeschichtlichen Forum führte uns durch die Ausstellung.

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Als Gäste konnten wir Herrn Lehmann, MdB, und Frau Kluge, Mitarbeiterin in seinem Abgeordnetenbüro, begrüßen.  Beide waren auf Grund ihres Alters (Jugend) im Unterschied zu uns Senioren nur in den letzten Jahren der DDR-Existenz Zeitzeugen. So war es für beide eine Bereicherung, dass wir Senioren als Zeitzeugen der gesamten Entwicklung vom Kriegsende 1945 über die Gründung der DDR bis zu ihrem Ende 1989/1990 einige zusätzliche Erfahrungen und Tatsachen beisteuern konnten.

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Besonders beklemmend sind die Dokumentationen über die 1945 erfolgte Enteignung von landwirtschaftlichen Grundbesitzen über 100 ha und die Altenburger Gruppe  von Schülern, die 1949 einen Radiosender zum Stören des Rundfunks in der Umgebung von Altenburg gebaut hatten. Das nebenstehende Bild, das den Ausweisungsbefehl der Familie Kraft von Palombini zeigt, ist ein besonders Beispiel. Freiherr Kraft von Palombini gehörte dem weiteren Umfeld der Widerstandsgruppe des 20. Juli 1944 an. Er wurde schon am 21. Juli 1944 verhaftet, seines Besitzes enteignet und zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt. Im September 1945 wurde er wieder verhaftet,  weil er angeblich einen KPD Funktionär verunglimpft hätte. Mit der  Bodenreform im Herbst 1945 wurde sein Besitz wiederum enteignet. Seine Mitwirkung im Widerstand gegen Hitler wurde dabei nicht einmal erwähnt. Das war übrigens nicht ein Einzelfall. Vielen Mitgliedern des Widerstandes gegen Hitler erging es ebenso (siehe Hartenberg, weitere Informationen in „Die Entwicklung der SED Diktatur auf dem Lande: Die Landkreise Liebenwerda und Schweinitz“).

Die Altenburger Schülergruppe hatte schon vor der DDR Gründung am 7. Oktober 1949 ihren Unmut über die politischen Verhältnisse durch Flugblattaktionen zum Ausdruck gebracht. Um ihre Wirkung zu erhöhen, bauten sie einen Rundfunksender, der auch als Störsender den Rundfunksender in Leipzig behindern sollte. So wurde am 20. Dezember 1949 die Festansprache Wilhelm Piek’s anlässlich des Siebzigsten Geburtstages von Josef Stalin durch einen Brummton so gestört, dass im Umkreis von 40 km kaum ein Wort der vom Sender Leipzig ausgestrahlten Festansprache zu verstehen war. Erst im März 1950 flog die Gruppe auf und wurde im September 1950 in Weimar vor ein sowjetisches Militärtribunal gestellt. Vier Mitglieder wurden zum Tode verurteilt, nach Moskau gebracht und dort hingerichtet. Andere Mitglieder der Gruppe erhielten lange Haftstrafen in Arbeitslagern. Die Angehörigen erfuhren nichts über die Verhaftung und Verurteilung. Erst nach der friedlichen Revolution und dem Zerfall der Sowjetunion wurde ihr Schicksal bekannt (weitere Informationen: BZ vom 15. Juni 2003).

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Die weitere Entwicklung in der DDR ging über den Volksaufstand am 17. Juni 1953, über die Republikflucht zwischen 1949 bis zum Bau der Mauer am 13. August 1961. Es ist zu diesem Zeitraum eine Fülle von Informationen vorhanden. In der nebenstehenden Grafik sind die Fluchtzahlen von 1949 bis zum Bau der Mauer auf die Monate aufgeschlüsselt dargestellt. Besonders waren die Fluchtzahlen in Verbindung mit dem 17. Juni 1953 deutlich angestiegen. Auch nach dem 17. Juni 1953 waren deutlich höhere Fluchtzahlen als vor dem 17. Juni 1953 vorhanden.

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Die industrielle Entwicklung in der DDR in den 50 iger und 60 iger Jahren führte zu durchaus auf dem Weltmarkt konkurrenzfähigen Produkten. Das ist z.B. an den Exportzahlen des „Wartburg“ zu sehen. Allerdings darf dabei nicht verschwiegen werden, dass die technische Ausrüstung in den Betrieben oft sehr mangelhaft war. Mit einer solchen Bohrmaschine wie auf dem nebenstehenden Bild habe ich auch noch während meiner Tätigkeit als Schlosser Ende der 50 iger Jahre gearbeitet.

 

 

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Ein wichtiger Punkt der Propaganda war „die Erfüllung der Bedürfnisse der Bevölkerung“. Beispiele dafür sind die Textilindustrie, in der hauptsächlich Frauen beschäftigt waren. Ein solcher Arbeitsplatz ist der einer Näherin für die Herstellung von Kittelschürzen aus Dederon (Bild 5). Da die sogenannte Leichtindustrie nicht mit der Produktion ausreichender Erzeugnisse für die Bevölkerung nachkommen konnte, wurden in der Schwerindustrie sogenannte Konsumgüterproduktionsabteilungen eingerichtet.

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Neben sehr nützlichen Produkten wurde auch manch Kurioses dort hergestellt. Viele Produkte wurden als sogenannte „Bückware“ unter dem Ladentisch verkauft. Ein Beispiel dafür ist im zu sehen.

 

 

 

 

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Das Bildungssystem in der DDR war stark ideologisch beeinflusst. Als Bespiel soll nur angeführt werden, dass 1978 der Wehrkundeunterricht für die 9. und 10. Klassen eingeführt. wurde. Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche protestierten vergeblich gegen dieses Fach. Wie weit die Wehrkunde in das Schulwesen eingedrungen war, zeigt der ausgestellte Panzer, der in der Station Junge Techniker und Naturforscher in Dessau gebaut wurde.

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Natürlich darf auch die Staatssicherheit in einer Ausstellung über die DDR Geschichte nicht fehlen. Neben den Observierungsmethoden unter Nutzung von Gerüchen wird ein Barkas gezeigt (Bild 9), der dem Transport von Stasihäftlingen diente. Ein äußerlich völlig unauffälliges Fahrzeug, das es aber in sich hat. In dem kleinen Pritschenaufbau sind Transportzellen für 6 Personen mit einem Grundriss von je 0,5 x 1 m und einer Höhe von ca. 1,5 m eingebaut. Mit diesem Fahrzeug wurden die Häftlinge kreuz und quer durch die Gegend gefahren, so dass sie garantiert nicht mehr wussten, wo sie sich befanden.

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Hinweise auf den desolaten Zustand der Städte und Gemeinden und der Umwelt wurden auch schon in den letzten Jahren der DDR öffentlich angezeigt.

Man kann noch viel über diese Ausstellung berichten. Die vielen Ausstellungsobjekte und die erklärenden Tafeln und visionellen Darstellungen kann man nicht alle auf einmal verarbeiten, so dass sich weitere Besuche lohnen.

Wir Senioren waren Zeitzeugen der Entwicklung, die einen großen Teil unseres Lebens betraf, sehen es als sehr wichtig an, dass es diese Ausstellung gibt und in dieser die Tatsachen zur Entwicklung nach dem Ende des 2. Weltkrieges bis zur Wiedervereinigung dargestellt werden. Erfreulich für uns war es, dass diese Ausstellung auch von sehr vielen jungen Leuten besucht wurde.

Wir danken Frau Bauer vom Zeitgeschichtlichen Forum für ihre sehr interessante Führung.

Dr. Karl Placht

24. September 2019 Vorstandswahl Senioren Union Kreisverband Leipzig

Am 24. September 2019 fand die turnusgemäße Neuwahl des Vorstandes der Senioren Union in Leipzig statt.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer an der Wahlveranstaltung sprach unser Mitglied Hartmut Nischik das geistliche Wort. Er nahm Bezug darauf, was die Bibel uns heute in der Politik noch zu sagen hat. Es schloss sich das Gedenken an die in der zurückliegenden Wahlperiode verstorbenen Mitglieder der Senioren Union in Leipzig an.

Danach begann das üblich Szenario von Vorstandswahlen (Wahl des Schriftführers, der Mandatsprüfungskommission, der Stimmzählkommission usw.). Nachdem das erledigt war, erstatteten der bisherige Vorsitzende der SU, Konrad Riedel, und die Schatzmeisterin ihre Rechenschaftsberichte.

Im Rechenschaftsbericht ging Konrad Riedel auf die Veranstaltungen und Aktionen der Senioren Union in Leipzig in den zurückliegenden zwei Jahren ein. Besonders erwähnte er unsere Bestrebungen für den Ersatz der aus Sicherheitsgründen gesperrten Bauernbrücke am Auensee. Leider wurde unser Vorschlag, eine provisorische Brücke mit Hilfe des Technischen Hilfswerkes als Interimslösung zu errichten, von der Stadtverwaltung mit fadenscheinigen Gründen und falschen Behauptungen abgelehnt. Aber immerhin konnten wir erreichen, dass die Ersatzbrücke im November 2018 und nicht erst im Laufe des Jahres 2019 errichtet und nutzbar wurde. Nicht nur für uns Senioren ist dadurch der Zugang zum Erholungsgebiet am Auensee wieder erträglich. Auch die vielen jungen Besucher des Auenseegebietes und der Parkeisenbahn konnten so auf direktem Weg von den Haltestellen des ÖPNV in Wahren wieder dorthin gelangen.

Von den vielen Aktivitäten, über die Konrad Riedel berichtete und die außerdem auf unserer Internetseite dokumentiert sind, soll hier nur noch über unser Bemühen um eine Verbesserung des Zustandes der Fußwege in Leipzig berichtet werden. Nach der Berufung eines Fußverkehrsbeauftragten in Leipzig, die auf eine frühere Initiative von Konrad Riedel zurückgeht, hatten wir in den Medien die Leipziger aufgerufen, den Zustand von Fußwegen in Leipzig zu dokumentieren und uns zu melden. Diese Beiträge haben wir dem Fußverkehrsbeauftragten übergeben. Die Beiträge sind dann in den Maßnahmeplan zur Verbesserung der Fußwegesituation in Leipzig eingearbeitet worden. Die ersten Erfolge sind, z.B. auch am Auensee, wo alle Fußwege saniert wurden, zu sehen. Auch in verschiedenen Stadtteilen, wie in Leutzsch, sind inzwischen Fußwege über den bisher üblichen Rahmen hinaus instand gesetzt worden.

In der anschließenden Diskussion zum Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden spielte der Zustand der Fußwege z.B. im Musikviertel eine größere Rolle. Auch wurde beklagt, dass die Fußwege zunehmend von undisziplinierten Radfahrern genutzt werden. Fahrräder sind laut Straßenverkehrsordnung Fahrzeuge, und die haben diese Verkehrsordnung einzuhalten. Beklagt wurden auch die Beschimpfungen von Fußgängern durch Radfahrer, wenn diese die Fußwege benutzen und sie auf ihr Fehlverhalten hingewiesen werden.

Dass uns der Auensee und die Parkeisenbahn am Herzen liegen, konnten wir durch eine Spende beweisen, die wir anlässlich unseres Grillfestes im August gesammelt hatten. Durch diese Spende können 12 Schwellen für die Bahnanlage finanziert werden. Das wurde auch in der Diskussion vom Betriebsleiter der Parkeisenbahn, Thomas Borzutzki, betont.

Der Finanzbericht durch die Schatzmeisterin, Elke Mehner, zeigte einen ausgeglichenen Finanzhaushalt der Senioren Union in Leipzig. Die Überprüfung durch Hubertus Speich, den wir als Beisitzer des alten Vorstandes für diese Aufgabe bestimmt hatten, ergab keine Beanstandungen.

 

Beide Berichte wurden von den anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern der Senioren Union bestätigt und dem bisherigen Vorstand Entlastung erteilt.

Zum eigentlichen Wahlvorgang waren 21 stimmberechtigte Mitglieder der Senioren Union anwesend.

Der bisherige Vorstand hatte einen Wahlvorschlag für den neuen Vorstand erarbeitet und die darin vorgesehen Personen in der Einladung zur Vorstandswahl den Mitglieder mitgeteilt. Außerdem wurden die Mitglieder in der Einladung aufgefordert, weitere Vorschläge zu Vorstandsmitgliedern zu benennen.

In der Wahlversammlung wurden dann die folgenden Ergebnisse erzielt:

Gewählt wurden:

Konrad Riedel als Vorsitzender

Dr. Johannes Hähle und Dr. Karl Placht als stellvertretende Vorsitzende

Andreas Habicht als Schriftführer

Elke Mehner als Schatzmeister

Gabriele Müller, Hubert Hiersemann, Bernhard Kny, Hubertus Speich und Gottfried Ulbricht als Beisitzer.

Bis auf Gabriele Müller gehörten die Gewählten bereits dem alten Vorstand an. Ihre bisherige gute Arbeit im Sinne der Senioren wurde durch das Wahlergebnis bestätigt. Alle Gewählten erhielten 100 % der abgegeben gültigen Stimmen.

Weiterhin wurden die Delegierten und Ersatzdelegierten zur Landesversammlung der Senioren Union Sachsens gewählt.

Am 2. November 2019 werden in der Leipziger CDU ein neuer Vorsitzender und ein neuer Kreisvorstand gewählt. Wir von der Senioren Union schlagen Konrad Riedel als Kandidaten für ein ordentliches Mitglied des Kreisvorstandes der CDU Leipzig vor und werden diesen Wahlvorschlag bei der Wahlveranstaltung am 2. November 2019 einbringen.

Zum Gelingen dieser Wahlveranstaltung trugen die Mitglieder der Jungen Union Erik Buchmann (Versammlungsleiter), Michael Weickert (Zählkommission) und Philipp Sondermann (Zählkommission und Protokollant) wesentlich bei. Dafür bedanken wir uns.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete das gemeinsame Singen des Liedes der Deutschen.

 

 

27. August 2019

Wahlaufruf zur Landtagswahl am 1.. September 2019

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der Senioren Union in Leipzig,

am 1. September wird der Landtag Sachsen gewählt.

Wir bitten Sie deshalb dringend, an der Wahl zum Landtag teilzunehmen.

Es ist wichtig, dass die CDU unter Führung ihres Landesvorsitzenden und gegenwärtigen Ministerpräsidenten, Michael Kretschmer, mit einer ausreichenden Stimmenmehrheit ausgestattet wird. Sie können dazu wesentlich beitragen, indem Sie Ihre Erststimme dem Kandidaten der CDU im jeweiligen Wahlkreis geben. Wichtig ist es auch, dass Sie mit Ihrer Zweitstimme für die CDU votieren. Es darf nicht sein, dass die Parteien am linken und rechten Parteienspektrum mit ihren populistischen und vor allem auch unrealen Vorstellungen weiter an Einfluss gewinnen.

Seit der Wiedervereinigung anno 1990 war die CDU zum Wohle Sachsens in der Regierungsverantwortung mit und ohne Koalitionspartnern. Trotz auftretender früherer Fehler im Regierungsprogramm, wie z.B. Verringerung der Polizeibeamten, Lehrermangel usw., ist Sachsen mit den CDU Regierungen bisher nicht schlecht gefahren. Sachsen ist das Land in der BRD mit der bei weitem geringsten Staatsverschuldung. Die PISA Studien belegen, dass Sachsen bei der Schulbildung im Vergleich mit den anderen Bundesländern die besten Ergebnissen aufweist und diese stetig verbessert.

Es ist aber festzustellen, dass es nichts gibt, was nicht verbessert werden kann. Das Wahlprogramm der CDU weist in diese Richtung. So ist die weitere Aufstockung der Zahl der Polizeimitarbeiter vorgesehen. Es werden Anstrengungen gemacht, mehr Lehrer einzustellen. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung außerhalb der drei Großstädte, die ca. 2/3 der Bewohner Sachsens ausmacht, wird durch die Aufstockung von Medizinstudienplätzen und der Förderung von Ärzten, die als Landarzt tätig werden sollen, wird in den nächsten Jahren ein wichtiger Programmpunkt der Regierungsarbeit sein. Wichtig ist es auch, die Wiederaufwertung des Meisters im Handwerk voranzutreiben.

Trotz dieser Erfolge ist die Darstellung in den Medien für uns oft nicht vorteilhaft. Es werden bevorzugt die negativen   Erscheinungen hochgespielt. Das trifft auch auf die Einwanderungspolitik zu. Die demografische Entwicklung, nicht nur in Sachsen, ist nun einmal so, dass überall Fachkräfte gesucht werden. Auch die steigende Weiterbeschäftigung von Senioren in Betrieben und Einrichtungen kann nur einen äußerst kleinen Teil des Fachkräftemangels beheben.

Einen besonderen Stellenplatz in der sächsischen Politik nimmt der Ausstieg in der Braunkohleverstromung bis 2038 ein. Der erzielte Kompromiss ist eine Grundlage für die Planungssicherheit der weiteren stabilen Energieversorgung und der in diesem Zusammenhang stehenden Probleme für die Sicherung von Arbeitsplätzen in unserem Land. Die erneuerbaren Energien geben gegenwärtig immer noch keine Versorgungssicherheit. Bekanntlich scheint die Sonne nicht in der Nacht und Windflauten sind auch gar nicht so selten. Das großtechnische Speicherproblem ist ebenfalls gegenwärtig nicht gelöst. Zu beachten ist dabei, dass die manches Mal herbeigeredeten  Umweltprobleme im Sektor der Bereitstellung von Speichermedien in die Länder der Dritten Welt verschoben werden.

Die Bewältigung des Strukturwandels, der durch den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung auf uns zukommt, ist nur mit einer stabilen Regierung in Sachsen zu schaffen. Das ständige Herummäkeln am Kohlekompromiss mit den Forderungen vom sofortigen Ausstieg bis zum Ausstieg 2030 aus der Braunkohleverstromung durch einige Parteiformationen ist jedenfalls nicht hilfreich bei der Lösung des auf uns zukommenden Strukturwandels.

Wir bitten Sie deshalb, die hier vorgebrachten Argumente für ein Weiterregieren durch die CDU wahrscheinlich mit Koalitionspartnern reichlich zu überlegen.

Geben Sie Ihre beiden Stimmen bei der aktuellen Landtagswahl den Direktkandidaten der CDU und  der CDU an sich.

Konrad Riedel                        Vorsitzender der Senioren Union in Leipzig

Dr. Johannes Hähle               Stellvertretender Vorsitzender der Senioren Union in Leipzig

Dr. Karl Placht                       Stellvertretender Vorsitzender der Senioren Union in Leipzig

 

16. August 2019 Sommerfest an der Parkeisenbahn

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Traditionell treffen sich die Mitglieder der Senioren Union in Leipzig Mitte August zum Sommerfest. Nachdem die Bauernbrücke in Wahren wieder begehbar ist, trafen wir in diesem Jahr uns wieder zum gemütlichen Beisammensein auf dem Gelände der Parkeisenbahn treffen. Unser Vorsitzender Konrad Riedel konnte wegen eines Klinikaufenthaltes nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen. Deshalb begrüßte der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Johannes Hähle, die Anwesenden. Nach der Begrüßungsrede durch Dr. Johannes Hähle war eine Fahrt mit einem Zug der Parkeisenbahn angesagt.

Die Fahrt ging auf einem extra barrierefrei eingerichteten Bahnsteig los.

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Als Ehrengäste konnten wir Jens Lehmann MdB, Robert Clemen MdL und Wolf-Dieter Rost MdL in unserer Runde begrüßen. Intensive Gespräche  zur bevorstehenden Landtagswahl, zu Problemen des Braunkohleausstiegs und der Sicherung der  Energieversorgung führten wir mit den drei Mandatsträgern.

 

 

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Wie schon in früheren Jahren bewirteten uns Mitglieder der Betreiber der Parkeisenbahn hervorragend. Ganz besonders möchten wir uns bei Thomas Borzutzki, Hartmut Hänisch und Andreas Lippmann für die Kulinarien (u.a. original Schlesischer Kartoffelsalat) und die freundliche und nette Art ihrer Betreuung bedanken.

 

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Die Leipziger Parkeisenbahn nahm 1951 entsprechend dem sowjetischen Vorbild der damaligen Zeit als Pioniereisenbahn ihren Betrieb auf. Zahlreiche Kinder und Jugendliche nahmen in Arbeitsgemeinschaften am Betrieb dieser Bahn teil und erwarben dabei Kenntnisse im Funktionieren einer Eisenbahn. Für viele war das dann die Grundlage ihrer Ausbildung und späteren Berufstätigkeit bei der Deutschen Reichsbahn. Auch heute sind noch viele Kinder und Jugendliche mit Begeisterung beim Betreiben der Parkeisenbahn dabei. Davon konnten wir uns überzeugen.

 

 

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Nach fast 70 Jahren Betrieb sind natürlich auch das stationäre und rollende Material der Bahn überholungsbedürftig. Im zurückliegenden Jahr wurde schon die Dampflok für viel Geld überholt. Der Gleiskörper ist zum Teil sehr verschlissen. Besonders im Streckenabschnitt parallel zum Luppedeich sind die Schwellen stark verschlissen und müssen ausgetauscht werden. Auf dem Bild ist ein bereits ausgebauter Teil der Schwellen, die stark verschlissen sind, zu sehen.

Wir von der Senioren Union, und ganz besonders Konrad Riedel, Vorsitzender der Senioren Union und Stadtrat in Leipzig, haben stets ein offenes Ohr für die Belange der Parkeisenbahn. Auch unserem Mitwirken ist es zu verdanken, dass der Zugang zum Parkgelände am Auensee über die Bauernbrücke nicht erst 2019, sondern schon im November 2018 wieder möglich war.

Der Förderverein der Parkeisenbahn will in Eigenleistung die Gleisanlage sanieren und hat deshalb im Juli in den Medien einen Aufruf zur finanziellen Unterstützung gestartet. Als Dank dafür erhalten die Spender eine Urkunde und ihr Name wird auf den jeweils gespendeten Schwellen angebracht.

Wir Mitglieder der Senioren Union in Leipzig fühlen uns durch diesen Aufruf zur Unterstützung angesprochen. Anlässlich unseres Sommerfestes führten wir deshalb eine Sammlung durch. Die Sammlung erbrachte einen Betrag von 275 €. Dieser Betrag sichert die Anschaffung von 11 Schwellen.

 

12. August 2019 kostenloses Stromtanken in Leipzig

Es gibt im Leben nichts umsonst – Einer zahlt immer

Eine Stellungnahme der Senioren Union in Leipzig zum Artikel über das kostenlose Stromtanken in der LVZ vom 12.8.2019.

Warum ist Stromtanken in Leipzig noch kostenlos?

An den Ladesäulen der Leipziger Stadtwerke wurden im vergangenen Jahr 140.000 kWh  für Elektrofahrzeuge gezapft. Das würde mit Berücksichtigung des Hausstromtarifes (ca. 26 Ct/kWh) Einnahmen von 36.440 € ergeben, so steht es jedenfalls in der LVZ. Die Begründung dafür ist, dass die Kosten für die Abrechnung wesentlich höher sind als die an Stelle der kostenlosen Abgabe von Strom für die E-Fahrzeuge eventuell eingenommenen Gebühren. Eine verantwortungsvolle Preisgestaltung berücksichtigt auch die Kosten für die Abrechnung!  Die zitierte Ausrede  des Sprechers der Stadtwerke kann deshalb nicht hingenommen werden!

Aus unserer Sicht ist das eine Milchmädchenrechnung. Hier sind weder die Kosten für die Beschaffung der Tankanlage, ihre Wartung und Unterhaltung und die Herrichtung der entsprechenden Vorhalteflächen ausgewiesen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das ruinös, da die Preisgestaltung auch der Stadtwerke  Leipzig so zu erfolgen hat, dass kein „Minus“ erwirtschaftet wird.

Es ist nun die Frage zu stellen, warum in anderen Städten das Stromtanken gebührenpflichtig ist und Leipzig nicht mit diesen Städten gleichzieht? Der LVZ Artikel gibt für die praktizierte Vorgehensweise der Stadtwerke jedenfalls keine Begründung.

Der ausgewiesene hypothetische Betrag von 36.400 Euro im Jahr und  die nicht weiter bezifferten Kosten für Beschaffung und Unterhaltung müssen aber auch durch die Stadtwerke finanziert werden. Woher soll das Geld dafür kommen – natürlich aus dem Gewinn, der sich auch durch die von der großen Masse der Elektroverbraucher (Kunden der Stadtwerke) zu bezahlenden Stromkosten ergibt. Es findet somit eine Umverteilung der Kosten zu Gunsten einer Gruppe, die sich den heute noch vorhanden Luxus eines E-Autos leisten kann, statt.

Da die meisten Senioren bodenständig sind und den Stromanbieter weniger häufig wechseln, ist diese Bevölkerungsgruppe wieder einmal zusätzlich nachteilig belastet. Wir Mitglieder der Senioren Union sind mit der durch die Stadtwerke praktizierten Vorgehensweise beim Stromtanken nicht einverstanden. Wo bleibt das Prinzip der Gleichbehandlung? Hier werden Leute zur Kasse gebeten, die mit der Sache nichts zu tun haben

Natürlich kommen auch sofort die „Gutmenschen“ aus der Deckung. Und weil es gerade mal nichts kostet, fordern sie gleich mal noch mehr Ladesäulen. Die übrigen Kunden, das sind nicht die, die  den Strom kostenlos tanken, werden es schon bezahlen.

Das ist keine kundengerechte Betreuung durch die Stadtwerke, so der Vorsitzende der Senioren Union Leipzig, Stadtrat Konrad Riedel, und sein Vorstand.

24. Juli 2019 So geht es auch – Kommentar überflüssig!

Gefunden von Gert Sklaar in Koserow auf Usedom

23. Juli 2019 Presseinformation zu Unfällen mit E-Roller

Täglich hören wir in den Nachrichten von steigenden Zahlen von Unfällen mit E Roller und E- Bike. Ein großer Teil davon findet auf Fußwegen statt. Für diese Elektrofahrzeuge gilt der gesetzliche Zwang zur Nutzung von Radwegen  oder,  wenn diese nicht vorhanden sind, der Fahrbahn. Wer sorgt hier eigentlich für die Rechte der Fußgänger unter denen sich auch noch besonders Schutzbedürftige wie z.B. Kinder, Behinderte oder Senioren befinden?

Hier stellt sich doch die Frage, ob die Nutzer jener Gefährte überhaupt die Verkehrsregeln beherrschen. Leider vermittelt die in vielen Gesprächen und Diskussionen gemachte Erfahrung einen ganz anderen Eindruck. Das Fahrrad ist nun mal nach dem Gesetz ein Fahrzeug, und wer dieses Fahrzeug nutzt, muss doch wohl auch die STVO beherrschen.

Im Paragraph 1 der STVO heißt es, dass die Verkehrsteilnehmer gegenseitige Rücksichtnahme nehmen müssen.  Die Realität ist aber so, dass eine Verkehrsteilnehmergruppe  die andere ausspielt. Dabei sind gewöhnlich die größte Gruppe, nämlich die Fußgänger,  wieder einmal die Dummen.

Die Mitglieder der Senioren Union Leipzig forderten schon wiederholt, dass die Leipziger Fußwege sicher gemacht werden, damit jeder gefahrlos und ohne Angst sein Ziel erreichen kann – so der Vorsitzende der Senioren Union in Leipzig, Stadtrat Konrad Riedel.

Im Übrigen läuft auch ein Antrag der CDU Fraktion im Stadtrat zu diesem Thema. Wir können den Zweiradnutzern deshalb nur raten, sich doch mal mit der STVO zu beschäftigen.

 

 

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