4. Dezember 2017 Advent- und Weihnachtsfeier

Am 4. Dezember fand wieder die alljährliche Advent- und Weihnachtsfeier der Senioren Union Leipzig im Kloster St. Albert statt. Eingeladen waren auch die CDU Mitglieder, die 25, 40, 50 und 60 Jahre Parteimitglied waren und deshalb besonders geehrt wurden.

Andacht mit Pater Nikolaus

Traditionsgemäß wurde die Feier mit einer Andacht in der Pfarrkirche St. Albert eröffnet. Pater Nikolaus OP hielt die Andacht. Da am 4. Dezember der Gedenktag der hl. Barbara ist, widmete er ihr die Predigt. Die hl. Barbara ist eine der 14 Nothelfer der katholischen Kirche und ist für eine ganze Reihe von Anliegen und Berufe zuständig. In unserem Landstrich ist sie besonders zu erwähnen als Patronin der Bergleute So hat auch außerhalb der katholischen Kirche fast jedes Bergwerk oder jeder Tunnel eine Barbarafigur. Ein Brauch, der mit der hl. Barbara verbunden ist, ist das Schneiden von Barbarazweigen an Kirsch- und Apfelbäumen am 4. Dezember. Diese Zweige blühen dann am Heiligen Abend, wenn sie richtig behandelt werden. Pater Nikolaus hatte auch für unser „Küchenpersonal“ welche geschnitten.

Nach der Andacht trafen wir uns zu Kaffee und Stollen im Tagungsraum des Klosters. Der stellvertretende Vorsitzende der SU Leipzig, Dr. Johannes Hähle, hielt die Festansprache, die nachfolgend wiedergegeben wird:


 

Nachdem wir durch Wort und Musik wunderbar auf unsere Weihnachtsfeier hier im liebgewordenen Kloster St. Albert eingestimmt wurden, wofür ich Pater  Nikolaus   und den Organisten unseren herzlichen Dank aussprechen möchte, begrüße ich Sie ganz herzlich, auch im Namen unseres wegen einer Verpflichtung im Landesvorstand etwas später eintreffenden Vorsitzenden Konrad Riedel.

Es ist Tradition, dass wir nicht allein feiern, dazu begrüße ich unseren alten und neuen Kreisvorsitzenden Robert Clement und weitere Mitglieder des Kreisvorstandes, er wird an diesem Ort langjährige CDU-Mitglieder auszeichnen, unser neugewähltes Bundestagsmitglied, Jens Lehmann, unseren Landtagsabgeordneten Holger Gasse, den Vorsitzenden der Jungen Union Rainer Burgold, Stadtrat Andreas Habicht, inzwischen auch Mitglied der Seniorenunion, und alle unsere Gäste. Ich  danke für ihr Kommen.

Es ist schon fast beängstigend mit welchem Tempo inzwischen ein Jahr an uns vorbeifliegt. Wenn wir kurz auf das Jahr 2017 zurückblicken bleibt viel Ungelöstes zurück. Zwei Probleme ragen neben der ausstehenden Regierungsbildung dabei besonders hervor und werden uns sicher auch weiterhin global sehr beschäftigen. Es ist die Flüchtlingsfrage und der deutsche Beitrag dazu und es ist die inzwischen viele Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens berührende Klimapolitik beides mit erheblichen Einflüssen auf unsere gesellschaftliche  und wirtschaftliche Entwicklung Der Umgang damit ist mit vielen Fragezeichen zu versehen und beides trägt leider zunehmend dogmatischen Charakter mit allen seinen Nachteilen.

Zu unseren Problemfeldern dürfte auch das Zusammenwirken der Generationen gehören. Leider müssen wir hier Defizite feststellen. Deshalb werden wir im kommendem Jahr der Stellung der Senioren in der Gesellschaft  verstärkt unsere Aufmerksamkeit schenken, speziell hier in Leipzig, aber auch darüber hinaus werden wir versuchen die Finger in die Wunden zu legen. In der CDU haben Junge Union  und Seniorenunion glaube ich, das Problem erkannt und sind wohl auf einen guten Weg und lassen auch die Öffentlichkeit daran teilhaben. Unser Vorsitzender hat hier großen Anteil. Leider  haben die Senioren keine Lobby in der Gesellschaft, wir sind auf die Hilfe und Unterstützung uns Wohlgesinnter angewiesen. Aber auch wir selbst müssen uns bewegen, neue Mitglieder werben, Verbündete suchen und uns in die gesellschaftlichen Prozesse verstärkt einbringen.

Dies für die Zukunft, – heute  wünsche ich jedoch erst einmal eine besinnliche Zeit in vertrauter Runde. Darüber hinaus wünsche ich Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit,  ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich erfreuliches Jahr 2018 und ein gesundes Wiedersehen. Danke!

Der Bundestagsabgeordnete Jens Lehmann sprach eine Grußadresse und ging auf einige Aufgaben ein, die ihn als MdB künftig beschäftigen.

 

 

 

Danach erfolgte die Ehrung langjähriger Mitglieder der CDU durch den Vorsitzenden des CDU Kreisverbandes, Robert Clemen und dem Vorsitzen der Senioren Union Leipzig, Konrad Riedel. Leider waren nur wenige der Jubilare anwesend.

Anschließend blieb noch viel Zeit für Unterhaltungen und Diskussionen zu aktuellen und persönlichen Themen. Davon machten die Teilnehmer reichlich Gebrauch, wie es auf den beiden Bilder zu sehen ist.

 

21. November 2017 Leserbrief -LVZ- Kohleausstieg

LVZ vom 16. November 2017

„Kohlegegner übergeben Petition an OBM Jung“

Zur Petition des Bündnisses „Leipzig kohlefrei“ sind einige kritische Anmerkungen erforderlich. Es ist unzweifelhaft, dass Leipzig sich um Alternativen gegenüber dem Fernwärmebezug aus dem Kraftwerk Lippendorf kümmern muss, da die Restlaufzeit des Kraftwerkes Lippendorf sicherlich begrenzt ist. Ca. 60 % des Fernwärmebedarfs von Leipzig werden durch Auskreisung von Wärmeenergie aus dem Dampfkraftprozess in Lippendorf gedeckt. Das ist immerhin für Leipzig eine Wärmeleistung von 200 Megawatt (MW). In der LVZ vom 29. Juni 2017 konnte man dazu lesen:

„Solange dort in hocheffizienter Kraftwärmekopplung Strom produziert wird, wäre es ökologisch wie wirtschaftlich unsinnig, die Abwärme davon nicht bei uns zu nutzen.“

Die Frage ist zu stellen, welcher Energieträger mit welchen Folgen geeignet ist, den Fernwärmebezug aus Lippendorf zu ersetzen. In erster Linie wäre das Erdgas.

Während die Auskreisung der Fernwärme aus dem Dampfkraftprozess nahezu keine zusätzliche Kohlendioxidemission verursacht, wird bei Ersatz dieser Wärmeleistung durch Erdgas zusätzlich Kohlendioxid emittiert. Die Berechnung ergibt, dass in diesem Fall eine zusätzliche Kohlendioxidemission in Höhe von 44.000 kg/h entsteht! Außerdem ist mit einer deutlichen Steigerung des Fernwärmepreises zu rechnen.

Es muss an die Verfasser und Unterzeichner der Petition ernsthaft die Frage gestellt werden, ob ihr Vorgehen mit dem Klimaziel der Reduzierung der Kohlendioxidemission zu vereinbaren ist. Offensichtlich ist das nicht der Fall. Außerdem sei an die Energiekrise Anfang der 70 iger Jahre erinnert, als plötzlich das Erdöl aus Nahost nicht mehr in ausreichender Menge in Europa verfügbar war. Damals haben die Kohlekraftwerke, die einheimische Kohle verarbeiteten, für eine sichere Versorgung mit Elektroenergie gesorgt. Die Frage inwieweit heute eine solche Versorgungssicherheit mit Erdgas erreicht werden kann ist m.E. völlig offen, da Europas und auch Deutschlands Bedarf aus Eigenaufkommen nicht gedeckt werden kann und ein großer Teil des Importes aus Ländern bezogen wird, mit denen die Europäer nicht konfliktfrei verbunden sind. Aus dieser Sicht ist der Kohleausstieg nicht zu vertreten.

Dr. K. Placht

 

20. November 2017 Gescheiterte Sondierungsgespräche

Hier  trifft wohl das folgende Zitat von Christoph Lichtenberg, der von 1742 bis 1799 lebte, zu:

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.

 

28. Oktober 2017 Kreisparteitag und Vorstandswahlen CDU Ortsverband Leipzig

Am 28. Oktober, 9:00 Uhr, begann der Kreisparteitag und Wahlparteitag des CDU Kreisverbandes Leipzig im H4 Hotel in Paunsdorf. Nach der Begrüßung der Parteitagsdelegierten, der Gäste und den Medienvertretern wurde die Veranstaltung mit einem geistlichen Wort vom Mitglied der Senioren Union, Hartmut Nischik, eingeleitet.

Die Wahl der Arbeitsgremien erfolgte zügig, so dass recht schnell mit den eigentlichen Parteitagstagspunkten begonnen werden konnte. Der Vorsitzende des Kreisverbandes, Robert Clemen, erstattete den Bericht über die vergangene Wahlperiode. Er konnte es sich nicht verkneifen, auf die tatsächliche Mitgliederzahl der CDU in Leipzig hinzuweisen, die von der LVZ falsch dargestellt wurde. Die gute Zusammenarbeit von CDU Stadtratsfraktion und Kreisvorstand wurde als besonderer Punkt hervorgehoben, weil das in den früheren Wahlperioden nicht immer so war. Der Kreisvorsitzende hielt seinen Bericht kurz, damit mehr Zeit für den Beitrag des designierten Parteivorsitzenden und möglichen künftigen Ministerpräsidenten, Michael Kretschmer, und den sich anschließenden Diskussionen zur Verfügung stand.

In einer emotionalen und eindrucksvollen Rede behandelte M. Kretschmer die aktuellen Probleme der CDU Politik im Ganzen und in Sachsen. Er sprach die Flüchtlingspolitik, die Schulpolitik und die allgemeine Sicherheit an und dass sich in diesen Bereichen künftig etwas ändern muss, damit die CDU wieder stärkste Kraft in Sachsen wird. Das hörte sich alles ganz gut an. Es ist aber Skepsis angebracht, da M. Kretschmer als Generalsekretär der CDU Sachsen die bisherige CDU Politik, die in das Wahldesaster am 24. September führte, maßgeblich mitbestimmt hat. Die Stunde der Wahrheit schlägt, wenn die Taten folgen!

In den anschließenden Diskussionen waren deutliche Worte zu vernehmen. Zur Schulpolitik sprachen u.a. Rolf Seidel und zur Finanzpolitik Torsten Bonew. Zur Sicherheitspolitik und dem Umgang mit ihm (wörtlich: „Es hat mir wehgetan, als ich damals als Landespolizeipräsident rausgeschmissen wurde.“) sprach sehr emotional Bernd Merbitz. Konrad Riedel sprach die geringer werdende Teilhabe der Senioren am gesellschaftlichen Leben in Leipzig durch Ängste um ihre Sicherheit vor allem in den Abendstunden an. Ansbert Maciejewski machte Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Neuanfangs nach dem für die CDU miserablen Wahlausgang mit den bisherigen Parteikadern und auch dem Sächsischen Innenminister, der gekniffen hat, als es um die Sicherheitsproble am Leipziger Hauptbahnhof ging und er die zugesagte Veranstaltung in Leipzig abgesagt hat, geltend.

Nun noch einige Anmerkungen zur Neuwahl des Kreisvorstandes.

Der Anteil der Generation 60+ in der Leipziger CDU beträgt 34 %, d.h. jedes dritte Mitglied gehört dieser Generation an. Eine adäquate Vertretung der Generation 60+ im zurückliegenden Kreisvorstand der Leipziger CDU war nicht vorhanden. Wir hatten kein stimmberechtigtes Mitglied im Kreisvorstand. Der Vorsitzende der Senioren Union war qua Amt zwar im erweiterten Kreisvorstand vertreten, ein Stimmrecht hatte er aber deshalb nicht.

Wir haben den Vorsitzenden der Senioren Union Leipzig und stellvertretenden Vorsitzenden des Landes Senioren Union, Konrad Riedel, als Kandidaten für den Beisitz im neu zu wählenden Kreisvorstand vorgeschlagen. In den Ortsverbänden und Vereinigungen haben wir für die Wahl von Konrad Riedel als stimmberechtigtes Mitglied im Kreisvorstand geworben. Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden der Senioren Union in Leipzig, Dr. Hähle und Dr. Placht, hatten im Mitgliederbrief vom 11. Oktober die Mitglieder der Senioren Union eindringlich aufgefordert, zur Vorstandswahl am 28. Oktober zu kommen und für Konrad Riedel zu stimmen. Denn nur, wenn wir einen Vertreter der Generation 60+ als stimmberechtigtes Mitglied im Kreisvorstand haben, können wir unsere berechtigten Interessen dort vertreten.

 

 

Es hat schließlich geklappt. Konrad Riedel wurde schon im ersten Wahlgang der Wahl der Beisitzer in den Kreisvorstand gewählt.

Wir gratulieren Konrad Riedel zur Wahl als Beisitzer.

 

 

 

 

 

10. Oktober 2017 Vorstandswahl

Die Vorstandswahl der Senioren Union Stadtverband Leipzig fand am 10. Oktober im Versammlungsraum des CDU Kreisverbandes in der Mädler Passage statt.

Michael Weickert, als Vertreter des Kreisvorstandes der CDU Leipzig, leitete die Wahlveranstaltung. Nach Abarbeitung der Eingangsformalitäten einer Wahlveranstaltung erstattete der bisherige Vorsitzende der Senioren Union Leipzig, Konrad Riedel, den Rechenschaftsbericht über die vergangene Wahlperiode. Danach wurde der Kassenbericht von der Schatzmeisterin der SU Leipzig, Elke Mehnert, vorgetragen.


Beide Berichte fanden die Zustimmung der anwesenden Mitglieder der SU Leipzig. Der Vorstand wurde entlastet

Die in der Einladung zur Vorstandswahl vorgeschlagenen Kandidaten für den neu zu wählenden Vorstand stellten sich anschließend vor. Während der Versammlung wurden keine neuen Kandidatenvorschläge eingebracht.

Zur Wahl standen:

Vorsitzender:   

Konrad Riedel

Stellvertretende Vorsitzende: 

Dr. Johannes Hähle

Dr. Karl Placht

Schatzmeisterin:   

Elke Mehnert

Schriftführer:   

Andreas Habicht

Beisitzer:  

Hubert Hiersemann
Bernhard Kny
Hubertus Speich (zugleich Kassenprüfer)
Gottfried Ulbricht

Alle für die einzelnen Funktionen vorgeschlagenen Kandidaten wurden mit überwältigender Mehrheit gewählt. Auf dem vierten Bild sind die Mitglieder des neu gewählten Vorstandes zu sehen.

Als letzte Wahlhandlung erfolgte die Wahl der Delegierten zur Landesversammlung der Senioren Union. Es wurden acht Delegierte und 4 Ersatzleute gewählt.

Zum Abschluß der Veranstaltung sangen wir das „Lied der Deutschen“.

 

 

5. Oktober 2017 Das „Jungmitglied“ der Senioren Union, Thomas Borzutzki, erreicht die „Sechzig“

Das „Jungmitglied“ unseres Kreisverbandes wurde am heutigen Tag Sechzig Jahre alt. Das war Anlass für uns, ihn an seiner Wirkungsstätte, der Parkeisenbahn am Auensee, zu besuchen und zu gratulieren. Der Vorsitzende der SU Leipzig, Konrad Riedel, und seine beiden Stellvertreter, Dr. Hähle und Dr. Placht, machten sich bei widrigem Wetter auf den Weg und gratulierten dem Jubilar mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Rotwein. In einer angenehmen Runde wurden mancherlei aktuelle und weniger aktuelle Themen diskutiert. Gern erinnerte man sich an den Grillnachmittag und die Sonderfahrt mit der Parkeisenbahn anno 2015. Alle waren sich einig, dass wir diese Veranstaltung im nächsten Sommer wiederholen werden.

Wir wünschen Thomas Borzutzki für die weiteren Lebensjahre alles Gute, Gesundheit und einen weiteren aktiven Einsatz zum Betrieb der Parkeisenbahn.

27. September 2017 Diskussionsrund mit Frank Tornau, Vorsitzender der CDU Fraktion im Stadtrat

Am 27. September, 16 Uhr trafen wir uns im Fraktionszimmer der CDU Stadtratsfraktion mit dem Vorsitzenden der Fraktion, Frank Tornau, zu einer Diskussionsrunde um allgemeine Probleme der Kommunalpolitik.

Frank Tornau stellte sich eingangs als Fraktionsvorsitzender vor.

Zunächst ist anzubringen, dass die Barrierefreiheit im Rathaus ein Witz ist. Der Zugang zum Rathaus über dem Haupteingang und auch dem Nebeneingang vom Burgplatz her ist nur über Stufen möglich. Ein barrierefreier Zugang ist zwar über den Mitarbeitereingang vom Ring her möglich, dieser ist aber von den meisten ÖPNV Haltestellen aus nur sehr schwer zu erreichen. Es fehlen innerhalb des Rathauses Hinweise, wo der nächste Aufzug zu finden ist. Unseren betagten Senioren, die auch häufig in ihrer Gehfähigkeit eingeschränkt sind, können über den Haupteingang nur mit fremder Hilfe das Innere des Rathauses erreichen. Es fehlt ein Geländer an der Haupttreppe. Allerdings kann man sich den Hinweis auf die Aktualität der Hinweisschilder im Rathaus nicht verkneifen. Dort wird immer noch auf eine Haltestelle der Straßenbahnlinien 21 und 24 hingewiesen. Beide existieren seit Jahren nicht mehr!

Im Allgemeinen wurde bemängelt, dass Bauvorhaben wie Kindergärten, barrierefreie Haltestellen des ÖPNV sehr lange dauern oder gegenwärtig gar nicht realisiert werden. Das liegt nicht an der Bereitstellung von finanziellen Mitteln, sondern an der „hohen Arbeitsbelastung der Mitarbeiter“. Nach unserer Beobachtung wird aber auch vieles doppelt und aneinander vorbei geplant und gebaut. Als Beispiel soll hier nur die immer noch nicht barrierefrei gestaltete ÖPNV Haltestelle am Leutzscher Rathaus angeführt werden. Die Forderung danach ist mehr als 10 Jahre alt. Innerhalb von 10 Jahren wurden in diesem Bereich zweimal die Gleise komplett neu verlegt und eine Haltestelle (Schulseite) allerdings auch nicht barrierefrei gebaut.

Üblicherweise werden zu vielen Bauvorhaben Architektenwettbewerbe veranstaltet. Die Frage ist, ob das in jedem Fall erforderlich ist?

Wir haben den Eindruck, dass die Fraktionen gegenüber dem Oberbürgermeister und seinen Ressortchefs nicht den notwendigen Druck zur Realisierung von im Stadtrat beschlossenen Maßnahmen ausüben. Als Beispiel sei hier die Berufung des Fußverkehrsbeauftragten genannt. Der Stadtrat hat das am 15. Juni 2015 beschlossen. Die Ausschreibung dieser Stelle erfolgte aber erst am 7. August 2017!

Ein weiteres für uns wichtiges Problem ist die Sicherheit in der Stadt. Das jüngst erfolgte Hin- und Herschieben der Verantwortung zwischen dem Oberbürgermeister und dem sächsischen Innenminister finden wir sehr peinlich und trägt keinesfalls zu Problemlösung bei. Die von der CDU Fraktion erhobene Forderung nach einer Aufwertung des Stadtordnungsdienstes wie in Chemnitz (Stadtpolizei) oder in Dresden (Polizeibehörde) wird von uns Senioren auf das Dringendste unterstützt.

In diesem Zusammenhang wurde von einem Mitglied unserer Senioren Union auf die Leipziger Vergangenheit verwiesen. Vor 150 Jahren hatte Leipzig auch ein Kriminalitätsproblem. Das war der Anlass, dass Leipziger Bürger damals die Sache selbst in die Hand nahmen und die Bürgergarde gründeten, die dann in der Stadt präsent war. Die Mitglieder dieser waren ehrbare Bürger der Stadt. Also Kaufleute, Handwerksmeister, vielleicht auch Universitätsprofessoren. Das Problem wurde damals gelöst. Übrigens die Bürgergarde existiert als Verein noch heute, ist aber nicht mehr im Zentrum von Leipzig ansässig.

Ein weiteres Diskussionsthema war die Informationspolitik der CDU und der Stadtratsfraktion gegenüber der Öffentlichkeit. Es nützt nichts, wenn die Stadtpolitiker über Facebook und Twitter miteinander kommunizieren, die Öffentlichkeit aber kaum etwas wahrnehmen kann. Das trifft besonders auf uns Senioren zu. Viele unserer Altersgruppe, älter als Sechzig, haben keinen Internetanschluss oder keinen Zugang zu den genannten Medien. Sie lesen immer noch die Leipziger Volkszeitung oder die Bild Zeitung. In diesen ist allerdings nur sehr selten etwas über die CDU und die Stadtratsfraktion zu lesen. Wer kein Internet hat, kann sich nur sehr schwer Informationen zur Arbeit, zur Struktur und den Mitgliedern der Stadtratsfraktion verschaffen. Der Fraktionsvorsitzende veranlasst, dass ein diesbezügliches Informationsblatt bereitgestellt wird.

Was wir Senioren vermissen, sind Veranstaltungen der Fraktionsmitglieder nicht nur mit CDU Mitgliedern in den Ortgruppen oder Stammtischen, sondern auch mit interessierten Bürgern Leipzigs zu aktuellen Problemen der Stadtpolitik, wie es in den Neunziger Jahren üblich war.

Nach eineinhalb Stunden war unser Diskussionsbedarf zwar nicht erschöpft, für dieses Mal wollten wir es genug sein lassen. Wir waren uns einig, dass eine solche Diskussionsveranstaltung zwischen den Mitgliedern der Senioren Union und dem Fraktionsvorstand jährlich stattfinden sollte.

 

30. August 2017 – Veranstaltung zum Thema „Urbane Gewalt aus der Sicht der Senioren

Im Institut für Beratung, Begleitung und Bildung e.V. (B3) wird seit Oktober 2016 ein Projekt zur Untersuchung urbaner Gewalt bearbeitet. Das Projekt läuft bis Dezember 2019 und soll einmal Handlungsempfehlungen zur Bewältigung der urbanen Gewalt geben. Untersuchungsgebiet ist die Stadt Leipzig. Die Projektleiterin ist die in Leipzig geborene Frau Sara Schieferdecker.

Da wir in der Senioren Union häufig über Gewalt, Ängste älterer Personen diskutieren, lag es nahe, gemeinsam mit B3 diese Problematik zu behandeln. Zur heutigen Veranstaltung standen uns außer Frau Schieferdecker noch Herr Brendel, ebenfalls von B3, zur Verfügung.

Es war zunächst einmal die Frage zu klären „Was ist urbane Gewalt“?

In einer regen Diskussion wurden die Schwerpunkte urbaner Gewalt aus der Sicht der Senioren hier in Leipzig erarbeitet. Diese sind:

Bedrohliche Verhältnisse vor dem Hauptbahnhof und der Zentralhaltestelle am Hauptbahnhof – viele unserer Senioren meiden deshalb vor allem abends diese Örtlichkeiten und gehen zum Augustusplatz und steigen dort in die Straßenbahn ein.

Sicherheit im ÖPNV – hier wurde darauf verwiesen, dass vor einiger Zeit zusätzliches Personal als Aufsicht in den Fahrzeugen des ÖNPV mitgefahren ist. Dieser Dienst ist nicht mehr vorhanden, was auch in den Abendstunden so ist. Es besteht jedoch die Möglichkeit, einen Begleiter für Behinderte direkt bei den Verkehrsbetrieben anzufordern. Von den Anwesenden hat bisher niemand diesen Dienst genutzt. Besonders wurde auf die Gewalt gegenüber Straßenbahn- und Busfahrern sowie Passagieren hingewiesen. Hier berichteten unsere Teilnehmer aus eigenen Erlebnissen. Das trifft auch auf Gewalt gegen Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungspersonal zu.

Fehlende Rücksichtnahme vor allem von jüngeren Personen gegenüber Senioren in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Das betrifft im Wesentlichen die Kategorie der „Kampfradler“ und Hundebesitzer, die ihre Tiere nicht angeleint im städtischen Bereich laufen lassen und die Hinterlassenschaft dieser Tiere auf den Fußwegen nicht beseitigen. Auch das berichten anwesende Senioren aus eigener Erfahrung. Hier kam der Einwurf „1989 haben wir den aufrechten Gang in Leipzig gelernt. Das ist jetzt nicht mehr so möglich, da wir ständig auf den Fußweg schauen müssen, um nicht in Hundkot zu treten.

Viele Senioren besitzen Kleingärten. Hier fühlen sich Senioren zunehmend unsicher und verängstlicht, da durch Vandalismus und Brandstiftung manche dieser seit Jahren gepflegten Anlagen beschädigt bzw. total zerstört werden. Hier scheinen  Banden nach dem Motto, wer die meisten Schlösser innerhalb von 10 Minuten zerstört, der ist der Größte, zu handeln. Ebenso fühlen sich viele der Kleingartenbesitzer durch die wachsende Anzahl von über die Gärten fliegenden Drohnen bedrängt.

Die hier aufgeführten Themen sind nur ein Teil der Diskussionsbeiträge. Im weiteren Verlauf unserer Veranstaltung wurde bemängelt, dass die Durchsetzung der Polizeiverordnung und Straßenverkehrsordnung und deren Kontrollen in Leipzig nur ungenügend erfolgt. Die Mittel, um z.B. Kampfradler zur Ordnung zu rufen, sind vorhanden, werden aber kaum genutzt. Vielmehr werden die Verstöße durch Radler, wie Fahren auf Fußwegen, Nutzen von Fußgängerüberwegen in Leipzig geduldet. Es erfolgt auch kaum eine Aufforderung an die Hundebesitzer mit freilaufenden Hunden, diese anzuleinen bzw. die Hinterlassenschaft ihrer Lieblinge auf den Fußwegen zu beseitigen.

Ein wesentlicher Diskussionspunkt war auch der zeitliche Zwischenraum zwischen Tat und Verurteilung. Es nützt nichts, wenn die Verhandlung vor Gericht 2 – 3 Jahre später erfolgt. Häufig wird dann vom Verteidiger die Tat heruntergespielt und  vorgebracht, dass sein Mandant sich ja in der Zwischenzeit nichts weiter zuschulden hat kommen lassen.

Inzwischen wurde uns bekannt, dass die CDU Fraktion zur nächsten Stadtratssitzung den Antrag zur Aufwertung des Stadtordnungsdienstes einbringt. Der Stadtordnungsdienst in Leipzig soll ebenso wie in Dresden und Chemnitz in den Rang einer Polizeibehörde erhoben werden.

Ein weiterer wesentlicher Diskussionspunkt war die Darstellung von Ereignissen und Meinungen in den Medien. Diese ist nach unserer Ansicht reißerisch und einseitig. Es gibt nur noch Schwarz-Weiß-Malerei. Passt eine Meinung nicht in das linke Schema, so wird diese sofort als Rechtsradikal eingestuft. Es braucht sich deshalb niemand zu wundern, wenn von bestimmten Personengruppen die Medien als „Lügenmedien“ bezeichnet werden. Demokratie ist die Mehrheitsmeinung und nicht die Meinungen von Minderheiten, die aber sehr lautstark agieren.

Die beiden Vertreter von B3 bestätigten uns, dass die hier angesprochenen Probleme auch anderswo bei der Bearbeitung dieses Projektes so angesprochen wurden.

Abschließend wurde über Lösungsansätze zur Bewältigung der urbanen Gewalt gesprochen. Lösungen gibt es zur Zeit noch nicht. Wichtig ist aber, dass die Beteiligten auf Augehöhe miteinander sprechen. Das ist leider sehr oft noch nicht der Fall.

Die Meinung unsere Veranstaltungsteilnehmer war einhellig, dass diese Veranstaltung für uns sehr wertvoll war und in dieser oder einer ähnlichen Art eine Fortsetzung haben sollte.

Wir danken den beiden Mitarbeitern von B3 für diese gelungene Veranstaltung, bei der wir auf Augenhöhen miteinander diskutiert haben.

14. August 2017

Liebe Mitglieder und Freunde der Senioren Union,
uns hat die folgende Bitte um Unterstützung erreicht. Die näheren Einzelheiten können mit der unten angefügten Adresse eingesehen werden. Dazu bitte diese anklicken, dann öffnet sich die Adresse und das Blatt (Neudeutsch Fleyer).
Sehr geehrter Herr Riedel,
ich bin Studentin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und schreibe aktuell meine Master-Arbeit im Bereich Entwicklungspsychologie. In dieser möchte ich kognitive (geistige) Fähigkeiten von Personen ab 60 Jahren untersuchen. Die Untersuchung selbst wird in Leipzig im Institut für Psychologie im Städtischen Kaufhaus durchgeführt.
Wäre es möglich, dass Sie meine Einladung an potentiell interessierte Senioren weiterleiten, sofern Sie einen Verteiler/Newsletter haben?
Genauere Informationen finden Sie im Anhang.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich bei der Suche nach Teilnehmern unterstützen würden. Gern bin ich auch zu einem persönlichen Gespräch bereit, um auf Rückfragen einzugehen.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Heinz

MA_Fhttp://www.cdu-leipzig-senioren.de/wp-content/uploads/2015/08/MA_Flyer_Julia_Heinz.pdflyer_Julia_Heinz

28. Juli 2017 Veranstaltung mit dem Vorsitzenden der Bundes Senioren Union, Prof. Wulff, in Leipzig im Gemeindesaal der katholischen Liebfrauenkirche, Karl-Heine-Straße 110, in Leipzig-Lindenau

Am 28. Juli 2017, 14:00 Uhr, fand eine gemeinsame Veranstaltung der Verbände der Senioren Union Nordsachsen, Leipzig Land und Leipzig im Gemeindesaal der katholischen Liebfrauengemeinde Leipzig-Lindenau statt. Nach mehrfachen terminlichen Anläufen konnten wir zu diesem Termin den Bundesvorsitzenden der Senioren Union, Prof. Otto Wulff, begrüßen. Weiterhin konnten wir Katharina Landgraf, MdB und Direktkandidatin für den Wahlkreis 154 und Georg-Ludwig von Breitenbruch, MdL, begrüßen.

Es waren zahlreiche Teilnehmer aus den drei Verbänden der Senioren Union anwesend.

Der Vorsitzende der Senioren Union Leipzig, Konrad Riedel, übernahm die Versammlungsleitung.

Prof. Wulff hatte die angenehme Aufgabe, dem langjährigen verdienstvollen Mitglied der Senioren Union und der CDU, Prof. Hans-Peter Leidhold, für seine Leistungen zu danken und ihm die Konrad-Adenauer-Medaille zu überreichen. In seiner Laudatio ging Prof. Wulff darauf ein, dass er ja noch Konrad Adenauer persönlich kannte und, wenn er ihm hätte sagen können, dass er einmal ein ostdeutsches Mitglied der CDU mit der nach ihm benannten Medaille auszeichnen würde, hätte sich Konrad Adenauer sehr darüber gefreut.

Nach dieser Ehrung folgte ein Vortrag von Prof. Wulff zu Fragen der Generationengerechtigkeit, zu den Herausforderungen durch die Entwicklung der IT Technik und Automatisierung und zur europäischen Zusammenarbeit.

Dabei umfasste seine Darstellungen z.B. die Leistungen der Senioren während und nach der Wende ebenso wie die Erfordernisse der aktuellen Wirtschafts- und Arbeitsmarkt-Politik, der zukünftigen Entwicklung moderner Technologien in Verbindung mit der Notwendigkeit des lebenslangen Lernens wie auch klare Positionen zur Einwanderer- und Ausländerpolitik, wie sie die meisten von uns von den aktuell in der Regierung Verantwortung Tragenden hören und umgesetzt haben wollten. Der Bundesvorsitzende ging ebenso in diesem Zusammenhang auf die Risiken der derzeitigen demografischen Entwicklung ein und schloss seinen Beitrag mit der Bemerkung: „Wenn das 90 – 100 Jahre so weiter verläuft, gibt es dann keinen einzigen autochthonen Deutschen mehr.

Im zweiten Teil beantwortete Prof. Wulff mehrere Fragen zur Weiterentwicklung einer erfolgreichen Politik in unserem Vaterland und in Europa.

Er arbeitete für alle überzeugend heraus, dass all dieses nur mit einer starken CDU und einer einheitlich handelnden Europäischen Union erreichbar sein wird.

Wir danken Prof. Wulff für seine ausführlichen und überzeugenden Darlegungen.

Gleichfalls gilt unser Dank der katholischen Liebfrauengemeinde und ihres Pfarrers Thomas Bohne für die Bereitstellung der Räumlichkeiten für diese Veranstaltung.

H. Hiersemann             Dr. K. Placht

19. Juli 2017 Pressinformation

Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister, Uwe Albrecht, wurde am 19.07 2017 60 Jahre alt. Damit hat er das Eintrittsalter der Senioren – Union erreicht, meinte der Vorsitzende der
Leipziger Senioren Union, Stadtrat Konrad Riedel, und überreichte ihm beim
Geburtstagsempfang im Neuen Rathaus den Aufnahmeantrag der Senioren Union  in der Hoffnung auf eine baldige Verstärkung seiner Senioren – Organisation.

17. Juni Gedenkfeier zum Volksaufstand 1953

„Gegen das Vergessen – Für Freiheit und Gerechtigkeit“

Am heutigen Samstag war die Gedenkfeier zur 64. Wiederkehr des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 in der DDR am Bismarckturm in Lützschena. In bewährter Weise hatten die CDU Ortsverbände Nord und Nordwest die Veranstaltung organisiert.

Eingangs gedachten wir dem am 16. Juni verstorbenen Altbundeskanzler und Bundeskanzler der Deutschen Wiedervereinigung, Helmut Kohl, mit einer Schweigeminute. 

Wolf-Dieter Rost, MdL, hielt eine kurze Gedenkrede, in der er auch die 9 Leipziger Opfer des Aufstandes namentlich nannte. Als Ehrengast war der Direktkandidat der CDU für die Bundestagswahl am 24. September im Leipziger Norden, Jens Lehmann, anwesend.

Jens Lehmann ging in seinem Grußwort auf die Geschichte des 17. Juni ein. Er, geboren im Südharz, fand es als Kind unverständlich, dass er keinen Besuch bei seinen Verwandten im Sperrgebiet an der Zonengrenze machen durfte. Er appellierte daran, dass diese damaligen Ereignisse niemals vergessen werden sollten. Er findet es unverständlich, dass die Erinnerung an die Ereignisse und die Toten des 17. Juni 1953 auf dem Südfriedhof in Leipzig nur mit einer an der Randlage des Friedhofs befindlichen Erinnerungstafel gewürdigt wird. Dagegen befindet sich die Grabstelle des damaligen Chefs der Staatssicherheit in Leipzig immer noch in einem Ehrengrab in zentraler Lage auf dem Friedhof. Nach seiner Meinung, die auch wir von der Senioren Union in Leipzig unterstützen, sollte das geändert werden. Dazu zitierte er den ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik, Konrad Adenauer, zutreffend:

„Durch ein Unterlassen kann man genauso schuldig werden wie durch Handeln!“

Wenn auch infolge der Veranstaltungszeit (Beginn 11:00 Uhr) heute nicht so viele Teilnehmer anwesend waren, erschienen doch auch zahlreiche Mitglieder der Senioren Union.

Besonders wir von der Senioren Union, deren Mitglieder noch teilweise Zeitzeugen der Ereignisse vom 17. Juni 1953 sind, danken den beiden Ortsverbänden für die Organisation dieser Veranstaltung

12. Juni 2017 – wir trauern um Herbert Jung.

Mit Betroffenheit teilen wir mit, dass das Gründungsmitglied und langjähriges Mitglied der Senioren Union in Leipzig verstorben ist.

Herbert Jung wurde am 19. August 1922 geboren. Er verstarb im fünfundneunzigsten Lebensjahr am 30. Mai 2017.

Herbert Jung trat im April 1990 der CDU in Leipzig bei. Als 1991 die Senioren Union in Leipzig gegründet wurde, war er von Anfang an aktiv dabei. Langjährig nahm er Funktionen im Vorstand der Senioren Union seit ihrer Gründung wahr. Vom Februar 1996 bis September 1999 war Herbert Jung Stadtrat und von Februar 1999 bis Oktober 2004 Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Leipzig.

In allen seinen Funktionen und später auch, als er aus Familien- und Altersgründen keine öffentlichen Funktionen mehr ausüben konnte, nahm er aktiv am politischen und gesellschaftlichen Geschehen teil.

Wir von der Senioren Union in Leipzig verlieren mit dem Ableben von Herbert Jung einen lieben und sehr aktiven Mitstreiter. Wir werden Herbert Jung stets in ehrender Erinnerung behalten.

11. Juni 2017

Presseinformation der Senioren – Union Leipzig

Wie sicher fühlen sich Senioren in Leipzig

Auch die Leipziger Senioren Union beschäftigt sich mit dem Problem der Sicherheit von Senioren in Leipzig. Ihr Vorsitzender Stadtrat Konrad Riedel, der als Seniorensicherheitsberater des Kommunal Präventivenrates (KPR) der Stadt tätig ist weiß, das bei Sicherheitsberatung immer wieder ein Problem im Vordergrund steht, und dies ist das Radfahren auf Fußwegen und in der Fußgängerzone.

Seit 1.1.2017 gibt es nun verschiedene Neuregelungen im Bezug auf Radfahren .So gelten generell die Fußgängerampeln nicht mehr für Radfahrer sondern die Fahrzeugampel .Doch leider, wen kümmert es. Täglich ist das an den verschiedensten Ampeln in der Stadt zu beobachten. So entstehen durchaus kritische Situationen nicht nur für ältere Mitbürger. Das ist täglich z.B. am Hauptbahnhof, Leuschnerplatz und an anderen Ampelanlagen in der Stadt zu beobachten.

Das Befahren der Fußgängerzone von Radfahrern beeinflusst nicht nur Leipziger sonder auch den Städte–Tourismus, der zum großen Teil von Senioren angenommen wird, wie es Riedel aus seiner Stadtratstätigkeit weiß.

Ein weiteres Problem der Sicherheit stellt z. B. das Sicherheitsgefühl im ÖPNV zu nächtlicher Stunde dar. Leider ist es so, dass die kritischen Situationen am nächtlichen Hauptbahnhof bis in Bahn und Bus hineingetragen werden. Die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen unterliegt dadurch einer großen  Beeinflussung. So ist die Teilnahme an Veranstaltungen, die nach Einbruch der Dunkelheit enden, immer sehr gering. Das spüren wir von der Senioren Union aus eigener Erfahrung sehr deutlich.

Deshalb fordert die Leipziger Senioren Union, diese Themen mehr in den Mittelpunkt der Sicherheitsbetrachtung unserer Stadt zustellen, denn nur ein generationengerechtes Leipzig wird lebenswert bleiben und dem Wachstum der Stadt und dem demografischen Wandel gerecht.

23. Mai Ausfahrt der Senioren Union zum Spargelessen

Die diesjährige Ausfahrt der Leipziger Seniorenunion erfolgte in Form einer Tagesfahrt mit Polster & Pohl zum Spargelessen nach Niederlommatzsch an der Elbe. Unsere Gruppe bestand aus 25 Personen. Es wurde über die Landstraße gefahren, über Wurzen und Oschatz, das Wetter spielte mit, eine Fahrt in den Frühling. Am Ziel, der Elbklause in Niederlommatzsch, hatten wir einen Panoramablick auf die Elbe und auf Seußlitz. Direkt unterhalb der Elbklause befand sich die Fähre.

Außerdem liegt flussabwärts das ritterliche Schloss Hirschstein auf einem hohen freistehenden Felsen im Blickfeld. Das Haus Elbklause bietet komfortable Übernachtungsmöglichkeiten, besitzt mehrere Räume für Reisegruppen und eine Terrasse für 100 Personen. Außerdem gehört zum Haus auch ein Fahrgastschiff für bis zu 75 Personen.

Unser Spargelessen wurde im Bauernzimmer serviert, eine Spargelsuppe und 3 Variationen des Spargels mit Zunge, Schnitzel oder Schinken. Dazu konnte man u.a. auch Wein aus dem hauseigenen Weinberg trinken.

Der Inhaber und Küchenmeister, Erik Wagner, unterhielt uns vor und während des Speisens in gekonnter kabarettistischer Manier mit Informationen zum Haus, zur Gegend, zum Spargel und vielem mehr. Es wurde nie langweilig.

Nach einem Verdauungsspaziergang durch Niederlommatzsch fuhren wir ca. 1 Stunde mit dem Fahrgastschiff auf der Elbe, konnten Kaffee oder andere Getränke trinken und wurden wieder trefflich vom Chef des Hauses über das Umfeld und vieles Spezielle informiert.

Wir fuhren stromauf an Seußlitz mit seinem Barockschloß, dass leider im Gegensatz zum Schloss Hirschstein ziemlich verwahrlost sein soll, und Weinbergen vorbei, wendeten nachdem wir einen ausführlichen Bericht über die Steinbrüche und die Bezeichnung der Felsen (Böser Bruder) hörten bei Diesbar und fuhren flussabwärts an der Elbklause vorbei bis zum Schloss Hirschstein und schipperten zum Ausgangspunkt der Elbfahrt zurück zur Elbklause.

Vor der Heimfahrt stärkten sich die Teilnehmer unserer Gruppe mit Eis und Kaffee auf dem Freisitz.

Die Rückfahrt mit dem Bus über die Autobahn verlief problemlos. So dass wir kurz nach 18°° Uhr den Ausgangspunkt unserer Reise wieder erreichten und sich jeder sehr zufrieden sich auf dem Heimweg begeben konnte.

19. April Vorstellung der Leipziger Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2017

Die beiden CDU-Direktkandidaten Leipzigs, Dr. Thomas Feist und Jens Lehmann, für die Bundestagswahl am 24. September stellten sich in unserem Kreisverband der Senioren Union vor und beantworteten unsere Fragen.

Themenschwerpunkte waren Bildung, Rente, Sicherheit der Bürger, Alterdiskriminierung, Jugendarbeitslosigkeit vor allem in den südlichen EU Ländern, doppelte und mehrfache Staatsbürgerschaft, Energiewende und Umweltpolitik, Überhangmandate. Für die 2 Veranstaltungsstunden ein wahrlich umfangreicher Themenkreis.


Jens Lehmann, der nur als Direktkandidat der CDU auftritt und aus Überzeugung keine Absicherung auf der Landesliste angestrebt hat, lenkte die Diskussion im Wesentlichen auf die Bildungspolitik. Er ist der Meinung, dass die Gesellschaft sich verstärkt um die Mitglieder kümmern muss, die Schule und Ausbildung abbrechen.

Dr. Thomas Feist bekräftigte, dass die CDU eine Politik für „Normalos“ macht. Auf dem letzten Bundesparteitag der CDU ist im Programm festgelegt worden, dass eine Einschränkung der doppelten Staatsbürgerschaft angestrebt wird. Nach Feists Ansicht darf das aber kein Automatismus sein. Einzelfallentscheidungen in begründeten Ausnahmefällen sollen möglich sein. Wichtig sind persönliche Stärke, das wertekonservative Auftreten und Verantwortungsprinzip jedes einzelnen Kandidaten.

Zur Sicherheit (hier ist Leipzig durch die hohe Anzahl von Einbruchsdiebstählen besonders betroffen) stellte Jens Lehmann fest, dass die Mindeststrafe bei Einbruchsdelikten auf 1 Jahr festgelegt werden sollte. Die gegenwärtige Verurteilungspraxis hat bisher keine deutliche Abschreckung und Entlastung gezeigt.

 

Konrad Riedel wies nunmehr schon wiederholt darauf hin, dass zwar ein Bundespräsident mit 80 Jahren noch gewählt werden und amtieren kann, ein Bürgermeister selbst der kleinsten Gemeinde mit 67 Jahren nicht mehr gewählt werden kann. Das ist Altersdiskriminierung und Verschenken von Erfahrungen und Ressourcen.  

Zur hohen Arbeitslosigkeit Jungendlicher in den südlichen EU Ländern stellte Dr. Thomas Feist fest, dass Deutschland sich stärker in der Ausbildung dieser Menschen engagieren sollte. Auf die Rückkehr der so Ausgebildeten in ihre Herkunftsländer sollte aber hingewirkt werden. Dadurch wird verhindert, dass die Eliten, die zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung in diesen Ländern dringend benötigt werden, dort nicht abgezogen werden. Außerdem wird der Vorwurf anderer Länder an Deutschland entkräftet, dass Deutschland die Eliten aus andern Ländern abwirbt.

Energiewende und Umweltpolitik sind ebenso wie andere Felder der Gesellschaft in der Diskussion in immer stärkerem Maß durch eine Schwarz/Weiß-Malerei geprägt. Grautöne, die eigentlich das Normale darstellen, werden immer mehr verdrängt. Von der „vorherrschenden Meinung“ abweichende Ansichten werden radikal niedergemacht. 

Dr. Thomas Feist betonte abschließend, dass Politik einen klaren Standpunkt haben muss und auch dazu ohne Abstriche steht.

Wir danken den beiden Direktkandidaten für ihre Bereitschaft, uns Rede und Antwort zu stehen. Alles in allem war das eine gelungene Veranstaltung.

22. März 2017 Veranstaltung im Hörzentrum Gromke

Mit steigendem Alter nehmen körperliche Eigenschaften in der Regel ab. Diese Erfahrung müssen wir alle mehr oder weniger machen. Betroffen davon ist auch das Hörvermögen. Ein unbehandelter Hörverlust verschlimmert sich immer mehr und kann bis zur Taubheit führen. Eine Linderung dieser Alterserscheinung kann mit Hörsystemen erfolgen. Genau das war der Anlass, uns mit dieser Problematik zu befassen. Wir haben dazu Kontakt mit Frau Gabriele Gromke, Inhaberin des Hörzentrums Gromke, aufgenommen und sind bei ihr auf „offene Ohren“ gestoßen. Sie hat uns sehr sachkundig diese ganze Problematik, die Entwicklung der Hörsystemtechnik und die unterschiedlichen Eigenschaften der Hörsysteme erläutert. Wichtig war der Hinweis, dass bei Hörverlust bis auf Ausnahmen beide Ohren betroffen sind. Deshalb sollen auch beide Ohren mit einem Hörsystem bestückt werden.

Die Weiterentwicklung elektronischer Systeme hat auch bei den Hörgeräten Einzug gehalten. So spricht man heute nicht mehr von Hörgeräten sondern von Hörsystemen. War vor etwa 100 Jahren noch das Hörrohr oder vor 50 Jahren ein Hörgerät, das auf der Brust (Mikrofon und Verstärker) getragen wurde und etwa 100 g wog und über Schläuche mit den Ohren verbunden wurde, das Mittel der Wahl, so sind es heute Hörsysteme, die eher einem Minicomputer entsprechen. Entsprechend sind auch Vernetzungen mit Smartphon, Fernseher mit steigenden Möglichkeiten der Vernetzung zu anderen elektronischen Systemen gang und gäbe. Konnte mit dem Hörrohr eine Verstärkung um 10 Dezibel erreicht werden, so ist mit einem heutigen System eine Verstärkung von 80 und mehr Dezibel möglich.

Einen Überblick über die einzelnen Hörgeräte und Systeme ist auf dem nebenstehenden Bild zu sehen. Das „kleine quadratische Ding“ in der Mitte ist der Chip, der ein besseres Hören erlaubt. Inzwischen ist die Entwicklung dieser Chips so weit fortgeschritten, das damit 20 Millionen Rechenoperationen in der Sekunde gemacht werden können. Das erlaubt u.a., dass die Hörsysteme in beiden Ohren miteinander kommunizieren können und die Verstärkung entsprechend den Geräuschquellen auf beiden Seiten abstimmen können.

Die Kassen bezuschussen die Anschaffung der Hörsysteme, und zwar für beide Ohren. Nach 6 Jahren kann eine Neuanschaffung erneut bezuschusst werden. Mit der Höhe der Bezuschussung kann ein volltaugliches System ohne Eigenbeteiligung erworben werden. Allerdings sind bei diesen Systemen einige der Komfortfunktionen nicht enthalten. Bessere Ausstattungen können mit Eigenbeteiligung erworben werden. Das sollte eine Überlegung wert sein.

Neben dem körperlichen Hörverlust spielen psychologische Probleme bei der Entscheidung für ein Hörsystem eine wesentliche Rolle. Nach Aussagen von Frau Gromke sind es vor allem Personen weit jenseits der 60 Jahre, die sich die Entscheidung zur Nutzung eines Hörsystems schwer machen. Oft sind die Enkel diejenigen, die Oma oder Opa davon überzeugen – „Opa, dein Fernseher ist unerträglich laut“. Es gibt allerdings auch in dieser Altersgruppe andere Erscheinungen. So kam kürzlich eine Neunzigjährige in die Gromkesche Einrichtung und verlangte, eine Vernetzung ihres Hörsystems mit ihrem Smartphon herzustellen.

Für die sehr interessanten Ausführungen danken wir Frau Gromke. Konrad Riedel überreichte Frau Gromke ein Präsent und einen Blumenstrauß.

22. März 2017 Pressinformation zur Fahrpreispolitik ÖPNV von Konrad Riedel 

MDV-Fahrpreise und LVB-Kurzstrecken

Fahrpreise für ältere Menschen besonders belastend

Als Stadtrat und Vorsitzender der Senioren Union Leipzig konnte auch ich im Aufsichtsrat der LVB einer Fahrpreiserhöhung nicht zustimmen. Denn gerade die Erhöhung im Bereich Kurzstrecke betreffen insbesondere ältere Menschen, die vor allem durch die Entwicklung im Einzelhandel gezwungen, sind ein-, zweimal mit der Bahn ins nächste Einkaufzentrum zu fahren. Dazu kommt die Doppelbelastung durch den Netzausbau mit Haltestellen, sodaß also die Kurzstrecke immer kürzer wird. Was einer nochmaligen, verdeckten(!) Preiserhöhung gleichkommt.

Der Ausbau des Haltestellennetzes ist ja grundsätzlich zu begrüßen, aber er muss dann auch den gesetzlichen Bestimmung entsprechen, also barrierefrei sein. Was nützt einem Menschen mit Rollator eine zusätzliche Haltestelle am Viadukt in Wahren zum besseren erreichen von Kaufland, wenn sie nicht barrierefrei errichtet wird???

Auch deshalb muss über die Zukunft der LVB-Kurzstrecke nachgedacht werden. Barrierefreiheit soll nach Gesetzeslage bis 2022 an allen Haltestellen vorhanden sein. Dass dies bei nicht allen Haltestellen aus den verschiedensten Gründen möglich ist, ist verständlich, da der Anteil ja auch schon sehr hoch liegt. Um so unverständlicher ist, wie jetzt im Fahrgastbeirat, wo ich den Behindertenbeirat vertrete, bekannt wurde, dass bis 2020 noch mindestens fünf neue, nicht barrierefreie Haltestellen geplant sind. Wer aber Preise erhöht, sollte zuallererst gesetzeskonform handeln und den Service für den Fahrgast verbessern. Und dazu gehört nun mal auch der immer größer werdende Anteil von Senioren. Wer also die Kurzstrecke nutzt und ein Abo (Seniorenkarte) sich nicht lohnt, ist klar im Nachteil.

Wieder ein Beleg, daß Leipzig keine soziale Stadt ist.

21. März 2017

Sehr geehrter Herr Professor Wulff,

mit Interesse habe ich in „souverän“ Nr. 1/2017 Ihren Beitrag und Ihr Interview zur Problematik der minderen Beteiligung von Senioren in den verschiedensten Vertretungen unserer Partei gelesen. Leider ist es so, dass die Erfahrungen der älteren Generation vielfach unberücksichtigt bleiben. Besonders ärgerlich ist es, dass der Beitrag der älteren Generation zum Wahlerfolg nur ungenügend gewürdigt wird. Wir Älteren sind gerne gesehen, wenn wir für unsere Partei abstimmen. Ich habe in den letzten Jahren nach dem Ende meiner aktiven Berufstätigkeit mich sehr für den Ausgang der Wahlen hier in Leipzig interessiert und nach den Ursachen für die unterschiedliche Wahlbeteiligung und das Stimmverhalten der Wählerschaft gesucht. Ich kann bestätigen, dass nicht nur der Anteil der älteren Generation bei der Wahlbeteiligung größer ist als der der jüngeren Generation, sondern auch der Erfolg, d.h., dass der erzielte Stimmenanteil der Kandidaten vom Alter abhängig ist. Wer sollte auch einen Studenten oder Azubi wählen, wenn nicht sicher ist, dass diese auch am Ende der Wahlperiode in den einzelnen Parlamenten noch vorhanden sind. Natürlich ist es falsch, die junge und alte Generation gegeneinander bei der Kandidatenaufstellung auszuspielen. Es ist dringend notwendig, dass schon von jungen Jahren an geeignete Kandidaten entwickelt werden. Nur durch ein gemeinsames Auftreten   von junger und alter Generation können wir Erfolg haben.

Ich füge Ihnen eine Ausarbeitung, die sich mit diesen Fragen bei der Stadtratswahl 2014 in Leipzig beschäftigt, in der Anlage bei.

Gegenwärtig scheint wieder eine Kampagne gegen uns Senioren im Hinblick auf die Teilnahme am Straßenverkehr anzulaufen. Ich konnte heute früh im MDR Sachsen Programm hören „Senioren am Steuer Ältere in Sachsen bauen immer mehr Unfälle“. Weiter wurde festgestellt, dass zwischen 2001 und 2015 sich die Anzahl der Unfälle mit Toten und Verletzten in der Bevölkerungsgruppe älter als 65 Jahre verdoppelt hat. Es wurde aber nicht darauf hingewiesen, dass sich auch die Anzahl der Menschen der Generation älter als 65 um ca. 1/3 erhöht hat. Auch wurde kein Hinweis auf Verschulden der Unfälle gegeben. Das Ganze ist aus meiner Sicht sehr schlecht recherchiert und nur lückenhaft dargestellt. Damit kann man Meinung machen.

Hier komme ich auf ein weiteres Problem – die Darstellung der älteren Generation in den Medien. Wir kommen schlichtweg gesagt nicht gut weg. Hier muss sich einiges ändern. Es ist für mich eine Beruhigung, dass diejenigen, die heute schlecht über die ältere Generation berichten, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das Seniorenalter erreichen und dann ähnliche Erfahrungen wie wir heute machen müssen.

(Beitrag ohne Anlage)

Mit freundlicher Empfehlung
Dr.-Ing. Karl Placht
Stellvertretender Vorsitzender SU Leipzig

7. März 2017 Leserbrief 

Leserbrief von Dr. Johannes Hähle

Mit großem Interesse habe ich in der Mittwochausgabe der Leipziger Volkszeitung die Ausführungen unseres Oberbürgermeisters „S-Bahn-Tunnel Nr.2 ist für Jung keine Illusion“ gelesen. Steht uns eine Götterdämmerung in der Leipziger Verkehrspolitik bevor, sie wäre sehr zu wünschen, um den Bedürfnissen der Stadt in der Zukunft gerecht werden zu können. .

Dabei sind die Ideen nicht grundsätzlich neu, bereits zur Olympiabewerbung Leipzigs wurde eine Ost-West- S-Bahntrasse untersucht. Auch damals waren es Kapazitätsgründe der Personenbeförderung, die für sie sprachen.

Auch die anderen Aussagen sind weitgehend kompatibel mit dem Verkehrskonzept (Verkehrspolitische Leitlinien) der neunziger Jahre, die auf der Basis umfangreicher und systematischer Untersuchungen abgeleitet wurden, um Leipzig für die Zeit nach 1989 fit zu machen.. Das Ergebnis war ein modernes Verkehrskonzept, um trotz des wenig variablen historisch überkommenen radialen Straßensystems Leipzigs auch den ÖPNV entscheidend fördern zu können. Diese Förderung war übrigens ein eindeutiger, durch Befragungen unterstützter Wunsch der Leipziger. Die „Verkehrspolitischen Leitlinien“ wurden in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, aber leider nur sehr zurückhaltend umgesetzt und mit der Zeit immer weiter verwässert.. Nach wie vor führt ein großer Teil des Verkehrs über den inneren Ring, mit fatalen Folgen.

Die vorgesehen Tangenten, die den Verkehr entflechten sollten wurden zerredet und nicht oder unzureichend realisiert. Nach wie vor behindern sich ÖPNV und MIV , ja stärker als früher, da man das Heil für Leipzigs Verkehrsprobleme in der Förderung des Radverkehrs sieht.

Auch eine Untertunnellung von Teilen des Inneren Rings könnte das Problem nicht lösen. Der Verkehr wird nicht reduziert, sondern nur in eine andere Ebene verlegt, die Abgas- und Feinstaubproblematik bleibt erhalten, zusätzliche Probleme entstehen. Ein beträchtlicher Teil der Fahrzeuge sollte den Inneren Ring über die Radialen durch Tangentenableitung überhaupt nicht erst erreichen. Hinzu kommen die immensen Kosten eines solchen Bauwerks, hier wäre der Mitteleinsatz besser bei der Entflechtung von Trassen des ÖPNV und MIV aufgehoben. Auch hier wurde z.B. eine sinnvolle Untertunnellung der ÖPNV-Trasse in der Breitscheidstrasse durch die Berliner Strasse zu den Akten gelegt.

Das erfreulich wachsende Leipzig wirft auf einigen Gebieten Probleme auf, die denen von 1989 ähneln. Die Verkehrspolitischen Leitlinien von 1993 haben auch heute nicht ihre Gültigkeit verloren und sollten ernst genommen werden..

6. März 2017 Leserbrief LVZ

Sehr geehrter Herr Rometsch,

nachfolgend schicke ich Ihnen meinen Leserbrief zu Ihrem Kommentar vom 3. März 2017.

Hut ab – Frau Dubrau

Der Kommentar von J. Rometsch zum Baugeschehen in Leipzig (LVZ vom 5. März 2017, Seite 15) insbesondere zu den Leistungen der Baubürgermeisterin kann nicht unwidersprochen bleiben. Bezüglich des Mini-Fahrstuhls am Leipziger Hauptbahnhof hätte der Kommentator besser recherchieren sollen. Nur durch das ständige Nachfragen und des Einsatzes der beiden Stadträte Konrad Riedel und Siegfried Schlegel ist es gelungen, den entsprechenden Stadtratsbeschluss gegen den Widerstand von Frau Dubrau und ihres Ressorts durchzusetzen. Viele Vorhaben (z.B. Wartehäuschen, Amalie, Barrierefreiheit Rathaus) werden m. E. trotz Frau Dubrau realisiert. Ihre „Leistungen für den Mini-Fahrstuhl“ sind sozusagen ein Hut mit fremden Federn.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. K. Placht

1. März 2017 neue Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig

Nachdem wir die Baustelle der neuen Propsteikirche, St. Trinitatis, am 19. Januar 2015 besichtigt hatten, bestand der Wunsch, die fertig gestellte Kirche noch einmal zu besichtigen und dem Klang der neuen Orgel zu lauschen. Gemeinsam mit der Senioren Union Leipzig Land und einer zahlreichen Teilnahme unserer Mitglieder und von Gästen fand dies am 28. Februar statt. Empfangen wurden wir mit Orgelmusik.

Propst Giele erläuterte uns, warum der Kirchenbau so und nicht anders gestaltet wurde. Eines der Grundanliegen war, im Zentrum von Leipzig einen Ort der Stille anzubieten. Die schlichte Ausgestaltung des Kirchenraumes sollte dieses Anliegen unterstützen. Da die Entwicklung der Wahrnehmung in den letzten Jahren, auch durch die Medien beeinflusst, sich mehr vom Hören zum Sehen entwickelt hat, sollen keine Bilder an den Wänden vom eigentlichen Zweck der Andacht und Besinnung ablenken. Deshalb erfolgt auch keine sonst in katholischen Kirchen übliche Darstellung des Kreuzweges an den Kirchenwänden. Die einzelnen Kreuzwegstationen sind durch spezielle Markierung (Hülsen) im Kirchenboden, die über die gesamte Kirche verteilt sind, festgehalten. Später sollen in diese Hülsen bei entsprechenden Andachten Tafeln mit der Darstellung der jeweiligen Kreuzwegstationen gestellt werden.  

Der Grundriss des Kirchenschiffes ist trapezförmig. Der Zugang in die Kirche erfolgt an der schmalen Seite. Der Altar ist an der breiten Seite des Trapezes aufgestellt. So weitet sich der Blick beim Eintreten in das Kirchschiff. Unterstützt wird das noch durch die Lichtgestaltung. Der Altarraum wird durch ein Oberlicht hell gehalten.

Nach diesen Erläuterungen von Propst Giele wurden zwei Orgelstücke vorgetragen.

In anschließenden Gesprächen an verschiedenen Stellen des Kirchenraumes beantwortete der Propst weitere Fragen und erzählte auch einige Anekdoten. Eine davon: 

Ein älteres Ehepaar besichtigte ausgiebig die Kirche. Auch die beiden Beichträumlichkeiten gehörten dazu. Danach stellten sie fest, dass die Propstei aber „kleine Büros“ hat und diese nicht einmal Fenster haben.

Wir danken Propst Giele und dem Organisten für den interessanten Nachmittag.

6. Februar 2017

Bundestagskandidaten

Die Senioren-Union Leipzig unterstützt die Kandidaten der CDU für die Bundestagswahlkreis Leipzig-Süd und -Nord.

Dr. Thomas Feist war in den letzten Jahren als Bundestagsabgeordneter immer ein verständnisvoller Gesprächspartner für uns Senioren und widmete sich wie die Senioren-Union generationsübergreifenden Problemen. Dies soll auch weiter so bleiben, damit auch wir als Senioren in der Bundespolitik mit genommen werden.

Jens Lehmann, Kandidat im Bundestagswahlkreis Nord, ist uns aus seiner Arbeit als Stadtrat bekannt, wo er sich für Jugend und Sport besonders engagierte, aber auch sein Interesse für Probleme von Senioren ist bemerkenswert. Er setzte sich unter anderem hartnäckig und intensiv für die Bewohner der Seniorenanlage Amalie ein.

Am 19. April 2017 stellen sich beide Kandidaten  bei der Senioren Union in Leipzig vor. Die Veranstaltung findet um 16:00 Uhr in der Kreisgeschäftstelle, Grimmaische Straße 4 (Mädler Passage) statt.

2. Februar 2017 Presseinformation der Senioren Union Leipzig

04109 Leipzig Grimmaische Straße 2-4 www.cdu-leipzig-senioren.de

Vorsitzender Konrad Riedel

Telefon 910 25 49 Email Konrad.riedel@cdu-fraktion-leipzig.de

Sparkasse schließt Ältere vom Service aus

Leipzig – eine generationengerechte Stadt?

Wenn man die Pläne der Sparkasse Leipzig über Stilllegung von Geldautomaten betrachtet entfernen wir uns immer mehr von dem Ziel, eine Stadt für alle Generationen zu sein.

Ein Hilferuf erreichte mich aus dem Seniorenheim am Sonnenwinkel in Probstheida, wo über 100 Senioren wohnen und in den umliegenden Siedlungshäusern auch ein hoher Anteil betagter Bürger lebt, die teilweise mit Essen aus der Seniorenanlage versorgt werden.

Nun steht der Geldautomat in der Franzosenallee, also unmittelbar im Carre dieser Einrichtung, auf der Liste der Servicestellen, die die Sparkasse stilllegen will. Das bedeutet für viele ältere Mitmenschen den Ausschluss vom leichten Zugang zum Bargeld, zu ihrem Geld! Ist also eine Beeinträchtigung von der umfänglichen Teilhabe am Leben.

So kann doch Generationengerechtigkeit nicht aussehen, wenn Senioren immer mehr eingeschränkt werden. Auch unter diesem Gesichtspunkt sollte man solche Pläne betrachten als von den Kommunen getragene öffentlich-rechtliche Einrichtung Sparkasse Leipzig.

4. Januar 2017 Presseinformation

Senioren-Union Leipzig

04109 Leipzig Grimmaische Straße 2-4 www.cdu-leipzig-senioren.de

Vorsitzender Konrad Riedel

Telefon 910 25 49 Email Konrad.riedel@cdu-fraktion-leipzig.de

Fahrräder: „Fahrzeuge“ zu jeder Zeit
Seit Jahresbeginn hat der Gesetzgeber juristisch Fahrräder eindeutig als Fahrzeuge eingeordnet. Die Radfahrer haben deshalb u.a. laut Straßenverkehrsordnung (StVO) die Pflicht, bei fehlender Fahrradfahrerampel ausschließlich nach den Auto-Ampeln zu orientieren, statt wie bisher nach den Fußgängersignalen.

Wird dies umgesetzt, dürften Fahrradfahrer den Fußgängerübergang nicht befahren. Was zur Zeit zum Beispiel In Leipzig am Hauptbahnhof und am Leuschnerplatz sehr oft zu gefährlichen Situationen führt und damit ältere oder bewegungseingeschränkte Bürger verunsichert. Mit der Klärung des „Fahrzeug“-Status‘ muß auch die Nutzung von Radstreifen in Gegenrichtung (wenn nicht Pfeile die Nutzung in beiden Richtungen genehmigen) härter kontrolliert und geahndet werden. Denn diese Unsitte ist in unserer Stadt eine dauernde Gefahr für querende Fußgänger. Fahrzeuge dürfen Fahrbahnen nur in der vorgesehenen Richtung nutzen.

Auch in den Fußgängerzonen gibt es oft Probleme. Es bleibt zu hoffen, daß Interessenvertreter der Radfahrer ihre Mitglieder informieren, damit die konkretere Einordnung auch in der Praxis zu mehr Sicherheit führt.

Dazu sollte vor allem in der Anfangsphase verstärkt das Radfahrerverhalten kontrolliert werden. Denn sonst die Textbausteine in Gesetzen ohne Sinn.