19. Juli 2019 Nachtrag zur Veranstaltung mit der Verbraucherzentrale Leipzig am 4. Juli 2019 -Bericht vom 5. Juli 2019

In der Diskussion zum digitalen Erbe wurden auch die neuen Sicherheitsbestimmungen für das Online Banking angesprochen. Da diese Antwort von allgemeinem Interesse ist, ist sie nachfolgend dargestellt.

Sehr geehrter Herr Dr. Placht,

im Rahmen der Veranstaltung am 04.07.2019 im Beratungszentrum Leipzig sind einige Fragen zum Thema Online-Banking aufgetreten. Diesbezüglich habe ich mich, wie versprochen, erkundigt. 

Es ist tatsächlich so, dass die Banken nicht gesetzlich verpflichtet sind, Ihnen neben dem SMS-Tan-Verfahren/Apps eine alternative Verfahrensweise ohne Smartphone anzubieten. Viele Kreditinstitute bieten jedoch andere Verfahren, wobei oftmals jedoch ein Zusatzgerät gekauft werden muss. 

In der aktuellen Ausgabe Finanztest/Stiftung Warentest (August 2019) gibt es hierzu ausführliche Informationen.

Auch auf unserer Homepage finden Sie weitere Erläuterungen:

 

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/onlinebanking-und-shopping-was-sich-bei-tanverfahren-aendert-38063

 

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/onlinebanking-wie-sicher-ist-welches-tanverfahren-21921

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Susann Sperling

Projektmitarbeiterin „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“

Tel.: 0341-6962938 Fax: 0341-6892826

 

18. Juli 2019 Veranstaltung der JU am 15. Juli zum Thema Klima

Wir erhielten vor einigen Tagen die folgende Einladung und waren angesichts der aufgeführten Themen zur Teilnahme an dieser Veranstaltung sehr schnell bereit. Leider entsprach diese Veranstaltung nicht den geweckten Erwartungen.

Aus unserer Sicht sind deshalb die folgenden Anmerkungen zu dieser Veranstaltung erforderlich.

Voller Erwartung sind wir am 15.Juli zur Perspektivwerkstatt „Klimapolitik für Sachsen“ – „Wie können wir den Wandel erfolgreich gestalten?“ der Jungen Union in die Baumwollspinnerei gegangen. Nach einer kurzen Werbetour durch einige Räume von SpinLab begann die eigentliche Veranstaltung. Die Teilnehmerzahl war mit knapp 30 Teilnehmern relativ gering und ging von Mitglieder der Jungen Union bis zu uns Senioren. Das Impulsreferat hielt Christoff Bornschein. Nach seiner Darstellung Guru vieler Medien und Berater globaler Konzerne, Parteien und anderer Organisationen auf den Weg zu Digitalisierung,  Mitbegründer von „Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLGG) Sitz Berlin, New York.  Von ihm stammt der Ausspruch „Wandel braucht Spießer und Spinner“ und „Tradition ist heute kein Wettbewerbsvorteil mehr“.

Wir waren auf das Thema „Klima“ gespannt. Nach kurzer Zeit und insbesondere auch schließlich beim Podiumsgespräch mit  Lars Rohwer, MdL und Sprecher für Energie und Digitalisierung der CDU Fraktion im Sächsischen Landtag zeigte es sich, dass Fakten, wie es nun einmal naturwissenschaftliche Zusammenhänge, wie die gesamte „Klimaproblematik“,  so an sich haben, offenbar nicht so recht in sein Bild passten.

Überdeckt wurde das alles mit sehr viel Polemik nach beiden Richtungen, mit der aber sicher die Wenigsten konkretes anfangen können. Faktenwissen kommt leider immer mehr aus der Mode. Unterstrichen wurde dies noch durch die Anfragen aus dem Publikum, die ebenfalls zu keinen befriedigenden Antworten führten.

Das „Klima“ blieb weitgehend auf der Strecke. Außerdem wurde noch über Digitalisierung und Zukunftsgestaltung gesprochen. In beiden Fällen mit dem Hinweis auf erhebliche Defizite in unserem Land.

In der anschließenden Diskussion, bei der wir nur noch eine kurze Zeit wegen einer anderen für uns sehr wichtigen CDU Veranstaltung teilnehmen konnten, zeigte es sich, dass Herr Bornschein sehr diffuse Ansichten beispielsweise zur gegenwärtigen Veränderung in der Energiepolitik und der Versorgungssicherheit hat. Auch auf mehrfache Nachfragen von Lars Rohwer kamen von ihm keine konkreten Aussagen zum betreffenden Thema.  Im Grunde genommen war es nur ein diffuses Rumgeeiere.

Diese Veranstaltung war jedenfalls bis zum Zeitpunkt, zu dem wir gehen mussten, vertane Zeit!

Herr Bornschein sollte trotz seines „Zukunftdenkes“ sich daran erinnern, dass schon in der Bibel vor einigen Tausend Jahren die Feststellung geprägt wurde

„Denk an die Tage der Vergangenheit, lerne aus den Jahren der Geschichte!“ (5. Buch Mose 32,7).

Dr. Johannes Hähle und Dr. Karl Placht
Stellvertretende Vorsitzende Senioren Union Leipzig

 

5. Juli 2019 Das digitale Erbe

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Für uns Senioren ist die Vorsorge für den Lebensabend und danach sehr wichtig. Nicht nur die Vorsorgevollmacht und die Patientenvollmacht sind für uns wichtige Themen, sondern auch das „Wie Weiter“ unserer elektronischen Aktivitäten. Folglich ist auch im Fall der Erblassung dafür zu sorgen, dass unsere Erben an diesen Komplex herankommen. Wir haben uns deshalb an eine diesbezüglich fachkundige Institution – die Verbraucherberatung in Leipzig – mit der Bitte

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

um eine Beratung gewendet. Unter zahlreicher Teilnahme unserer Mitglieder fand diese Beratung in den Räumen der Verbraucherzentrale am 4. Juli statt.

 

 

 

Ausgangspunkt für die Klärung des digitalen Nachlasses, das sind Verträge, die in Internet abgeschlossen wurden, Kommunikationen über e-mail, Internetbanking, Teilnahme an verschiedenen Internetforen (z.B. Partnervermittlung) usw., war ein jahrelanger Gerichtsprozess über alle Instanzen bis zum Bundesgerichtshof.  Was war geschehen? Ein Ehepaar, deren Tochter durch unübersichtliche Umstände ums Leben gekommen war, hat vom Internetanbieter verlangt, ihnen den Zugang zum e-mail Verkehr ihrer Tochter zu gewähren. Das wurde vom Internetanbieter abgelehnt, woraufhin das betroffene Ehepaar bereits 2012 den Zugang eingeklagt hat. Nach sechs Jahren, d.h. 2018, fällte der Bundesgerichtshof das richtungsweisende Urteil  zur Vererbbarkeit von digitalen Inhalten (12.07.18 III ZR 183/17). Einige der grundsätzlichen Aussagen sind:

  • Der Nutzungsvertrag mit dem Internetanbieter (in d. Fall Facebook) geht auf die Erben über – Erben haben Anspruch auf Zugang zum Benutzerkonto und den Kommunikationsinhalten.
  • Der Nutzungsvertrag mit dem Internetanbieter ist nicht von höchstpersönlicher Natur.
  • Digitale Inhalte sind vergleichbar mit Tagebüchern, persönlichen Briefen usw.
  • Das postmortale Persönlichkeitsrecht, Fernmeldegeheimnis, Datenschutzrecht stehen der Vererbbarkeit nicht entgegen.

Was ist zur Problemvermeidung zu beachten?

  • Das Vermögen geht mit dem Tod als Ganzes auf die Erben über ( BGB § 1922 Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge).
  • Die Erben treten in die jeweils zugesicherte Stellung des Erblassers ein.
  • Laufende Verträge enden nicht automatisch mit dem Tod des Vertragspartners.

Daraus resultiert, das der Erbnehmer, falls er die vertraglichen Bindungen nicht selbst weiter nutzen will, diese Verträge kündigen muss. Zu beachten ist, dass in der Regel die Kündigungsfrist einzuhalten ist. Die anfallenden Kosten und Gebühren muss er bis zum Vertragsende weiter übernehmen. Eine Ausnahme ist, dass die Kündigung aus wichtigem Grund vertraglich vereinbart ist.

Probleme können auftreten, wenn die Zugangsdaten (Kennwörter, PIN) nicht bekannt sind. Der digitale Nachlass geht nicht automatisch an die Erben über. Diese müssen die Zugangsdaten dem entsprechenden Anbieter mitteilen. Hier ergibt sich für uns die Verantwortung, die entsprechenden Zugangsdaten gesichert an geeigneter Stelle zu hinterlegen.

Um Klarheit im Erbfall zu schaffen, wird dringend angeraten, eine digitale Vorsorgevollmacht zu erstellen. Beispielsweise ist eine solche vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz kostenlos zu erhalten. In dieser digitalen Vorsorgevollmacht werden Einzelheiten wie Benennung eines Bevollmächtigten, welche Daten sind zu archivieren, wer darf welche Daten einsehen usw. festgelegt.

Ein weiteres Problem sind die Passwörter. Aus Gründen der Sicherheit sollten diese des Öfteren gewechselt werden. Deshalb kann ein Passwortmanager hilfreich sein. Aber Vorsicht, wenn dieser von externen Anbietern betrieben wird. Hier ist beim Erblasser noch zu Lebzeiten ein besonderes Fingerspitzengefühl angebracht.

Nach über einer Stunde war der exzellente Vortrag von Frau Sperling zu Ende. In der anschließenden Diskussion spielte das Problem der neuen und ab September ausschließlichen Möglichkeit des Zugangs beim Internetbanking eine Rolle. Auch hier mussten wir feststellen, dass noch einige Unklarheiten für das Procedere beim Internetbanking bestehen und es zu befürchten ist, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen dabei ausgegrenzt werden. Frau Sperling sicherte zu, sich um dieses Thema weiter zu kümmern.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Abschließend dankte Konrad Riedel, Vorsitzender der Senioren Union in Leipzig, Frau Sperling für ihre außerordentlich gute Erläuterung der Problematik „digitales Erbe“ und überreichte ihr als Dank einen Blumenstrauß.

 

 

 

20. Juni 2019 Nachruf für Frederike de Haas – langjährige Vorsitzende der Senioren Union in Sachsen

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Am 18. Juni 2019 erreichte uns die traurige Nachricht, dass die langjährige Vorsitzende der Senioren Union in Sachsen, Frederike de Haas, am 17. Juni 2019 im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit verstorben ist. Frederike de Haas hat die Senioren Union in Sachsen wesentlich durch ihre sachkundige und konstruktive Tätigkeit geprägt. Sie genoss eine über die Grenzen der CDU und der Senioren Union hinausgehende Anerkennung.

 

 

Wir verlieren mit ihr eine starke Persönlichkeit, die sich intensiv und erfolgreich für die Anliegen von uns Senioren eingesetzt hat.

Wir sprechen ihren Angehörigen unser tief empfundenes Beileid aus.

Im Namen der Senioren Union Leipzig

Konrad Riedel – Stellvertretender Vorsitzender Landes Senioren Union Sachsen und Vorsitzender Senioren Union in Leipzig

Dr. Johannes Hähle – Stellvertretender Vorsitzender Senioren Union in Leipzig

Dr. Karl Placht – Stellvertretender Vorsitzender Senioren Union in Leipzig

 

17. Juni

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

8. Juni 2018 – Ein Nachtrag zur Auszeichnung unseres Vorsitzenden, Konrad Riedel, mit der Verfassungsmedaille Sachsens am 1. Juni 2018

Laudatio auf Herrn Konrad Riedel

 Sehr geehrter Herr Riedel,

ich freue mich, Sie als Urgestein der Leipziger Stadtpolitik heute hier im Ständehaus des Sächsischen Landtags zu begrüßen.

Wenn in diesen Zeiten in der Öffentlichkeit über Politiker berichtet wird, dann geht es natürlich meist um Donald Trump, Wladimir Putin, Angela Merkel oder den künftigen Chef der EU-Kommission. Die Spitzenpolitiker führen die Geschicke der Welt.

Sie nehmen in der öffentlichen Wahrnehmung einen breiten Raum ein. Und sie sind zweifelsohne für uns alle sehr wichtig.

Doch ebenso wichtig – und für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sogar bedeutender – sind diejenigen, die sich vor Ort engagieren: in unseren Städten, Gemeinden und Landkreisen. Hier trifft Politik auf Wirklichkeit, wie es so schön heißt. Und da sind nicht nur die Abgeordneten gefragt, die ihre Heimatregion in den Parlamenten vertreten.

Sie, sehr geehrter Herr Riedel, haben in den letzten zwei Jahrzehnten gezeigt, dass es nicht unbedingt ein Mandat im Bundestag oder im Landtag braucht, um Politik mitzubestimmen und sich im besten Sinne unserer Verfassung für das Gemeinwesen einzubringen. Seit über 20 Jahren mischen Sie in der Leipziger Stadtpolitik mit: als Stadtrat, als Vorsitzender der Senioren Union in Leipzig, als Vorsitzender des Kleingartenbeirats, im Behindertenbeirat, im Seniorenbeirat, im Familienbeirat der Messestadt und in vielen weiteren Funktionen.

Ihre Ehrenämter und Ihr Engagement haben Sie selbst einmal mit in einem prägnanten Satz zusammengefasst: „Ich bin der Alte, der sich um die Belange älterer und behinderter Menschen kümmert.“

Ein Satz, der es auf den Punkt bringt.

Und nicht nur in den zahlreichen Gremien, auch in den Medien bringen Sie immer wieder die Sorgen und Anliegen der älteren Generation zur Sprache – egal, ob es um ein soziokulturelles Begegnungszentrum oder die Interessen der Fußgänger geht.

Jahrelang haben Sie sich für einen sogenannten „Fußgänger-Beauftragten“ in Leipzig eingesetzt. Auch Widerstand aus dem Rathaus konnte Sie nicht entmutigen. Und heute gibt es diesen Beauftragten, der die Interessen der schwächsten Verkehrsteilnehmer schützt.

Überhaupt geben Sie den Schwächeren in der hektischen Großstadt in Leipzig eine starke Stimme: Dabei verbinden sich oftmals die Anliegen älterer Menschen mit körperlichen Gebrechen mit denen von Menschen mit Behinderung. Sie kämpfen in deren Namen für behindertengerechte Zugänge an öffentlichen Gebäuden oder für die Sanierung von Fußwegen – damit diese etwa für Rollstuhlfahrer oder Rollatoren befahrbar sind.

Und Ihr Mandat im Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe nutzen Sie, um den Ausbau barrierefreier Haltestellen voranzubringen.

Als Bäckermeister waren Sie einerseits schon immer dicht dran: an den Kunden und damit am Bürger. Andererseits wissen Sie als ehemaliger Innungsobermeister Ihrer Zunft in Leipzig natürlich auch, wie Sie Anliegen zum Thema machen können und dass es vor Ort stets Verbündete braucht, um Veränderungen zu bewirken.

Und Ihre Weggefährten bestätigen anerkennend – Zitat: „Ihm geht es um die Sache, die Überparteilichkeit überwiegt.“ – Zitat Ende. Gerade auf der kommunalen Ebene hilft keine politische Ideologie, sondern da braucht es Tatkraft für ganz konkrete Vorhaben. Die Entscheidungen sind für die Menschen in der Stadt und im Dorf zumeist unmittelbar spürbar.

Deshalb schützt auch unsere Sächsische Verfassung die Selbstverwaltung der Städte und Gemeinden besonders und gewährt ausdrücklich das Recht, – Zitat – „ihre Angelegenheiten im Rahmen der Gesetze unter eigener Verantwortung zu regeln“.

Aber die Kommunen brauchen dafür immer auch Bürger, die diese kommunale Freiheit nutzen, Zeit investieren und Ideen voranbringen. So wie Sie das tun.

Sehr geehrter Herr Riedel, der Freistaat und die Bürger in unserem Land sind Ihnen dankbar! Sie engagieren sich mit Herz für Ihre Stadt und für die Schwächeren der Gesellschaft. Sie leben auf herausragende Weise die Werte unserer Verfassung. Es ist mir eine Freude, Ihnen dafür heute die Verfassungsmedaille zu überreichen!

 

1.  Juni 2019 Landtagspräsident Dr. Matthias Rössler verleiht Verfassungsmedaille

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Unter den sechs, am 1.6. 2019, im Dresdner Ständehaus ausgezeichneten befinden sich auch zwei Leipziger. Beide sind Mitglieder der Leipziger Senioren – Union. Es handelt sich um Frau Christine Claus Staatsministerin a.D.und den Vorsitzenden der Leipziger Senioren Union Stadtrat Konrad Riedel

In einer ausführlichen Laudatio würdigte der Landtagspräsident die Verdienste beider um das Gemeinwesen des Freistaates

Die Medaille wird in Anerkennung besonderer Verdienste um die Freiheitliche Demokratische Entwicklung im Freistaat Sachsen verliehen .

28. Mai 2019 34. Tag der Menschen mit Behinderung auf der Leipziger Kleinmesse

Der Leipziger Schaustellerverband organisiert jährlich einen Tag für Menschen mit Behinderung. Die Einladung dazu erhalten alle Einrichtung in Leipzig, die Behinderte betreuen. Von 10 bis 12 Uhr können die Fahrgeschäfte von den Behinderten kostenlos benutz werden. Auch heute waren wieder gut 3.500 Betroffene anwesend. Man muss darauf hinweisen, dass die behinderten Besucher von den Schaustellern an den Fahrgeschäften besonders betreut werden.

Wenn man annimmt, dass die 3.500 Besuchern als  Fahrgäste je 5 Fahrten bei einem Durchschnittspreis von 3 Euro je Fahrt machen, so ergibt das einen Wert 52.500 Euro. Diese beispielhafte Aktion dürfte wohl eine der höchsten Zuwendung ergeben, die für gemeinnützige Zwecke in Leipzig geleistet wird.

Es ist mir eine Ehre, dass ich seit 19 Jahren den Vorsitzenden des Leipziger Schaustellervereins e.V., Herrn Jürgen Seifert (siehe Foto), auch bei dieser Angelegenheit als Stadtrat und behindertenpolitischer Sprecher der CDU Fraktion unterstützen darf. Ich denke, man sollte den Schaustellern sehr dankbar für dieses langjährige einmalige Engagement sein.

 

Konrad Riedel
Vorsitzender der Senioren Union in Leipzig

 

 

28. Mai 2019 Stadtratswahl 2019

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der Senioren Union Leipzig,

die Kommunalwahl 2019 ist nun zu Ende. Für die CDU ist das Wahlergebnis unbefriedigend. Wir haben im Stadtrat gegenüber 19 Sitzen bei der Stadtratswahl 2014 nur noch 13 Sitze erreicht. In den kommenden Wochen sollte deshalb eine Aufarbeitung der neuen Verhältnisse erfolgen. Dabei sollten auch die Erkenntnisse aus den Diskussionen mit den Besuchern unserer Wahlstände kritisch berücksichtigt und bewertet werden.

Mit den beiden Spitzenkandidaten im Wahlkreis 5, Andreas Habicht, und im Wahlkreis 9, Konrad Riedel, ist die Senioren Union mit zwei kompetenten Mitgliedern im neuen Stadtrat vertreten. Die weiteren Kandidaten der Senioren Union auf den hinteren Plätzen haben auch Stimmen gesammelt und damit ihren Beitrag für die CDU in Leipzig geleistet.

Wir danken all denen, die ihr Vertrauen in uns gesetzt haben und uns ihre Stimme gegeben haben.

 

24. Mai 2019 Wahlaufruf

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der Senioren Union in Leipzig,

am Sonntag ist Wahltag. Es werden wieder einmal die Weichen für die Entwicklung Leipzigs in den nächsten Jahren gestellt. Wichtig ist es, dass eine hohe Wahlbeteiligung vorhanden ist.

Wir bitten Sie deshalb dringend, an der Stadtratswahl, aber auch der Europawahl, teilzunehmen.

Die Senioren Union in Leipzig stellt zur Stadtratswahl am 26. Mai 2019 insgesamt sieben Kandidaten für die CDU (siehe Beitrag vom 19. April 2019). In drei Wahlkreisen haben wir Mitglieder von der Senioren Union als Spitzenkandidaten der CDU aufstellen können.

Das sind Achim Haas im Wahlkreis 3, Andreas Habicht im Wahlkreis 6 und der Vorsitzende der Senioren Union in Leipzig Konrad Riedel im Wahlkreis 9. Zur Berücksichtigung unserer berechtigten Anliegen wie z.B. Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer, Generationengerechtigkeit u.Ä. ist es wichtig, dass wir mit einer ausreichenden Gewichtung im Stadtrat vertreten sind.

Geben Sie bitte Ihre Stimmen in den bezeichneten Wahlkreisen unseren Kandidaten.

 

13. Mai 2019 Jahresausflug – Schleusenfahrt Markkleeberger See zum Störmthaler See

Die diesjährige Ausfahrt führte uns in die südliche Umgebung Leipzigs. Wir hatten eine Schiffsfahrt auf dem Markkleeberger See mit Durchschleusung zum Störmthaler See und zurück gebucht. Es war nicht leicht, unsere Terminvorstellungen mit den sehr beliebten Terminen der Schifffahrt in Überreinstimmung zur bringen. Schließlich hat es geklappt und 23 Mitglieder bzw. Freunde unseres Stadtverbandes der Senioren-Union konnten wir als Teilnehmer begrüßen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Erwartungsvoll saßen die Mitfahrer auf den Bänken vor dem Schiffsanleger. Nach der freundlichen Begrüßung durch das Schiffspersonal legte unser Schiff, die „Störmthal“, pünktlich 14:30 Uhr ab.

 

 

 

Gleich danach konnten wir uns bei Kaffee und Kuchen laben.

Der Schiffsführer  erläuterte den Reiseverlauf und die Besonderheiten der Landschaft. Danach gingen viele Mitfahrer trotz des ziemlich heftigen Windes und niedrigen Temperaturen (13 °C) auf das Oberdeck, um eine bessere Sicht auf den See und die Umgebung zu haben.

 

Die Rundreise über den Markkleeberger See führte zunächst in westlicher Richtung nahe Markkleeberg und dann in östliche Richtung zum Kanupark. Dort wurde angelegt, um weitere Passagiere aufzunehmen.

Weiter ging es dann durch den  Kanal zur Kanuparkschleuse. In der Schleuse wurde unser Schiff um vier Meter auf das Niveau des Störmthaler Sees angehoben. Für das Schiff ist die Schleuse ziemlich eng.

 

Die weitere Fahrt ging an der „Vineta“ vorbei. Die „Vineta“ ist im Störmthaler See etwa an der Stelle verankert, an der vor der Devastierung Magdeborns in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts  die Magdeborner Kirche stand und soll an diese erinnern. Anschließend legte unser Schiff an der Lagovita Basis an. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es wieder zurück zum Startpunkt unserer Schiffsreise.  Nach drei Stunden war unser Ausflug zu Ende.

Vielen unserer Mitfahrer war der Zustand des Tagebaues Espenhain aus früheren Zeiten bekannt, und so haben wir uns darüber gefreut, wie sich diese damals geschundene Landschaft entwickelt hat.

Wir möchten uns auf diesem Weg auch beim Schiffspersonal bedanken, das uns sehr nett betreut hat. Diese Schiffsreise kann man weiterempfehlen.

 

 

3. Mai 2019 Eröffnung der geriatrischen Tagesklinik im Helios Park-Klinikum

Nachdem im September 2018 am Helios Park-Klinikum das Zentrum für Altersmedizin seine Tätigkeit aufgenommen hatte, folgte jetzt der nächste Schritt zur Verbesserung der Betreuung der Generation 65+(siehe unser Beitrag vom 23. Januar 2019). Am 3. Mai wurde die geriatrische Tagesklinik am Helios Park-Klinikum eröffnet. Als potentielle Kunden dieser Tagesklinik war auch eine Abordnung der Senioren Union in Leipzig vertreten. Konrad Riedel, Vorsitzender der Senioren Union in Leipzig, und Dr. Karl Placht und Anita Placht nahmen an der Eröffnungsveranstaltung teil. Leider waren wir drei von der Senioren Union neben den zahlreichen Fotografen und Reportern, die einzigen Gäste aus dem nichtklinischen Bereich.

Prof. Thümmler betonte in seiner Begrüßungsrede, dass in Leipzig gegenwärtig ca. 160.000 Einwohner der Generation 65+ leben. Der Anteil dieser Generation wird trotz sinkendem Durchschnittsalter in Leipzig immer größer. Das betrifft insbesondere die Altersgruppe über 80 Jahre. Entsprechend erhöht sich der Bedarf an einer adäquaten Betreuung. Hier ist die geriatrische Tagesklinik einzuordnen. Diese Klinikform kann als künftiges neues Krankenhausmodell für die ältere Generation dienen.

Die Geschäftsführerin des Helios Park-Klinikums, Frau Diana Lohmann, wies in ihrem Grußwort u. a. darauf hin, dass mit der Eröffnung der geriatrischen Tagesklinik eine Versorgungslücke im Leipziger Süden geschlossen wird.

Auch der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung wies in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Tagesklinik hin. Er betonte das Zusammenspiel zwischen Betreuung bzw. Behandlung in der Tagesklinik und dem weiteren Verbleiben in der gewohnten häuslichen Umgebung –„Einen alten Baum verpflanzt man nicht“.

 

Beim Rundgang durch die Räume konnten wir einen Eindruck von der Tagesklinik gewinnen.

Für uns Senioren ist es wichtig zu wissen, wer, was, und wie man in der Tagesklinik behandelt werden kann. Die Klinik hat dazu ein Merkblatt erarbeitet und stellt dieses Interessenten zur Verfügung. Nachfolgend werden die wichtigsten Punkte zitiert.

Die Behandlung in der Tagesklinik erfolgt von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Die Patienten werden durch einen Fahrdienst von zu Hause zur Klinik und wieder zurück gebracht.

Wer kann behandelt werden?

Patienten mit Herz- Kreislauferkrankungen, neurologische Erkrankungen (Parkinson, Schlaganfall), Erkrankungen des Bewegungsapparates, chronische Schmerzen, Diabetes, Ernährungsprobleme.

Die Patienten der Tagesklinik sollen außerhalb der Klinik zu Hause selbständig zurechtkommen oder in einem Pflegesystem integriert sein und acht Stunden außerhalb der Wohnung mit Pausen bewältigen können.

Als Patienten kommen die in Frage, die bei einer Gefährdung der Selbstständigkeit infolge einer akuten oder chronischen Erkrankung keiner stationären Behandlung bedürfen. Weiterhin solche, die infolge einer Akuterkrankung oder eines Unfalls die Alltagskompetenz wiedererlangen können und sollen. Auch solche, die auf Grund eines entgleisten Zustandes (Gangstörungen, Mangelernährung usw.) einer Behandlung bedürfen.

Wer kann nicht behandelt werden?

Patienten mit einer Eigen- oder Fremdgefährdung
Stuhlinkontinenz
Ansteckende Infektionskrankheiten
Weglauftendenzen bei fortgeschrittener Hirnleistungsstörung

Für die Behandlung steht ein multidisziplinäres Team aus Ärzten, Krankenpflegern, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialarbeitern bereit. Darüber hinaus können weitere Disziplinen im Helios-Klinikum wie z.B. Kardiologen, Orthopäden oder Neurologen in die Behandlung einbezogen werden.

Die Patienten können vom Hausarzt oder nach einem Krankenhausaufenthalt von den entsprechenden Kliniken an die Tagesklinik überwiesen werden.

Gegenwärtig stehen 10 Plätze für die Behandlung in der Tagesklinik zur Verfügung. Es laufen Aktivitäten zur Erweiterung dieser Kapazitäten.

In Leipzig sind im St. Georg-Klinikum und im Elisabethkrankenhaus weitere geriatrische Tageskliniken vorhanden. Ebenso wird die geriatrische Tagesklinik in Zwenkau von Leipzigern genutzt.

2. Mai 2019 Widerstand gegen E-Roller auf Fußwegen – Brief an Bundesminister Scheuer

Sehr geehrter Herr Bundesminister Scheuer,

wir Senioren haben mit Bestürzung die angestrebte Freigabe von Fußwegen und Fußgängerzonen für E-Roller mit einer Geschwindigkeit bis zu 12 km/h zur Kenntnis nehmen müssen. Es trifft wieder einmal die größte aber auch schwächste Gruppe der Verkehrsteilnehmer – nämlich die Fußgänger. Fußgänger sind nicht nur Senioren, Behinderte, Sehschwache und Familien mit Kindern und Kinderwagen, sondern auch alle, die sich „per pedes“ auf den Fußwegen bewegen.

Die Kontrolle der Fußgängerbereiche (Fußgängerzonen und Fußwege) ist bisher schon nicht gewährleistet und findet  auch mit dem gegenwärtigen Personalbestand  von Polizei und Polizeibehörde der Kommunen praktisch nicht statt. Vielmehr wird, wie es das Beispiel Leipzig zeigt, die Verantwortung für die Kontrollen hin und her geschoben. Nach gängigen Aussagen der Verantwortlichen ist die Polizei für den fahrenden Verkehr und die Polizeibehörde für den ruhenden Verkehr zuständig. Wie sieht es deshalb mit den Fußgängern aus? Ist Gehen keine Bewegung?  Das ist für uns Fußgänger ein äußerst unbefriedigender Zustand. Sind wir schon auf Fußwegen und in Fußgängerzonen missbräuchlich den Rücksichtslosigkeiten uneinsichtiger Radfahrer ausgesetzt, so sollen jetzt und das dann offiziell noch die E-Roller dazukommen. Es ist nicht zu erwarten, dass sich E-Rollerfahrer grundsätzlich anders als Radfahrer verhalten.

Im Übrigen ist das Problem des Fahrradfahrens auf Fußwegen und in Fußgängerzonen nicht nur ein Problem der Großstädte, sondern auch in vielen kleineren Kommunen vorhanden.

Die zulässige Geschwindigkeit für E-Rollerfahrer auf Fußwegen soll 12 km/h betragen. Das ist der dreifache Wert der Geschwindigkeit eines Fußgängers. Auch hier sehen wir ein hohes Gefährdungspotential, da von den E-Rollerfahrern die langsameren Fußgänger sehr schnell um kurvt und verunsichert werden.

Wir haben den Eindruck, dass die Verfechter der Freigabe von Fußwegen für E-Roller die Realität ausgeblendet haben. Nicht alles, was möglich erscheint, sollte auch in Vollzug gesetzt werden!

Wir wenden uns deshalb  an Sie, diesen für den Fußverkehr unmöglichen Zustand zu beseitigen. Fußwege sind, wie es der Name sagt, Verkehrsanlagen für Fußgänger!

Sie können sich gern von den Zuständen in der Fußgängerzone Leipzigs persönlich überzeugen. Wir stehen auch jeder Zeit für Gespräche zur Verfügung.

Konrad Riedel
Vorsitzender der Senioren Union Leipzig

Dr. Johannes Hähle                        Dr. Karl Placht
Stellvertretende Vorsitzende der Senioren Union Leipzig

 

19. April 2019 – Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 

Zukunft braucht Erfahrung

Auch bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 kandidieren wieder Mitglieder der Senioren Union in Leipzig für die Stadtratswahl. Wir bitten die Mitglieder der Senioren Union um Unterstützung für unsere Kandidaten.

 Wahlkreis 3

Achim Haas

 

 

 

 

 

 

Wahlkreis 6

Andreas Habicht

 

 

 

 

 

 

 

 

Gottfried Ulbricht

 

 

 

 

 

Wahlkreis 7

Dr. Karl Placht

 

 

 

 

 

Wahlkreis 9

Konrad Riedel

 

 

 

 

 

 

Hubert Hiersemann

 

 

 

 

 

 

13. April 2019 E-Roller

Der Protest gegen die Freigabe für E-Roller im Verkehr weitet sich aus. Wir sind mit unserem Protest nicht alleine! Weiter Informationen unter

www.selbsthilfenetzwerk-sachsen.de

 

12. April 2019 Presseinformation

Senioren-Union Leipzig

04109 Leipzig Grimmaische Straße 2-4 www.cdu-leipzig-senioren.de

Vorsitzender Konrad Riedel

Telefon 910 25 49 Email riedel@cdu-fraktion-leipzig.de

Das einzige was stört, sind die Fußgänger

Nun kommen noch die E Roller auf den Fußweg, denn bald sind auch in Deutschland E- Roller zugelassen und sollen zu einem gewissen Teil den Fußweg nutzen.

Konrad Riedel stellt dazu als Senioren Sicherheitsberater in Leipzig fest, dass außer den bestehenden Problemen mit Radfahrern auf den Fußwegen durch die E-Roller neue Sicherheitsprobleme für ältere Menschen auf den Fußwegen entstehen. Um die Verstöße vieler Radfahrer wird schon nichts unternommen und jetzt kommen noch die E Roller dazu.

Dies ist ein Zustand, der so nicht mehr tragbar ist. Fußwege müssen für Fußgänger auch ohne Gefahr begehbar sein. Die Leipziger Senioren Union und ihr Vorsitzender Stadtrat Konrad Riedel fordern energische Maßnahmen zur Durchsetzung der Sicherheit auf Fußwegen und an Fußgängerampeln (z.B. Leuschnerplatz an der Straßenbahnhaltestelle).

Es kann nicht mehr hingenommen werden, dass die Rechte der größten Gruppe der Verkehrsteilnehmer eingeschränkt und unterlaufen werden.

Konrad Riedel, Vorsitzender Senioren Union in Leipzig

Dr. Johannes Hähle und Dr. Karl Placht, stellvertretende Vorsitzende Senioren Union in Leipzig

1. April 2019 Die Direktkandidaten der Leipziger CDU für die Landtagswahl 2019 stellen sich vor

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die heutige gemeinsame Veranstaltung von Senioren Union und Junger Union in Leipzig diente der Vorstellung der Leipziger CDU Direktkandidaten für die Landtagswahl am 1. September 2019. Wir hatten alle sieben Direktkandidaten eingeladen. Leider mussten Wolf-Dieter Rost und Ronald Pohle absagen, da beide wegen Landtagsaufgaben verhindert waren. Im nebenstehenden Bild sind die Direktkandidaten Holger Gasse, Michael Weickert, Karsten Albrecht, Robert Clemen und Andreas Nowak zu sehen. Die Versammlungsleitung hatte der Vorsitzende der SU in Leipzig, Konrad Riedel.

Nach der Vorstellung der 5 Kandidaten, die ihre Vorstellungen für ihre Tätigkeit im Landtag äußerten, wurden die folgenden Themen wurden angesprochen und diskutiert:

Umweltdemonstrationen der Schüler

Ideologie geprägte Umweltdiskussion

Macht der Medienkonzerne der USA – nur eine geringfügige Entwicklung in Europa

Ungenügende Förderung der älteren Generation, obwohl diese rund 30 % der Bevölkerung ausmacht

Steigende Mieten in Richtung von 10 €/m² vor allem bei Neubauten und Sanierung, Leipzig hat gegenwärtig einen Kaltmietendurchschnitt von 5,40 €/m² – Grüne und Linke stellen immer neue Forderungen, was Investoren verschreckt (z.B. Wohngebiet Bayerischer Bahnhof oder Gebiet nördlich des Hauptbahnhofes) – Politik kann nur die Rahmenbedingungen verändern – Änderung der Bauvorschriften notwendig

Benachteiligung älterer Menschen bei Krediten (höhere Zinsen) und Versicherungsbeiträgen

Benachteiligung Leipzigs bei Zuweisung von Fördermitteln? – Leipzig hat aber Fördermittel in der Größenordnung von 100 Mio € nicht abgerufen

Unausgewogene Verkehrspolitik in Leipzig – es wird zu viel geredet und zu wenig gehandelt

Die Veranstaltung fand im Gemeindesaal der katholischen Gemeinde St. Martin in Grünau statt. Wir danken Herrn Pfarrer Thieme für die Bereitstellung des Raumes.

 

27.  Februar 2019 Veranstaltung im Alten Rathaus mit der Hieronymus-Lotter-Gesellschaft

14 Uhr trafen wir uns, um an der Veranstaltung mit der Hieronymus-Lotter-Gesellschaft im Alten Rathaus teilzunehmen. Herr Eric Buchmann, Vorsitzender der Gesellschaft, übernahm die Führung durch das Alte Rathaus. Im Festsaal des Alten Rathauses stellte er uns die Hieronymus–Lotter-Gesellschaft vor und gab uns einen Überblick über die Geschichte des Rathauses (siehe nebenstehendes Bild). Die Hieronymus–Lotter-Gesellschaft wurde 1996 als Förderverein zur Unterstützung des Stadtgeschichtlichen Museums gegründet. Ihr Ziel ist die Einwerbung von Spenden, die dann für die Restaurierung verschiedener Objekte des Stadtgeschichtlichen Museums und vor allem für das Alte Rathaus genutzt werden. Inzwischen schaut die Hieronymus-Lottergesellschaft auf 23 Jahre erfolgreicher Tätigkeit zurück.

Herr Buchmann erläuterte dann ausführlich die Baugeschichte dieses Rathauses. Der Vorgänger des jetzigen Gebäudes wurde mit dem Wachsen von Leipzig zu klein. Mann diskutierte zwar jahrelang über einen Neubau, geschehen ist aber lange Zeit nichts. Erst als Hieronymus Lotter Bürgermeister wurde, hat er den Neubau durchgesetzt. Und so wurde das Alte Rathaus 1556/1557 zwischen 2 Messen gebaut. Im Vergleich zu heutigen Bauvorhaben war das eine äußerst kurze Bauzeit für das Rathaus. Das hatte aber noch nicht die heutige Größe und Ansicht. Im Laufe der Zeit wurde am Rathaus entsprechend dem Bedarf der wachsenden Stadt Leipzig das Rathaus baulich ergänzt. Die heutige Gestalt des Alten Rathauses wurde im 19. Jahrhundert geschaffen. Ende des 19. Jahrhunderts war dann aber auch dieses baulich ergänzte Rathaus für die gewachsene Stadt zu klein geworden. Die Geschichte wiederholte sich, man diskutierte wieder einige Jahre. Sogar der Abriss des Alten Rathauses wurde erwogen. Es stellte sich aber im Laufe der Zeit heraus, dass der Neubau an dieser Stelle zu klein werden würde. Was macht man dann mit dem leer stehenden Gebäude? Kluge Köpfe setzten sich durch und das Alte Rathaus wurde nicht abgerissen, sondern zu einem Gedenkort für die Leipziger Geschichte umgewandelt.

Erstaunlich für uns war, dass die Sächsische Herrschaft sich finanziell am Bau des Gebäudes beteiligte. Das war aber nicht uneigennützig, sondern hat dazu geführt, dass das oberste Sächsische Gericht (Oberhof- und Schöffengericht) im Rathaus zu Leipzig seinen Sitz hatte. Die eindrucksvolle Galerie von Porträts der Richter ist an den Wänden des Festsaales zu sehen. Natürlich wurde auch an die oberen Hoheiten gedacht. Deren Ganzkörperbilder sind, wie es der Bedeutung dieser Personen entspricht, oberhalb der Porträts der Richter angebracht.

Der anschließende Rundgang durch die Räume (Ratsstube usw.) und die Ausstellungen zur Geschichte Leipzigs war sehr interessant, aber dann doch ziemlich anstrengend für uns Senioren.

Herr Buchmann war für uns ein sehr fachkundiger Führer durch das Alte Rathaus. Wir sind ihm für diese Veranstaltung sehr dankbar.

 

7. Februar 2019 Presseinformation Senioren Union in Leipzig

Befindet sich die Rathausverwaltung im Dornröschenschlaf? Wann wird sie wachgeküsst?

Zu den Tatsachen:

Im Neuen Rathaus befindet sich am Wirtschaftseingang vom Martin-Luther-Ring her ein Lageplan mit dem Hinweis zur Erreichbarkeit der Linien des Öffentlichen Personennahverkehrs. Über den Jahreswechsel 2018 / 2019 wurde der Bereich dieses Eingangs renoviert. Der vor der Renovierung dort vorhandene Lageplan wurde wieder angebracht. Leider enthält dieser Plan immer  noch die falschen Angaben zur Erreichbarkeit der nicht mehr existierenden Straßenbahnlinien 21 und 24 und zur Buslinie 58, wie es auf dem nebenstehenden Bild zu sehen ist.

Dem Vorsitzenden der Senioren Union in Leipzig und Stadtrat, Konrad Riedel, fiel diese falsche Linienangabe schon vor mehr als 10 Jahren auf. Er informierte daraufhin den damaligen Verwaltungsbürgermeister und bat um Richtigstellung auf dem Hinweisschild. Es passierte aber nichts. So blieb der Lageplan mit den falschen Linienangaben bis zum Beginn der Renovierung hängen. Wer gedacht hat, dass nach der Renovierung ein berichtigter Lageplan angebracht wird, hat falsch gedacht. Es wurde wieder derselbe Lageplan, der die falschen Linienangaben  enthält, angebracht.

Die Straßenbahnlinien 21 und 24 wurden am 26. Mai 2001 eingestellt, wie es z.B. unter „Wikipedia“ zu lesen ist. Vermutlich wird auch seit diesem Zeitpunkt die Buslinie 58 nicht mehr betrieben. Trotz intensiver Recherche konnte für die Buslinie 58 das Datum des Betriebsendes nicht mehr festgestellt werden.

Immerhin sind seit dem Datum der Betriebseinstellung der beiden Straßenbahnlinien erst rund 18 Jahre vergangen. Dornröschen hat den Grimm‘schen Märchen nach 100 Jahre geschlafen, bis sie von einem schönen Prinzen wachgeküsst wurde. Wir stellen uns ernsthaft die Frage, müssen wir noch 82 Jahre warten, bis ein berichtigtes Schild im Rathaus angebracht wird. Wir gegenwärtigen Senioren aus der Generation 60 + werden das wohl nicht mehr erleben.

Vielleicht schafft es aber „Leila“ zum Karneval.

Dr. Karl Placht

Stellvertretender Vorsitzender Senioren Union in Leipzig

 

6. Februar 2019 Weiterleitung der Stellungnahme der Senioren Union

Pressemitteilung

Senioren-Union der CDU: Ohne Bedürftigkeitsprüfung keine Grundrente

 In der Debatte über eine künftige Grundrente hat der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU, Prof. Dr. Otto Wulff, massive Kritik an den Plänen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil MdB (SPD) geübt. „Ohne eine Bedürftigkeitsprüfung würde das Lebensleistungsprinzip aufgegeben und wäre das Rentensystem auf Dauer überfordert“, sagte Wulff am Mittwoch in Berlin. „Ein Rentenaufschlag nach dem Gießkannenprinzip ist ungerecht und nicht finanzierbar.“

 Bundesminister Heil MdB hatte vorgeschlagen, ohne Prüfung der Bedürftigkeit für alle Geringverdiener, die mindestens 35 Jahre Beiträge eingezahlt haben (Kindererziehungs- und Pflegezeiten würden dabei angerechnet), eine Grundente von rund 900 Euro monatlich zu zahlen. Wulff lehnte den Vorstoß mit der Begründung ab, dass nur das gemeinsame Haushaltseinkommen der Partner einschließlich der Einnahmen aus privaten Kapitaleinkünften darüber entscheide, ob Menschen in Altersarmut fallen würden. „Auch die Ehefrau eines Spitzenverdieners, die ihr Leben lang Teilzeit gearbeitet hat, würde von der Grundente profitieren. Das ist kein Beitrag gegen Altersarmut“, mahnte Wulff.

 Der Senioren-Unions-Vorsitzende warnte, die Rentenkasse oder den Steuerzahler mit „unausgegorenen und populistischen Konzepten“ zu belasten. „Ohne Prüfung der Bedürftigkeit ist eine Grundente völlig ungeeignet, ungerecht und schlicht unfinanzierbar“, sagte Wulff.

 Berlin, 06.02.2019

 

29. Januar 2019 – Konrad Riedel ist 70 Jahre

Am heutigen Tag vollendete der Vorsitzende der Senioren Union in Leipzig, Konrad Riedel, das Siebzigste Lebensjahr. Für uns ist das ein Anlass, zur Gratulation bei ihm zu erscheinen. Die Vorstandsmitglieder Dr. Johannes Hähle, Andreas Habicht, Hubert Hiersemann, Bernhard Kny und Dr. Karl Placht gratulierten ihm und überbrachten Glückwünsche von zahlreichen Mitgliedern der Senioren Union, Blumen und ein „kleines“ Präsent als Dankbarkeit für seinen unermüdlichen Einsatz für Senioren und Behinderte in Leipzig und darüber hinaus.

Konrad Riedel ist seit 2005 Vorsitzender der Senioren Union in Leipzig. Durch sein Wirken in öffentlichen Funktionen wie Vorsitzender der Senioren Union in Leipzig, stellvertretender Vorsitzender der Senioren Union in Sachsen, stellvertretender Vorsitzender der Landesvertretung der Senioren Sachsens, Stadtrat in Leipzig, Vorsitzender bzw. Mitglied in zahlreichen Gremien hat er eine große öffentliche Beachtung und Aufmerksamkeit für Probleme und Sorgen von Senioren und Behinderten erreicht.

Der Ausdruck seiner Wertschätzung ist auch an den Geburtstagsgratulanten zu sehen. Vertreten waren vom Präsidenten der Handwerkskammer Leipzig über Kleingartenverband bis zum langjährigen privaten Stammtisch viele Gratulanten nicht nur aus Leipzig sondern auch aus Sachsen.

Wir wünschen Konrad Riedel für seinen weiteren Lebensverlauf alles Gute. Vor allem wünschen wir ihm weiter eine robuste Gesundheit, damit er uns Senioren weiter so intensiv und wirkungsvoll vertreten kann.

 

28. Januar 2018 Wir mischen uns ein!

Am 7, Januar haben die Unterzeichnenden einen Brief an den Oberbürgermeister Leipzigs geschrieben. Das Thema war ein Beitrag des Fraktionsvorsitzenden der Grünen zum Fernwärmebezug Leipzigs von Kraftwerk Lippendorf und der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung im Leipziger Amtsblatt Nr. 23/2018. Wir sind besorg über die unrichtige Darstellung von Fernwärmebezug und Ausstieg aus der Braunkohleverstromung durch den Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Leipziger Stadtrat.

Leider haben wir von Oberbürgermeister oder seinem Büro weder eine Eingangsbestätigung unseres Briefes noch eine Antwort bis heute erhalten. Deshalb nutzen wir die Möglichkeit unser Protestschreiben an dieser Stelle nachfolgen zu veröffentlichen.

Leipzig, den 7. Januar 2019

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir wenden uns an Sie mit der Bitte, die nachfolgende Stellungnahme zum Beitrag des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Stadtrat Volger, im Leipziger Amtsblatt 23/2018 den Stadträtinnen und Stadträten zur Kenntnis zu geben.

An den Stadtrat der Stadt Leipzig,

Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,

der im Leipziger Amtsblatt 23/2018, Seite 4, enthaltene Beitrag des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Herrn Norman Volger, „Fernwärmeausstieg sozial verträglich“ kann so nicht hingenommen werden, fordert Richtigstellungen heraus und wirft Fragen auf. Von Mitgliedern der Senioren Union Leipzig wird die Diskussion um den Fernwärmeausstieg Leipzigs schon längere Zeit verfolgt. Aus diesem Grund wurde eine Untersuchung von Personen, die eine jahrzehntelange diesbezügliche Berufserfahrung haben, dazu angefertigt. Diese kommt zu dem Schluss, dass der Ausstieg aus der Fernwärmeversorgung Leipzigs durch das Kraftwerk Lippendorf weder aus ökologischen noch aus wirtschaftlichen Gründen gegenwärtig gerechtfertigt ist. Nachfolgend geben wir Ihnen einen Auszug aus dieser Untersuchung zur Kenntnis. Es erhebt sich darüber hinaus die Frage nach dem warum der Weg der Verfälschung von Fakten beschritten wird. Wir erwarten Sachlichkeit und keine polemisierende Meinungsbildung, besonders bei kritischen Themen, wozu auch die Gegenlichtbilder von Kraftwerken gehören  Diese Taktik greift um sich, wie auch die Bilddokumentationen  dazu  zeigen. Hier wird stets der Wasserdampf der Kühltürme von Kraftwerken im Gegenlicht gezeigt und soll so den Eindruck von Dreckschleudern erwecken. Lippendorf ist eines der modernsten Braunkohlekraftwerke, in dem die vorgegebenen Grenzwerte nach unserem Wissen eingehalten werden und sollte nicht in dieser Weise diskreditiert werden. Wir, das sind potentielle Wähler der Mandatsträger im Stadtrat, erwarten, dass solche unqualifizierten Beiträge, wie der eingangs bezeichnete Beitrag, im Amtsblatt künftig nicht mehr erscheinen.

Der in einer Petition der Grünen an die Stadt Leipzig im September 2017 geforderte sofortige Ausstieg Leipzigs aus der Fernwärmeversorgung durch das Kraftwerk Lippendorf erreicht reichlich ein Jahr später einen traurigen Höhepunkt. Der Oberbürgermeister verkündet in diversen Medien den Ausstieg aus dieser Fernwärmeversorgung zum Jahr 2023. Die notwendige Fernwärme sollen die Stadtwerke Leipzig selbst erzeugen. Dazu sollen ein neues Gas- und Dampfkraftwerk (GUD), diverse dezentrale Blockheizkraftwerke und Biomassekraftwerke als Ersatz errichtet werden. Er führt aber auch eine Belastung an Feinstaub und anderen Schadstoffen Leipzigs durch das Kraftwerk Lippendorf als Begründung für den Ausstieg an.

Die öffentliche Diskussion, die hauptsächlich ideologisch gefärbt ist, wird meistens ohne differenzierte Kenntnisse der technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Zusammenhänge sehr radikal und vorsätzlich falsch geführt (siehe Amtsblatt 23/2018) polemisch geführt.

Zweifellos sind die Verstromung und auch die Fernwärmeerzeugung im Kraftwerk Lippendorf zeitlich begrenzt. Es ist nun mal eine Tatsache, dass die Braunkohlevorräte im Mitteldeutschen Revier je nach Lesart zwischen 2030 und 2040 erschöpft sind. Ab diesem Zeitraum ist ein Ersatz der bisherigen Fernwärmeversorgung aus dem braunkohlegefeuerten Kraftwerk Lippendorf betriebs- und versorgungssicher aufzubauen.

Grundsätzlich hat der Ausstieg Leipzigs aus der Fernwärmeversorgung durch das Kraftwerk Lippendorf nur dann einen ökologischen und ökonomischen Sinn, wenn das Kraftwerk außer Betrieb gesetzt wird. Selbst bei einem Umstieg von Braunkohleverbrennung auf Erdgasverbrennung im Kraftwerk Lippendorf wäre es sinnvoll, weiterhin  Fernwärme zu beziehen, weil es aus thermodynamischen Gründen ökologisch sinnvoll ist, einen Teil der sonst über die Kühltürme an die Umwelt abzuführenden Wärme, wie gehabt, weiter für die Fernwärme zu nutzen!

Die Diskussion, ob ein braunkohlegefeuertes Kraftwerk ein schmutziges Kraftwerk ist, wird von den Medien einseitig in eine Richtung geleitet, indem diese immer wieder Fotografien der Abgasfahne aus den Kühltürmen im Gegenlicht veröffentlichen. Bekanntlich erscheint die ansonsten helle, um nicht zu sagen weiße Abgasfahne aus den Kühltürmen, die zu fast 100 % aus Luft, Wasserdampf und im Nebelzustand befindlichem Wasser besteht, gegen das helle Licht hinter der Abgasfahne dunkel und vermittelt beim Betrachter Schmutz! Auch für ein Kraftwerk, das mit Erdgas gefeuert wird, würde eine solche tendenziöse fotografische Darstellung zu falschen Schlüssen führen!

Bei den Diskussionen stellt sich immer wieder heraus, dass die meisten Diskutanten die Wertigkeit der Zahlen nicht einschätzen können. Allein die Tatsache, dass ein Stoff als schädlich für Mensch und Natur angesehen wird, sagt nicht viel über seine Gefährlichkeit aus. Auf die Dosis kommt es an! Selbst so widersprüchliche Festlegungen wie z.B. die durch Dieselmotoren verursachte NOx Emission, deren Grenzwert im Straßenverkehr 40 µg/m³ ist und dem die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK) in 8 Stunden in Deutschland mit 950 µg/m³ pro 8 Stunden Exposition und in der Schweiz sogar 6000 µg/m³ pro 8 Stunden Exposition gegenüberstehen, führen in der Öffentlichkeit kaum zum Nachdenken über die Sinnfälligkeit oder Sinnlosigkeit solcher Werte.

Gesamtgesellschaftlich gesehen haben wir die Pflicht, die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen so effektiv wie möglich zu nutzen. Dazu gehört auch die Nutzung der im Dampfkraftprozess aus thermodynamischen Gründen sonst in die Umwelt abzuführenden Kondensationswärme zur Fernwärmeversorgung.

Eine wirtschaftliche Betrachtung dieses Themas können wir leider nicht machen, da die meisten Kosten nicht öffentlich bekannt sind. Auch die Frage, ob in den 4 Jahren bis 2023 die Realisierung der Ersatztechnologie überhaupt möglich ist, kann nur verbal betrachtet werden. Bekanntlich dauern allein schon die Genehmigungsverfahren mehrere Jahre. Es sind deshalb berechtigte Zweifel an der Realisierbarkeit der Ersatztechnologien bis 2023 bzw. wie von Volger angegeben 2022, angebracht.

Die Entscheidung zum Ausstieg aus der Fernwärmeversorgung aus Lippendorf widerspricht dem Ziel der Senkung der CO2 Emission. Der Ausstieg Leipzigs aus der Fernwärmeversorgung durch das Kraftwerk Lippendorf widerspricht auch der Forderung nach Nachhaltigkeit und den Klimazielen, zu der sich die BRD verpflichtet hat.

Die Verhältnisse, d.h. pro und contra für den Ausstieg, können sehr genau durch eine Ökobilanz geklärt werden. Die ausschließliche Konzentration auf die Bereitstellung von Fördermitteln, also nur wirtschaftliche und finanzielle Gesichtspunkte, dient keinesfalls der Umwelt. Hier wird genauso gehandelt, wie es die mehr oder weniger selbst ernannten Umweltschützer von Grünen, Greenpeace u. ä. immer wieder der zivilisierten Gesellschaft als umweltschädlich und nicht nachhaltig vorwerfen.

Ein weiterer Gesichtspunkt, der berücksichtigt werden muss, ist die Tatsache, dass die subventionsfrei genutzte Braunkohle als einheimischer Rohstoff sicher zumindest bis 2030 bzw. 2040 zur Verfügung steht. Der Bedarf an Erdgas und auch Erdöl in Deutschland wird vorwiegend durch Importe gedeckt. Diese beiden Rohstoffe kommen über lange Pipelines oder durch einen langen Seetransport nach Deutschland und sind damit von z.T. nicht beeinflussbaren Situationen abhängig. Eingedenk der Energiekrise Anfang der siebziger Jahre ist es dringend geboten, die Versorgungssicherheit durch einheimische Quellen nicht zu vernachlässigen. Deutschland (beide damaligen Staaten) kam nur deshalb energetisch nicht ins Trudeln, weil noch genügend Kapazität durch Stein- und Braunkohle zur Verfügung stand. Heute kämen neben der Braunkohle die erneuerbaren Energien (hauptsächlich Photovoltaik und Windkraft) für die gesicherte Energieversorgung aber auch nur bedingt für Heizzwecke in Frage.

Die erneuerbaren Energien stehen jedoch nicht immer bedarfsgerecht zur Verfügung. In der Nacht scheint nun mal keine Sonne, Windstille ist auch gar nicht so selten und der Zugriff auf nachwachsende Rohstoffe (Dürre anno 2018) ist witterungsabhängig. Ohne die Lösung eines großtechnischen Speicherproblems ist für die erneuerbaren Energien keine Versorgungssicherheit ohne genügend Reserven konventioneller Kapazitäten möglich! Völlig offen und auch unterschätzt werden die Anforderungen der zunehmenden Elektromobilität auf die Versorgungssituation.

Gezeichnet:

Dr. Johannes Hähle und Dr. Karl Placht

23. Januar 2019 Diskussionsveranstaltung zum Thema Geriatrie mit Prof. Thümmler vom Helios Park-Klinikum

Zur heutigen Veranstaltung sei erst einmal eine Begriffserklärung vorangestellt.

Geriatrie ist der Begriff für eine medizinische Spezialdisziplin, die sich mit der Altersmedizin befasst.  Die Geriatrie ist eine Querschnittswissenschaft, die weiter medizinische Disziplinen (Kardiologie, Urologie, Orthopädie usw.) im Sinne älterer Menschen koordiniert.

Ein weiterer Begriff ist die Gerontologie. Diese befasst sich mit den Alterungsvorgängen des Menschen unter Berücksichtigung von biologischen, medizinischen, psychologischen und sozialen Aspekten.

Leipzig war vor dem 2. Weltkrieg ein Ausgangspunkt für Gerontologie und Geriatrie. Prof. Bürger gründete 1938 die „Deutsche Gesellschaft für Altersforschung“, deren heutige „Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie“ die Nachfolgerin der ersteren Gesellschaft ist.

Prof. Ries, der ein Schüler von Prof. Bürger war, wurde 1969 an den ersten Lehrstuhl für Gerontologie Deutschlands als ordentlicher Professor berufen. Nach seinem Tod 2007 verwaiste dieser Lehrstuhl an der Leipziger Universität.

Beide, Geriatrie und Gerontologie, als wissenschaftliche Disziplinen sind für uns Senioren nicht ohne Bedeutung. Deshalb haben wir diese Veranstaltung organisiert und in Prof. Ch. Thümmler einen sachkundigen Vertreter dieser Disziplinen als Referenten gewinnen können.

Im Leipziger Helios Klinikum wurde zu Beginn des Jahres 2015 die Klinik für Akutgeriatrie und Frührehabilitation eröffnet. Per 1. Januar 2018 wurde Prof. Christoph Thümmler als Chefarzt an diese Klinik berufen. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz richtete bisher 5 überregionale Zentren für Altersmedizin ein. Im Leipziger Raum sind das das Helios Park Klinikum und das Sana Geriatriezentrum in Zwenkau. Das erste überregionale  Zentrum für Altersmedizin  in Sachsen wurde in der Leipziger Heliosklinik am 1. September 2018 eingerichtet. Der Leiter dieses Zentrums ist unser heutiger Referent, Prof. Thümmler.

Die Bedeutung der Altersforschung und medizinischen Betreuung gewinnt durch den immer höheren Anteil an Menschen der Generation 60 + deutlich an Bedeutung. Leider ist dieses Thema gegenüber anderen gegenwärtigen gesellschaftlichen Problemen (Migration, Energiewende usw.) in der Diskussion und Wahrnehmung  in der Öffentlichkeit nicht analog vertreten.  In der Hauptsache wird die Betreuung älterer Menschen auf Pflege und deren Kosten reduziert. Das ist aber nicht alles, was die Geriatrie betrifft. Es bewegt sich in der jüngsten Vergangenheit diesbezüglich einiges.

Das Helios Park Klinikum verfügt mit ihrem geriatrischen Zentrum gegenwärtig über 72 stationäre Betten. In diesem Jahr soll noch eine Tagesklinik mit zunächst 10 Betten eingerichtet werden. Ein weiterer Ausbau der Tagesklinik ist in der Planung.

Für Leipzig sind die Geriatrieabteilungen in den Krankenhäusern (Helios Klinik, St. Georg und St. Elisabeth) und einigen niedergelassenen Ärzte bedeutungsvoll, da trotz der offiziellen Verkündung, dass Leipzig immer jünger wird, die Anzahl der Einwohner 60+ ständig ansteigt. Das kann in den Ortsteilkatalogen nachgelesen werden.

Prof. Thümmler schilderte die Situation, die zur Einweisung von Senioren in die Kliniken für Altersmedizin führen, so:

70 % der Eingewiesenen haben Mangelzustände. Das sind hauptsächlich:

  • Dehydration
  • Mangel an Elektrolytelementen (Kalium, Natrium)
  • Vitaminmangel
  • Fehlernährung
  • Psychologische Probleme (z.B. Depression)

Es ist deshalb wichtig, die richtige Diagnose zu stellen. Nicht alle geriatrisch zu behandelnden Personen müssen stationär in Kliniken aufgenommen werden. Klinikaufenthalte für über Siebzigjährige sind Stress, da sie aus der gewohnten Umgebung herausgerissen werden. In der ungewohnten Umgebung einer Klinik kommt es bei diesen Personen häufig zu solchen Problemen wie Orientierungslosigkeit und Stürze. Die Betreuung in Tageskliniken gewinnt deshalb an Bedeutung. Es ist besser und wahrscheinlich auch kostengünstiger, den geriatrischen Patienten in einer solchen Einrichtung aufzunehmen und täglich von zu Hause in die Tagesklinik zu transportieren. Da geriatrische Patienten in der Mehrzahl an mehreren gesundheitlichen Problemen leiden und entsprechend medizinisch behandelt werden, ist es zweckmäßig, das in einer Tagesklinik kompakt zu erledigen. Es entfallen dadurch viel Transporte und damit auch zusätzliche Belastungen des Patienten. Positiv wirkt sich auch aus, das der Patient einen großen Teil des Tages in seiner gewohnten Umgebung mit seiner Familie oder Bekannten verbringen kann.Der Krankenhausaufenthalt eines geriatrischen Patienten beträgt in der Regel bis zu 2 Wochen. Die Betreuung in der nachklinischen Phase durch geriatrisches Fachpersonal ist bisher nicht vorgesehen. Dafür wäre der Hausarzt zuständig. Besonders wichtig ist deshalb die Zusammenarbeit von Geriatern und Hausärzten. Dafür sind die jetzt in Sachsen geschaffenen Zentren für Altersmedizin vorgesehen.Das gegenwärtig zur Verfügung stehende Betreuungspersonal (Diätassistenten, Ernährungswissenschaftler) ist bei weitem nicht ausreichend. Das trifft auch auf das Heliosklinikum in Leipzig zu. Im gesamten Helios Klinikum stehen nur 2 Diätassistenten zur Verfügung.Bürokratische Prozesse wirken hindernd auf die die wirksame Tätigkeit der überregionalen Zentren für Altersmedizin. Die Aufgaben und Rahmenbedingungen werden vom Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz vorgegeben. Die finanzielle Absicherung muss aber mit den Kassen verhandelt werden. Das ist oft sehr schwierig und zeitaufwendig.Wichtig ist es, wenn die Zentren für Altersmedizin ihren Aufgaben gerecht werden sollen, das für Beratung und Informationsaustausch eine zeitgerechte Kommunikation möglich ist. Die von den Kliniken vorgeschlagenen und mit Fördermitteln auszustattenden Entwicklungsarbeiten bedürfen einer intensiven Beurteilung. Leider sind die mit den entsprechenden Gutachten zur Förderfähigkeit vorgesehenen und beauftragten Institutionen nicht immer fachlich ausreichend qualifiziert. Die Folge ist, dass manche dieser Anträge abschlägig beschieden werden. Auch hier ist Geduld und ein langer Atem notwendig, die notwendigen Entwicklungen finanziell und gegen die Bürokratie durchzustehen.

  • Die Anwesenden waren sich einig, dass diese Veranstaltung für uns sehr nützlich war. Wir danken Prof. Thümmler für seinen Beitrag zum Gelingen dieser Veranstaltung.
  • Nach dem Vortrag von Prof. Thümmler und einer ausreichenden Diskussionszeit war die Veranstaltung bei zahlreicher Teilnahme unserer Mitglieder nach zwei Stunden beendet. Es wurde der Wunsch geäußert, das Zentrum für Altersmedizin im Helios Klinikum direkt zu besuchen. Das ist für den Herbst 2019 vorgesehen.

3. Januar 2019 Stellungnahme der Senioren Union zum LVZ Artikel vom 2. Januar 2019 „Frauen Union fordert Erneuerung der CDU“

Wenn es nur so einfach wäre! Verjüngen und mehr Frauen lösen eben nicht das Problem!

Stellungnahme der Senioren Union zum Artikel in der LVZ 2.1.2019 – Frauen Union fordert Erneuerung der CDU

Der Presseartikel LVZ wirft eine Reihe von Fragen auf. Konservativ heißt nicht am Veralteten festhalten, sondern Bewährtes weiterzuentwickeln.

Und dabei soll eine große Volkspartei auch den Aufbau der Gesellschaft widerspiegeln und nicht einseitig Gruppen bevorzugen. Nur, wenn sich alle Generationen vertreten fühlen, werden wir von der Wählerschaft akzeptiert. Dabei dürften allerdings die Inhalte eine größere Rolle als die Personenanzahl spielen.

Wenn man sich nur auf bestimmte Personengruppen beschränkt, wird man auch nur von diesen akzeptiert. Wer die Alten ausschließt, wird unsere größte Wählergruppe verlieren. Die Senioren – Union hat stets Wert auf Zusammenarbeit gelegt „Wir brauchen keine Politik für Senioren sondern mit Senioren“ ist unser Motto dabei, denn „Zukunft braucht Erfahrung“. Es wäre wohl leichtfertig darauf zu verzichten. Aus diesen Gründen wollen wir auch keine Quotenreglung! Generationen übergreifende, von fähigen Frauen und Männer besetzte Gremien, sind der sicherste Weg für eine gute Politik. Nur damit kann man das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen.

Nur gemeinsam sind wir stark. Deshalb lasst uns Wege finden, das voranzutreiben, statt öffentlich ein Bild der Uneinigkeit abzugeben. Damit ist wohl keiner Interessengruppe in der CDU gedient.

Bekanntlich führt in der Öffentlichkeit ausgetragener Streit dazu, dass wir immer weniger Rückhalt in der Bevölkerung finden, wie es in der zweiten Hälfte von 2018 festzustellen war.

Konrad Riedel, Vorsitzender Senioren Union Leipzig

Dr. Johannes Hähle, Stellvertretender Vorsitzender Senioren Union Leipzig

Dr. Karl Placht, Stellvertretender Vorsitzender Senioren Union Leipzig