16. September 2026 – Demokratie ist nicht selbstverständlich
Zum Internationalen Tag der Demokratie ruft die Senioren-Union in Leipzig dazu auf, Freiheit und Demokratie gemeinsam zu stärken.
Gerade die ältere Generation weiß aus eigener Erfahrung, dass Freiheit, freie Wahlen und demokratische Grundrechte keine Selbstverständlichkeit sind. Deutschland hat zwei Diktaturen erlebt. Deshalb müssen wir unsere Demokratie heute mit Überzeugung verteidigen und zugleich jeden Tag neu mit Leben erfüllen.
„Demokratie lebt von der Mitte unserer Gesellschaft – von den Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich engagieren und unser Gemeinwesen tragen. Wir müssen insbesondere das Ehrenamt stärken, denn dort wird Demokratie tagtäglich konkret gelebt“, erklären Mitglieder des Kreisvorstandes der Senioren-Union in Leipzig.
Die Senioren-Union Leipzig sieht deshalb Vereine, Ehrenamt, Feuerwehren, Kirchen und bürgerschaftliche Initiativen als unverzichtbare Säulen unserer Demokratie. Staatliche Demokratieförderung sollte dieses Engagement stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
Demokratie beginnt vor Ort: miteinander reden, Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen. Dafür steht die Senioren-Union.
1. September 2026 Appel des Bundesvorsitzenden der Senioren-Union, Hubert Hüppe
Aus Erfahrung demokratisch – Aus Verantwortung wählen
Ein Appell des Bundesvorsitzenden der Senioren-Union, Hubert Hüppe
Demokratie ist ein hohes Gut, aber keine Selbstverständlichkeit. Sie darf nicht den Radikalen überlassen werden – weder rechts noch links.
Wir Älteren wissen aus eigener Erfahrung, wohin politische Radikalisierung führen kann. Wir haben erlebt oder aus nächster Nähe erfahren, was es bedeutet, wenn Freiheit, Rechtsstaat und demokratische Ordnung verloren gehen. Deshalb haben wir heute eine besondere Verantwortung: Wir dürfen nicht wegsehen, wenn die extremen politischen Ränder von AfD, über die Linke bis hin zum BSW stärker werden und die politische Landschaft bestimmen wollen.
Die anstehenden Wahlen sind deshalb mehr als ein Wettbewerb um Mehrheiten. Sie sind eine Entscheidung darüber, welche politische Kultur unser Land prägen soll und in welchem Deutschland unsere Kinder und Enkel leben werden.
Radikale Kräfte von rechts und links arbeiten mit Angst, Feindbildern, leeren Versprechungen und vermeintlich einfachen Antworten. Sie bekämpfen demokratische Institutionen, machen politische Gegner verächtlich und überschreiten die Grenzen des demokratischen Miteinanders. Das dürfen wir nicht als normalen politischen Streit hinnehmen.
Wir Älteren sind keineswegs mit allem zufrieden. Wir haben berechtigte Sorgen – um Sicherheit, Migration, Wirtschaft, Rente und Pflege. Wir erwarten von der Politik Lösungen und Ergebnisse. Aber wer mit der Politik unzufrieden ist, muss deshalb nicht mit der Demokratie brechen.
Unsere Antwort muss klar sein: Unterschiedliche Positionen ja, Extremismus nein. Veränderung ja, aber auf dem Boden von Demokratie und Rechtsstaat.
Gerade wir Älteren müssen reden. Und wir müssen zuhören, überzeugen und widersprechen, wenn politische Radikalisierung als vermeintlich einfache Lösung angeboten wird.
Deshalb mein Appell:
Nutzen Sie Ihre Stimme und Ihre Lebenserfahrung. Machen Sie deutlich, dass unser Land keine politischen Extreme will, sondern eine starke demokratische Mitte, die Probleme löst und Verantwortung übernimmt.
Wir haben erlebt, was auf dem Spiel steht. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass unsere Kinder und Enkel in Freiheit und Demokratie leben können.
Bundesvorsitzender der Senioren-Union der CDU
27. August 2026 – Sommerfest der Senioren-Union in Leipzig
Nachdem wir in den vergangenen Jahren unser Sommerfest auf dem Gelände der Parkeisenbahn am Auensee feiern konnten, war das in diesem Jahr nicht mehr möglich. Der Kontakt zum Parkeisenbahnverein kam nicht mehr zustande. Dank des Mitgliedes der Senioren-Union, Christian Lohmeier, der auch der Präsident der SV LIPSIA ist, konnten wir in diesem Jahr auf dem Gelände des SV Lipsia in Eutritzsch uns am 26. August zum Sommerfest treffen. Wir müssen ja beim Organisieren des Sommerfestes darauf achten, dass entsprechend des aktuellen Wetters sowohl das Fest im Freien oder in einem Saal stattfinden kann.
Wir hatten Funktionsträger der CDU Leipzigs zum Sommerfest eigeladen. Leider konnten der Bundestagsabgeordnete und die Landtagsabgeordneten wegen dringender Beratungen der entsprechenden Parlamente bzw. Ausschüsse nicht teilnehmen. Allerdings traf das nicht auf die CDU-Fraktion zu. So war der Fraktionsvorsitzende der CDU im Leipziger Stadtrat und Kandidat der CDU für die Oberbürgermeisterwahl 2027 in Leipzig, Michael Weickert, als gern gesehener Gast Teilnehmer am Sommerfest.
Nach der Begrüßung der dieses Mal nicht allzuzahlreichen Teilnehmer durch den Vorsitzenden der Senioren-Union Leipzig, Konrad Riedel, stellte Christian Lohmeier den Sportverein SV LIPSIA vor. Schwierig ist es auch für den relativ kleinen Verein mit ca. 450 Mitgliedern, die finanzielle Absicherung des Vereins in der gegenwärtigen Zeit der klammen Kommunalkassen und geringer werdenden finanziellen Zuwendungen durch Kommune und Land zu stemmen. Das geht nur mit einer sehr starken ehrenamtlichen Tätigkeit aller Mitglieder des Vereins.
Wir konnten uns an Hand des Übungsbetriebes ab 16 Uhr von der Lebendigkeit der Vereinsarbeit überzeugen. Besonders wichtig ist es, dass dieser Verein sehr viele Kinder und Jugendliche sozusagen von der Straße holt.
Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Leipziger Stadtrat und Bürgermeisterkandidat der CDU, Michael Weickert, brachte zum Ausdruck, dass er sehr gerne den Einladungen der Senioren-Union Folge leistet.
Bis hierher spielte sich alles im Freien ab. Wir mussten dann nach mehreren gehäuften Belästigungen durch Wespen uns in das Innere des Vereinsgebäudes zurückziehen. Inzwischen war durch Mitglieder des Sportvereins für unser leibliches Wohl gesorgt worden. Bei Bratwurst, Steak und bayerischen Leberkäse liefen viele Gespräche untereinander und auch mit dem Bürgermeisterkandidaten der CDU.
Nach rund zwei Stunden machten wir uns wieder auf den Heimweg. Zuvor lief aber eine Spendensammlung zur Unterstützung des Sportvereins. Diese erbrachte rund 100 €.
Wir danken Christian Lohmeier und seinen Mitstreitern dafür, dass wir unser Sommerfest durchführen konnten und für die gute Betreuung.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzender Senioren-Union in Leipzig
27. August 2026, Korrektur Rentenanspruch bei Pflege von Angehörigen
Senioren-Union in Leipzig begrüßt Kurskorrektur
bei Rentenansprüchen pflegender Angehöriger
Die Senioren-Union der CDU Deutschlands in Leipzig begrüßt die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann, die geplante Kürzung der Rentenansprüche pflegender Angehöriger zurückzunehmen. Linnemann hatte erklärt, sich dafür einzusetzen, dass pflegenden Angehörigen bei den Rentenpunkten keine Nachteile entstehen.
Damit nimmt der Bundesgesundheitsminister eine zentrale Forderung der Senioren-Union auf. Die ursprünglich vorgesehene Absenkung der von der Pflegeversicherung gezahlten Rentenbeiträge auf 70 Prozent hätte aus Sicht der Senioren-Union ein falsches Signal gesetzt. Gerade diejenigen, die mit großem persönlichem Einsatz die häusliche Pflege ihrer Angehörigen gewährleisten, dürfen bei ihrer eigenen Alterssicherung nicht schlechter gestellt werden.
Wir vom Kreisvorstand der Senioren-Union in Leipzig erklären: „Die größte Pflegeeinrichtung Deutschlands ist die Familie. Wer einen Angehörigen pflegt, übernimmt eine Verantwortung, die ansonsten vielfach von professionellen Pflegeeinrichtungen und damit zu erheblichen zusätzlichen Kosten übernommen werden müsste. Deshalb ist es richtig, dass Gesundheitsminister Linnemann die geplante Kürzung der Rentenansprüche pflegender Angehöriger stoppen will. Wer durch seine Pflege einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Staates und der Pflegeversicherung leistet, darf dafür bei der eigenen Alterssicherung nicht bestraft werden.“
Die Senioren-Union Leipzig unterstützt zugleich die Einschätzung des Bundesgesundheitsministers, dass pflegende Angehörige stärker in den Mittelpunkt der Pflegepolitik rücken müssen. Mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen wird überwiegend im familiären Umfeld versorgt. Viele Angehörige reduzieren dafür ihre berufliche Tätigkeit oder geben sie vollständig auf. Die von der Pflegeversicherung übernommenen Rentenbeiträge sollen dazu beitragen, die daraus entstehenden Nachteile bei der Alterssicherung zumindest teilweise auszugleichen.
29. Juli 2026 Informationsveranstaltung Entwicklung Hörgeräte im Hörzentrum Gromke
Inzwischen sind es schon neun Jahre her, dass wir uns zur Entwicklung der Hörgerätetechnik im Hörzentrum Gromke informiert haben. Schon damals war durch die Entwicklung immer leistungsfähigerer Speicherchips eine deutliche Entwicklung dieser Technik feststellbar. Es war also an der Zeit, dass wir uns zu den neuesten Entwicklungen der Hörtechnik wieder einmal informierten. Was nun heute der Fall war.
Wir wurden von der Gründerin des Hörzentrums, Frau Gabriele Gromke, und der heutigen Geschäftsführerin, Frau Beate Gromke, begrüßt. Den fachlichen Teil hat Herr Michael Willenberg übernommen. Dieser führte uns in den gegenwärtigen Stand und der künftigen Entwicklung der Hörtechnik ein. Das war beeindruckend.
Ich nutze inzwischen seit 17 Jahren Hörgeräte. Die erste Ausführung hatte noch den Lautsprecher im Hinterohrgerät. Der Schall wurde durch einen Schlauch ins Ohr übertragen. Auch damals konnte ich eine sehr deutliche Verbesserung meines Hörens feststellen. Die nahezu unsichtbaren Hinter-dem-Ohr-Geräte wurden ab 1956 nach der Erfindung der Transistoren eingeführt. Diese waren aber noch ziemlich klobig. Vor allem die Stromversorgung war dafür mitverantwortlich. Der nächste Schritt der Entwicklung führte zu den im-Ohr-Geräten (IdO) ab 1966. Mit der Entwicklung der digitalen Technik wurde die Massenproduktion dieser IdO ab der Mitte der 1990 -Jahre möglich. Der Nachteil dieser Geräte damals war die kurze Akkulaufzeit von etwa 6 Stunden.
Vor sieben Jahren bekam ich ein neues Hörgerät. Dieses Gerät hatte den Lautsprecher im Ohr. Das ergab wieder eine deutliche Verbesserung des Hörens. Beim vorhergehenden Gerät reichte die Batterie rund eine Woche. Im neuen Hörgerät reichte eine Batterie schon rund 2 Wochen. Es gab damals schon wiederaufladbare Akkus. Diese reichten aber nur für 6 Stunden Betrieb. Das war für mich keine Lösung. Inzwischen ist die Betriebsdauer für eine Akkuladung auf 20 Stunden angestiegen.
Herr Willenberg zeigte uns die neuesten Hörgeräte, die allesamt der Klasse der im-Ohr-Geräte zugeordnet sind. Die Frage der Stromversorgung ist auch klar gelöst. Es werden nur wiederaufladbare Akkus verwendet, die mit einer Ladung etwa 20 Stunden reichen. Das ist akzeptabel. Außerdem verfügt diese Geräteausführung über eine Schnellladefunktion, die nochmals kurzfristig eine kürzere Betriebsdauer erlaubt.
Eine weitere Entwicklung ist das Hören mit einer Brille. Dazu werden mehrere Mikrofone an der Stirnseite der Brille angebracht. Die Lautsprecher sind in beiden Brillenbügeln unmittelbar am Ohr. Diese Ausführung ist für niedrige oder mittlere Hörverluste gedacht. Die Einstellung der Hörsituation erfolgt wie bei den im-Ohr-Geräten über das Smartphon.
Auch die gegenwärtige Entwicklung der Informationstechnologie in Form der Künstlichen Intelligenz wird vorteilhaft für die Hörgerätetechnik zum besseren Sprachverständnis genutzt.
Neben dem klassischen Arbeitsgebiet der Gromkefirma – der Versorgung von Hörgeschädigten mit den entsprechenden Hörgeräten – ist diese Firma unter anderem auch in Verbindung mit der Leipziger Universität, dem Zentrum für Musikermedizin und der Leipziger Oper forschungsmäßig im Vorhaben MUSOK – Hörgesundheit für Orchestermusizierende tätig.
Nach dem sehr verständnisvollen Vortrag von Herrn Willenberg wurden von ihm und Frau Gromke noch unsere Fragen beantwortet. Wichtig war auch zu wissen, wann die nächste Generation neuer Hörgeräte auf dem Mark erscheint. Das soll ab Anfang November 2026 der Fall sein.
Wir danken Frau Gabriele Gromke, Frau Beate Gromke und Herrn Michael Willenberg für die sehr gelungene Veranstaltung.
Dr. Karl Placht
Stellvertr. Vors. Senioren-Union, KV Leipzig
30. Juli 2026 Attentat CSD Berlin
5. Juli 2026 Hitzebelastung für uns Senioren
Heute haben wir einigermaßen erträgliche Temperaturen. Doch, wenn man den Wetterfröschen glauben kann, trifft die nächste Hitzewelle ab Freitag wieder uns in Mitteldeutschland. Vorsorge ist deshalb nötig. Auch der Bundesvorstand der Senioren-Union hat sich den Wetterunbilden angenommen. Von stellvertretenden Vorsitzenden der Senioren-Union, Claus Bernhold erhielten wir den folgenden Beitrag:
Der Text ist leicht leserlich, wenn auf die Bilder geklickt wird und „Link in neuem Fenster öffnen“ aufgerufen wird. Diese Beiträge wurde uns von Claus Bernhold, Stellvertretender Vorsitzender der Bundes Senioren-Union, übermittelt.
23. Juni 2026 – Gedenkveranstaltung zum Volksaufstand am 17. Juni 1053
- Juni 2026 Gedenkfeier zum Volksaufstand am 17. Juni 1953 am Bismarckturm in Leipzig-Lützschena
Gegen das Vergessen
Auch in diesem Jahr fand traditionsgemäß die Gedenkveranstaltung zum Volksaufstand am 17. Juni 1953 am Bismarckturm in Leipzig-Lützschena statt. Organisiert hatten diese Gedenkfeier wieder die Leipziger CDU-Ortsverbände Nord und Nordwest in Verbindung mit dem Bismarckturmverein in Lützschena.
Nach der Begrüßung durch Wolf-Dietrich Rost, MdL, und Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Leipzig Nord hielt Jens Lehmann, MdB, die Gedenkansprache. Er stellte die Verbindung zwischen dem ersten Reichskanzler Deutschlands im 19.Jahrhundert Bismarck, der der Namensgeber des Turmes in Lützschena ist, dem Volkaufstand am 17. Juni 1953 und der friedlichen Revolution Ende 1989, die zur erneuten Wiedervereinigung Deutschlands führte, her.
Daran schloss sich eine kurze Ansprache des designierten CDU Oberbürgermeisterkandidaten, Michael Weickert, an.
Umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung wieder vom Sächsischen Blechbläserensemble.
Wir Senioren d.h. wir über Achtzigjährigen, die den Volksaufstand am 17. Juni 1953 noch als Kinder bzw. Jugendliche als Zeitzeugen bewusst erlebt haben, halten die Gedenkveranstaltungen zum Volksaufstand von 1953 als ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen. Entsprechend waren wir Mitglieder der Senioren-Union auf dieser Veranstaltung vertreten.
Nach den Ansprachen konnte wir mit dem designierten Oberbürgermeisterkandidaten, Michael Weickert ausführlich diskutieren.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzender Senioren-Union, KV Leipzig
13. Juni 2026 Forderung der Senioren-Union von CDU und CSU
Senioren-Union aus CDU und CSU:
Keine Rentenkürzungen für pflegende Angehörige
Die Senioren-Union aus CDU und CSU fordern in einer gemeinsamen Erklärung nachdrücklich dazu auf, die im Pflegeneuordnungsgesetz geplanten Kürzungen bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger zurückzunehmen.
Pflege durch Angehörige verdient Respekt, Anerkennung und eine verlässliche soziale Absicherung. Wer die tragende Säule unseres Pflegesystems schwächt, handelt kurzsichtig und gefährdet die Zukunft der Pflege in Deutschland.
„Die größte Pflegeeinrichtung in Deutschland ist die Familie. Die geplante Absenkung der Bezugsgrößen um 30 Prozent bedeutet eine gravierende Schlechterstellung für unzählige Menschen, die Angehörige pflegen und dafür ihre Erwerbstätigkeit einschränken oder ganz aufgeben. Damit werden ausgerechnet diejenigen schlechter gestellt, die durch ihren Einsatz die häusliche Pflege ermöglichen und die Sozialversicherungssysteme jeden Tag entlasten. Das ist macht weder finanziell und menschlich Sinn.“, warnt Hubert Hüppe, Vorsitzender der Senioren-Union der CDU.
Kürzungen bei der Pflegerente sind ein Angriff auf die häusliche Pflege
Pflegende Angehörige ersparen Staat, Pflegeversicherung und Sozialkassen jedes Jahr Milliardenbeträge. Ohne ihren Einsatz müssten deutlich mehr professionelle Pflegekräfte eingesetzt und zusätzliche stationäre Pflegeplätze finanziert werden. Die dadurch entstehenden Mehrkosten würden die jetzt geplanten Einsparungen bei weitem übersteigen.
„Der Gesetzentwurf sendet mit diesem Vorhaben ein fatales Signal. Wer Pflege leistet, darf dafür im Alter nicht bestraft werden. Statt die häusliche Pflege zu schwächen, muss sie gestärkt werden. Denn wenn sich immer mehr Familien gezwungen sehen, professionelle Pflegeleistungen in Anspruch zu nehmen, werden die finanziellen Belastungen für die Pflegeversicherung weiter steigen.“, stellt der Vorsitzende der Senioren-Union der CSU, Franz Meyer fest.
Einig sind sich die beiden Vereinigungen auch darin, dass die erforderlichen Finanzmittel zur weiteren Absicherung der häuslichen Pflege nicht aus dem Beitragsaufkommen der Pflegekassen, sondern aus Steuermitteln bereitgestellt werden sollten.
Wer Angehörige pflegt, verdient Respekt statt Rentenkürzungen
Die Seniorenvereinigungen aus CDU und CSU lehnen daher jede Kürzung bei der rentenrechtlichen Absicherung pflegender Angehöriger entschieden ab. Wer Verantwortung für seine Familie übernimmt und Pflege ermöglicht, leistet Dienst an der Gemeinschaft und verdient Unterstützung statt Benachteiligung.
Berlin – München
- Juni 2026
25. Mai 2026 77 Jahre Grundgesetz
Vor 77 Jahren wurde am 23. Mai 1949 das Grundgesetz veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung des Grundgesetzes wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Erstmals wurde auch am 23. Mai 2026 dieser Ehrentag als Mitmachtag für Demokratie, Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement begangen.
Die Senioren-Union würdigt diesen Tag mit der folgenden Stellungnahme:
Der Text ist leicht leserlich, wenn auf die Bilder geklickt wird und „Link in neuem Fenster öffnen“ aufgerufen wird. Diese Beiträge wurde uns von Claus Bernhold, Stellvertretender Vorsitzender der Bundes Senioren-Union, übermittelt.
20. Mai 2026 Stärkung Bevölkerungs- und Katastrophenschutz
Der Text ist leicht leserlich, wenn auf die Bilder geklickt wird und „Link in neuem Fenster öffnen“ aufgerufen wird. Diese Beiträge wurde uns von Claus Bernhold, Stellvertretender Vorsitzender der Bundes Senioren-Union, übermittelt.
19. Mai 2026 Tag der Pflegenden
Der Text ist leicht leserlich, wenn auf die Bilder geklickt wird und „Link in neuem Fenster öffnen“ aufgerufen wird. Diese Beiträge wurde uns von Claus Bernhold, Stellvertretender Vorsitzender der Bundes Senioren-Union, übermittelt.
15. Mai 2026 Teilhabe ohne Barrieren
Senioren-Union aus CDU und CSU für Teilhabe ohne Barrieren
Die Seniorenvereinigungen von CDU und CSU haben bei einer gemeinsamen Sitzung in München die Erklärung „Teilhabe ohne digitale Barrieren“ verabschiedet. Damit setzen sie ein klares Zeichen für eine Digitalisierung, die allen Menschen zugutekommt und niemanden ausschließt.
Digitale Anwendungen, Künstliche Intelligenz und moderne Kommunikationstechnologien eröffnen gerade älteren Menschen neue Möglichkeiten für mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und Lebensqualität – etwa im Gesundheitswesen, durch Smart – Home – Lösungen oder bei der sozialen Teilhabe. Die Senioren-Union begrüßt daher ausdrücklich digitale Angebote, die den Alltag erleichtern und gesellschaftliche Teilhabe stärken.
Zugleich weist die Senioren-Union darauf hin, dass viele ältere Menschen digitale Angebote bislang nur eingeschränkt nutzen können oder aus Sicherheitsgründen bewusst zurückhaltend sind. Umso wichtiger seien leicht zugängliche, verständliche und sichere digitale Lösungen.
„Mit der Münchner Erklärung unterstreichen wir, dass insbesondere ältere Menschen gezielte Unterstützung und leicht zugängliche digitale Angebote benötigen, damit sie digitale Anwendungen sicher und selbstbewusst nutzen können“, erklärt der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU, Hubert Hüppe.
Die Senioren-Union fordert deshalb, dass digitale Angebote analoge Zugänge ergänzen und nicht ersetzen. Staatliche Leistungen müssten weiterhin persönlich, telefonisch oder schriftlich erreichbar bleiben. Schalter, Filialen und Beratungsangebote seien auch künftig unverzichtbar. Zudem dürften finanzielle Vorteile nicht ausschließlich digitalen Nutzern vorbehalten sein.
Mit der einstimmig verabschiedeten „Münchner Erklärung“ sprechen sich die Seniorenvereinigungen von CDU und CSU außerdem klar für den Erhalt von Bargeld als wichtigem analogen Zahlungsmittel aus.
„Wir sehen in der fortschreitenden Verdrängung von Bargeld erhebliche gesellschaftliche Auswirkungen, die insbesondere ältere Menschen betreffen. Deshalb werden wir diese Entwicklung weiterhin kritisch begleiten und setzen uns dafür ein, dass Teilhabe und Wahlfreiheit auch auf diesem Sektor erhalten bleiben“, betont Franz Meyer, Vorsitzender der Senioren-Union der CSU.
22. April 2026 – Stellungnahmen der Bundes Senioren-Union zu aktuellen Entwicklungen und Diskussionen
Der Text ist leicht leserlich, wenn auf die Bilder geklickt wird und „Link in neuem Fenster öffnen“ aufgerufen wird. Diese Beiträge wurde uns von Claus Bernhold, Stellvertretender Vorsitzender der Bundes Senioren-Union, übermittelt.
12. März 2026 Besuch des Botanischen Gartens der Universität Leipzig
Im April 2015 also vor fast 11 Jahren besuchten wir schon einmal den Botanischen Garten der Universität Leipzig. Es war also an der Zeit, wieder einmal dem Botanischen Garten einen Besuch abzustatten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Terminabstimmung war es am 12. März für unseren Besuch soweit. Lag 2015 der Schwerpunkt der Besichtigung in den Gewächshäusern, so waren dieses Mal die Freianlagen mit dem Schwerpunkt „Frühjahrsblüher“ dran.
Leider nahmen wieder nur sehr wenige Mitglieder unseres Verbandes der Senioren-Union an dieser Veranstaltung teil. Absagen erreichten mich noch kurz vor der Veranstaltung.
Herr Ralf Pannowitsch vom Förderverein des Botanischen Gartens übernahm die Führung. Zunächst wurden uns einige Bäume vorgestellt. Darunter war eine etwa Dreihundertjährige Blutbuche, die mit Seilen vor dem Umfallen gesichert war. Die Blutbuche hat im Stamm verschiedene Risse, in denen sich Pilze und andere Mikroorganismen angesiedelt haben, die auch den Wassertransport zur Baumkrone behindern.
Auf dem Bild ist zu sehen, dass die Äste der Baumkrone deshalb schon stark zurückgeschnitten wurden. Das „Absterben“ der Blutbuche wird wissenschaftlich begleitet.
Der weitere Weg führte uns an den schon teilweise in der Blüte stehenden Rhododendren und Beeten mit zahlreichen Frühblühern weiter.
Am ehemaligen Inspektorenhaus (früher Wohnsitz des Gartendirektors) stehen chinesische Palmen, die bis zu -18 °C winterhart sind. Diese tragen gegenwärtig schon zahlreiche Früchte.
Auch den Arbeitsbereich der Gärtner in den Gewächshäusern konnten wir einsehen. Noch war hier eine fast beschauliche Ruhe vor den bald anstehenden Pflanzaktionen vorhanden.
Zum Abschluss ging es noch kurz in die öffentlich besuchbaren Gewächshäuser. Dort waren zwei Bäume zu sehen, die den Bombenangriff am 4. Dezember 1943 überstanden haben. Eine Kamelie, die davon betroffen war, hat bei der damaligen klirrenden Kälte die Zerstörung des Botanischen Gartens überstanden und steht gegenwärtig in voller Blüte.
Nach rund eineinhalb Stunden war der Rundgang beendet. Für uns Senioren war der Rundgang schon ganz schön anstrengend.
Wir danken Herr Pannowitsch für die äußerts interessante Führung durch den Botanischen Garten. Er hat uns Teilnehmer mit seinen verständlichen Erklärungen sehr bereichert. Wir werden bei Gelegenheit wieder eine solchen Besuch machen.
Dr. Karl Placht -Stellvertr. Vors. Senioren-Union Leipzig
27. Januar 2026 – Künstliche Intelligenz (KI) – Fluch oder Segen für uns Senioren?
– Eine Einführung –
Im gesellschaftlichen Leben spielt die „Künstliche Intelligenz“ eine immer größere Rolle. Auch uns Senioren betrifft diese Erscheinung, ohne dass wir wissen, was sich dahinter verbirgt. Kaum einer von uns hat sich bisher mit den Grundlagen der KI näher beschäftigt. Vielfach werden auch Ängste in Verbindung mit KI hervorgerufen. So lag es nahe, einen profunden Anwender der Technik der KI für eine Veranstaltung zu suchen und zu gewinnen.
Wir hatten Glück, das der Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes Leipzig, Rainer Burgold, sich in diesem Metier sehr gut auskennt.
Wir trafen uns am 27. Januar zu dieser Veranstaltung. Leider hatte das Winterwetter auch in Leipzig kräftig zugeschlagen. Aber immerhin kamen trotz der winterlichen Behinderung 9 interessierte Mitglieder der Senioren-Union in die Kreisgeschäftsstelle der CDU zu dieser Veranstaltung.
Reiner Burgold gab zunächst einen Einblick über die Nutzerzahlen von Internet, Social Media, Künstliche Intelligenz und Handy bzw. Mobilfunk.
Internet: Weltweit ca. 6 Mrd, Deutschland 78,5 Mio entspricht ca. 94%
Social Media: Weltweit ca. 4 Mrd, Deutschland 65,5 Mio entspricht ca. 78%
KI: Weltweit ca. 1,2 Mrd, Deutschland ca. 65 % der Bevölkerung
Handy/Mobilfunk: Weltweit mehr als 8 Mrd, Deutschland ca. 108 Mrd Verbindungen (mehr als 1 Handy pro Einwohner)
Das sind schon beeindruckende Zahlen.
Im Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit ist die Kommunikation zwischen den Menschen eine Basis für die Entwicklung. Erfahrungen werden zunächst mündlich weitergegeben, dann kamen die Höhlenmalerei und Bilder dazu. Die Entwicklung der Schrift war ein weiterer wesentlicher Punkt der Entwicklung. Viel später kam der Buchdruck dazu. Im Wesentlichen war früher die Wissensvermittlung mehr oder weniger örtlich gebunden. Eine langsame Verbreitung des Wissens mit einer großen Fehleranfälligkeit kennzeichnete die frühere Phase der Wissensvermittlung. Der Wissenstransfer über Bücher war eine sehr langsame Angelegenheit. Später wurden Datenbanken geschaffen.
Mit der Erfindung des ersten freiprogrammierbaren Rechners durch Konrad Zuse 1941 wurde die Grundlage geschaffen, größere Datenmengen zu speichern und schnell zu verarbeiten. Mit steigender Speicherkapazität und höheren Geschwindigkeiten der Rechenoperationen ging die Entwicklung über isolierte Computer, ab 1969 erstes Netz (Apranet) in den USA, 1989 World Wide Net (WWW), 1990 Internet auch für Private, e-mail, Webseiten und Suchmaschinen bis zum rasanten Entwicklungsfortschritt der Künstlichen Intelligenz ab etwa 2000. Entsprechend ging der Einsatz von Computern über die reine Datensammlung zur Automatisierung von Analysen, Sortierung und Vergleichen von Daten. Damit war die Grundlage für die moderne Künstliche Intelligenz gegeben.
Wie funktioniert KI?
KI denkt nicht wie ein Mensch
KI versteht keine Bedeutung
KI wurde mit sehr vielen Texten trainiert (Bücher, Zeitungen, Webseiten u. Ä.)
KI lernt, welches Wort wahrscheinlich einem anderen Wort folgt
KI zerlegt bei Anfragen den Text (auch gesprochen) und vergleicht ihn mit vorhandenen Mustern und berechnet dann eine wahrscheinliche Antwort.
Die Antwort ist sinnvoll, sprachlich korrekt aber nicht unbedingt wahr. KI berechnet Wahrscheinlichkeiten und hat im Gegensatz zum menschlichen Wesen (noch?) keine Gefühle.
Die Einführung in die KI erfolgte über Sprachassistenten SIRI (2011), Alexa (2014), Google Assistent (2016): Damit wurde die Sprache Schnittstelle zwischen dem User (Mensch) und der Technik (KI). OpenAI, ein amerikanisches Software-Unternehmen zunächst ohne Gewinnerzielungsabsicht, begann 2015 mit der Erforschung der KI. Das bekannteste Produkt von OpenAi ist das Ende 2022 veröffentliche Chatbot (computergestütztes Dialogsystem) ChatGPT. Die ChatGPT Plattform kann über ein Abonnement genutzt werden.
Inzwischen ist KI zum Massenphänomen geworden. Es gibt jetzt mehrere große Anbieter (u. A. Google und Apple). Dadurch entstand ein Wettbewerb, der die Entwicklung der Leistungsfähigkeit der einzelnen KI-Systeme wesentlich beschleunigt und nutzerfreundlicher wird.
ChatGPT hat weltweit einige hundert Millionen Nutzer. In Deutschland sind es mehrere Millionen. Die steigenden Nutzerzahlen sind monatlich feststellbar. Dadurch wird die KI ein alltägliches Werkzeug.
Die häufigsten Anwendungen sind heute die Robotik, Industrie, Medizin, Pflege, Haushalt, Auto und Verwaltung.
Trotz der mittlerweile großen Verbreitung der KI sollten nicht die Unsicherheiten, die mit der KI verbunden sind, verschwiegen werden. KI läuft heutzutage noch mit sehr wenigen Regeln. Das betrifft die ethische Seite der KI-Anwendung, das Urheberrecht und auch der mögliche Verlust des Arbeitsplatzes. Das ist aber alles nicht unbedingt neu. Ich hatte 1964 im Rahmen einer Semesterarbeit untersucht, ob die Technik Fluch oder Segen für die Menschheit ist. Der Unternehmer und Philosoph Friedrich Dessauer hat dazu geäußert, dass diese Frage nur entschieden werden kann, wenn geklärt wird, in wessen Hände die Technik kommt und angewendet wird. Das ist mit der KI heute wieder genauso.
Auf alle Fälle kann die KI auch zum Verlust von Kontrolle, Desinformation, Abhängigkeiten und vor allem zur Machtkonzentration führen. Wir müssen also bei KI-Anwendungen wachsam sein. Kritisch ist zu sehen, wenn die KI-Anwendung Einfluss auf das „Kinderzimmer“ gewinnt, ohne dass die Kinder entsprechend kritisch auf diese Anwendung vorbereitet werden. Beängstigend ist, dass die führenden Entwickler für KI nicht in Europa sondern in China und den USA sitzen. Damit besteht schon jetzt eine Abhängigkeit von diesen Ländern.
Die verantwortungsvolle Anwendung der KI ist durchaus positiv zu sehen. Sie führt zu Produktivitätssteigerung und zur Kreativität z.B. in der Werbung und in den Medien.
KI ist eine Technik und ein Werkzeug, vor denen man keine Angst haben sollte. Die Verantwortung für die Nutzung bleibt nach wie vor beim Menschen. Die bisher wenigen Regeln für die KI sollten schnellstens ergänzt und ausgebaut werden. Schon jetzt ist es kaum möglich falsche und wahre KI erzeugte Schöpfungen zu unterscheiden.
Nach den ausführlichen Darlegungen zur KI erfolgte eine umfangreiche Diskussion der Teilnehmer an den sehr interessanten Darstellungen von Rainer Burgold.
Wie eine Bildbearbeitung mit KI aussieht demonstrierte Rainer Burgold abschließend. Konrad Riedel stellte dazu ein Bild vom Wahlkampf zur letzten Stadtratswahl in Leipzig zur Verfügung. Mit einer Spracheingabe an die KI wurde der Wunsch geäußert, dass das Originalbild so verändert wird, dass Konrad mit einer Haarpracht aus seiner Jugendzeit auf dem bearbeiteten Bild zu sehen ist. Das Ergebnis ist hier zu sehen.
Wir danken Rainer Burgold für die sehr interessante und verständliche Einführung in die Künstliche Intelligenz.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzender SU KV Leipzig




















