25. Dezember 2025 – Advent-und Weihnachtsfeier am 15. Dezember
Auch in diesem Jahr eröffneten wir unsere Advent- und Weihnachtsfeier mit einer Andacht in der Pfarrkirche St. Albert. Die Andacht hielt wie in den vergangenen Jahren Pater Nikolaus vom Dominikanerkonvent in Leipzig-Wahren. Das Thema seiner Predigt war das Evangelium vom 3. Adventsonntag (2025 Matthäus 11,2-11) „Johannes der Täufer fragt: „Bist du der, der kommen soll? , oder sollen wir auf einen anderen warten?“. Daraus leitete er ab, dass wir Geduld haben müssen. Das trifft aber nicht nur auf uns von der älteren Generation zu, sondern vielmehr auch für Personen des öffentlichen Lebens speziell den Politikern.
Nach der Andacht nahmen wir an der festlich dekorierten Tafel Platz. Der Vorsitzende der Sen
ioren-Union, Konrad Riedel begrüßte die Teilnehmer an unserer Advent- und Weihnachtsfeier. Besonders begrüßte er den Geschäftsführer des Kreisverbandes der CDU Leipzig, Herr Rainer Burgold, Frau Dr. Sabine Heimann als Vertreterin der Stadtratsfraktion und die Vertreterin der Senioren-Union vom Landkreis Leipzig, Frau Hannelore Dietzschold.
Rainer Burgold überbrachte Grüße von Jans Lehmann MdB.
251215 Grußwort Weihnachtsfeier Senioren Union
Der Text ist leicht leserlich, wenn auf das Bild geklickt wird und „Link in neuem Fenster öffnen“ aufgerufen wird.
Hannelore Dietzschold übermittelte Grüße vom Kreisverband der Senioren-Union Leipzig Land. Sie betonte, dass die bisherige Zusammenarbeit unserer beiden Verbände der Senioren-Union auf alle Fälle im kommenden Jahr weitergeführt werden sollte.
Anschließend kam es zu interessanten Gesprächen bei Kaffee, Stollen und Wiener Würstchen.
Wir danken allen, die zum Gelingen unserer Advent- und Weihnachtsfeierbeigetragen haben.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vors. SU KV Leipzig
7. Dezember 2025 Rentendiskussion – Rentenpacket
Der Text ist leicht leserlich, wenn auf das Bild geklickt wird und „Link in neuem Fenster öffnen“ aufgerufen wird. Dieser Beitrag wurde uns von Claus Bernhold, Stellvertretender Vorsitzender der Bundes Senioren-Union, übermittelt.
20. November 2025 Besuch beim Generationswohnprojekt der Johanniter in Grünau Nord
Wir wurden vom Bereichsleiter Soziale Dienste der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Leipzig/Nordsachsen, Sascha Sawetzki, und der Objektleiterin, Frau Saposhnikow, begrüßt.
Herr Sawetzki stellte das Generationsprojekt Saturnstraße und Neptunweg detailliert vor.
Im Rahmen der Intervallstudie „Wohnen und Leben in Leipzig Grünau 2009“ wurde ermittelt, dass der Anteil älterer Menschen in Grünau wächst. Die bestehenden Wohnquartiere, die hauptsächlich aus Plattenbauten bestehen, entsprechen nicht den Anforderungen älterer Menschen. Es fehlen barrierefreie Zugänge zu den Wohnungen. Die Wohnungen sind ebenfalls nicht barrierefrei gestaltet. Abgesehen davon, dass diese Gebäude auch einen mangelnden Wärmeschutz und weitere Nachteile haben. Ein steigender Mangel an sozialen Kontakten war auch vorhanden. Das betraf hauptsächlich die ältere Generation der Bewohner von Grünau.
Es war somit ein akuter Bedarf für ein solches Wohnprojekt vorhanden. Die Johanniter nahmen sich dieser Probleme an.
Das Ziel war nicht nur für die ältere Generation sondern für alle Altersgruppen ein solches Generationswohnprojekt zu schaffen.
In der Saturnstraße 27 – 33 und im Neptunweg 1 – 19 wurden geeignete Gebäude von den Johannitern angekauft und einer grundlegenden Sanierung und Modernisierung unterzogen.
Der Baubeginn war im Mai 2015. Fertiggestellt wurde das gesamte Objekt im Frühjahr 2016. Bereits im IV. Quartal 2015 konnten die ersten Mieter einziehen. Es entstanden insgesamt 131 Wohnungen, die eine Fläche von ca. 37 m² bis ca.100 m² haben. Das sind einzelne Wohnungen mit 1 bis 4 Zimmern. Die Wohnungen sind barrierefrei eingerichtet. Im Bad sind Duschkabinen an Stelle von Badewannen eingebaut. Alle Wohnungen sind direkt über einen Fahrstuhl erreichbar. Jede Wohnung hat einen Balkon. Ausreichende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder einschließlich Stromanschluss für E-Bikes sind direkt neben dem Zugang zum Fahrstuhl vorhanden. Die gesamte Anlage verfügt über ein elektronisches Schließsystem. Zwei Wohnungen sind rollstuhlgerecht (breitere Türen).
Die Mietkosten liegen bei 8 – 10 €/m² kalt.
In den Außenanlagen sind Hochbeete zur individuellen Nutzung durch die Mieter, Sitzecken im Freien und ein Kinderspielplatz vorhanden. Für gemeinsame Veranstaltungen und private Feiern ist ein Gesellschaftsraum eingerichtet worden.
Gegenwärtig wohnen hier 158 Personen. Der Altersdurchschnitt beträgt 68 Jahre. Im Einzelnen sind 66 Mieter älter als 75 Jahre, 10 Mieter älter als 90 Jahre und 3 Kinder im Alter bis 18 Jahre. Der Jüngste ist 7 Jahre und der Älteste 105 Jahre.
Das Generationsprojekt hat u.A. zum Ziel, den nachbarschaftlichen Kontakt zwischen den Bewohnern zu fördern und den Zusammenhalt außerhalb der eigenen Familie zu fördern. Es werden angeboten: Frühstückstreffs, Kaffeenachmittage, gemeinsame Ausflüge, Spielenachmittage.
Das Generationsprojekt zielt darauf, dass jeder Bewohner je nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten sich in Aktivitäten der Bewohner einbringt.
Darüber hinaus sind durch die ansässigen Johanniter auch Hilfestellungen zur Pflege und Betreuung der Bewohner möglich.
Wir danken Herrn Sawetzki für die sehr interessante und ins Detail gehende Vorstellung dieses für uns Senioren wichtige Wohnprojekt.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzender Senioren-Union, KV Leipzig
23.November 2025 Situation agra-Brücke – Leserbrief von Thomas Krafczyk
Thomas Krafczyk war viele Jahre Büroleiter der Bundestagsabgeordneten im Landkreis Leipzig, Katharina Landgraf, und ist bestens vertraut mit den langjährigen Gezerre um die Sanierung bzw. den Ersatzbau der agra Brücke. Er hat nach den vollmundigen Forderungen des Leipziger Oberbürgermeisters nach einer Tunnellösung einen umfangreichen Leserbrief an die LVZ geschrieben. Wir geben hier den vollständigen Text dieses Leserbriefes wider:
Leserbrief an die „Leipziger Volkszeitung“ zur aktuellen Diskussion rund um die agra-Brücke:
Mein besonderer Dank zum Thema „Ersatz für die agra-Brücke“ gilt heute der sächsischen Infrastrukturministerin Regina Kraushaar für ihre klaren Ansagen zum Problem. Die Zeiten von „Wünsch-Dir-Was!“-Veranstaltungen sollten wirklich vorbei sein. Und meine Forderung: Regional-Politiker sollten ausnahmslos in dieser Diskussion ab sofort schweigen und den Fachleuten das weitere Vorgehen bei der Bewältigung dieses Verkehrsbauproblems überlassen. Es sei denn, die Mandatsträger stellen ihre prallgefüllten Kassen für Tunnel-Träumereien zur Verfügung.
Gewiss, eine Tunnellösung ist für sächsische Ingenieure und Bauleute an und für sich kein unlösbares Problem. Aber Zauberer sind sie nicht. Schon vor mehr als zehn Jahren sagte mir ein bekannter Planungsexperte der Region heftig kopfschüttelnd: „Den Tunnel würde man dort ins Wasser bauen!“. Und er fügte hinzu: Der wertvolle Baumbestand auch des historischen Parks würde die Bauzeit nicht überleben. Wer die konkrete Situation im und am sowie unter dem agra-Park genau kennt, würde diese Problematik sofort bestätigen.
Es geht gerade mal um ein schlappes 380 Meter langes Brückenpaar, das seit nunmehr einem halben Jahrhundert existiert. In der damaligen Zeit verfügte Leipzig nicht über einen stadtnahen Autobahn-Ring. Dadurch hatte die nun gesperrte Brücke eine außerordentliche wichtige Funktion als Ersatz für die vom Braunkohlebergbau gekappten Fernverkehrsstraßen 95 und 2.
Zum Ende meiner Studienzeit konnte ich damals den Bau miterleben und war irritiert und erstaunt zugleich, was damals alles so möglich war in dem Park der DDR-Landwirtschaftsausstellung und weiter in Richtung Leipzig am Auenwald bei Connewitz.
Allein schon die Entstehungsgeschichte der ökologisch zweifelhaften Brücken- und Trassenlösung liest sich wie ein wirtschaftspolitischer Krimi aus DDR-Zeiten. Das ist mein Fazit aus monatelangen Recherchen Jahrzehnte später u.a. im sächsischen Staatsarchiv in Leipzig-Paunsdorf in den Jahren von 2010 bis 2012. Dank der deutschen Gründlichkeit sind dort unendlich viele Dokumente zu finden, in denen ich auch gespannt stöberte und oft den Atem anhielt. Meine zentrale Frage war dabei: Gibt es Nachweise, dass diese – schon vor 15 Jahren marode – Brücke ein Ergebnis politischer Willkür der SED-Strategen gewesen ist. Mein Verdacht sollte sich grundsätzlich bestätigen – nicht nur aus der Perspektive unseres heutigen Rechtsstaates. Letzten Endes widersprach der Bau auch dem Geist des am 20. Mai 1970 in Kraft gesetzten neuen Landeskulturgesetzes der DDR. Dieser Leserbrief erlaubt leider aus Platzgründen keine detaillierte Begründung. Ein Urteil über die Vergangenheit ändert allerdings auch nichts am „B-2“-Dilemma von Markkleeberg und Leipzig.
Mein dringender Wunsch an alle in der Sache verantwortlichen Akteure: Schnellstmöglich einen vernünftigen Kompromiss finden, der sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch mach- und vertretbar ist. Ein Ersatzneubau, der vollends dem heutigen Stand der Technik entspricht – also u.a. mit wirksamem Schallschutz versehen, ist mein persönlicher Favorit.
Thomas Krafczyk, Leipzig
5. November 2025 Veranstaltung mit dem Fraktionsvorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion, Michael Weickert
In der Vorbereitung dieser Veranstaltung hatten wir die folgenden Themen, die uns Senioren betreffen, für die Diskussion vorgeschlagen:
- Umsetzung Toilettenkonzept
- Verkehrskonzept – viele Baustellen und Absperrungen
- Zustand Fußwege
- Vermüllung der Stadt
- Schließung der Bürgerbüros in Böhlitz-Ehrenberg und Großzschocher
Eingangs berichtete Michael Weickert über die komplizierte Haushaltslage der Stadt Leipzig, die beängstigende Lage an Brennpunkten unserer Stadt (z.B. Hauptbahnhof), beschmierte Hauswände. Gegenwärtig ist eine Verschlechterung bezüglich beschmierter Hauswände und wilder Plakatierung feststellbar. Andere Städte der Leipziger Größenordnung haben da weniger Probleme.
Bürgernahe Dienstleistungen dürfen laut Stadtratsbeschluss nicht gestrichen werden. Da ist die Streichung der beiden Bürgerbüros in Böhlitz-Ehrenberg und Großzschocher durch die Verwaltung sehr sonderbar. Das Fußwegkonzept ist eine Katastrophe – schließlich ist jeder Einwohner in der Stadt auch ein Fußgänger. Laut grünem Baubürgermeister kommen von dem 500 Mrd. € Sondervermögen des Bundes etwa 40 Mio. € in Leipzig an.
In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass im Zentrum am Markt die Toilette immer noch nicht barrierefrei (befindet sich im 1. Untergeschoß Bahnstation) zu erreichen ist. Die Abhilfe dieses Zustandes sollte 2025 erfolgt sein, wurde aber schon wieder in das Jahr 2026 verschoben.
Die Vermüllung der Stadt, die Schmierereien und die wilde Plakatierung ändern sich solange nicht, solange kein entsprechender Druck dagegen und keine Verfolgung solcher Delikte erfolgt. Hier muss eine Bewusstseinsänderung von der Gesellschaft erfolgen. Das betrifft auch alle Fraktionen im Stadtrat.
Die beabsichtigte Erhöhung der Hundesteuer ist für viele nicht mehr bezahlbar. Gerade Senioren, bei den das Halten eines Hundes durchaus eine Maßnahme gegen Vereinsamung ist, träfe die Erhöhung der Hundesteuer hart.
Bemängelt wurde auch die geringe Ausstattung der Stadt mit Papier- und Abfallkörben.
Wir danken dem Fraktionsvorsitzenden, Michael Weickert, für diese Veranstaltung. Wir nehmen dankbar sein Angebot, zweimal im Jahr uns zu einer solchen Veranstaltung zu treffen, an.
7. November 2025 – Leipzig hat ein neues Logo
Gestern konnte man in der Leipziger Volkszeitung lesen, dass Leipzig für sehr viel Geld (rund 700.000 €) ein neues Logo (visuelles Erscheinungsbild der Stadt Leipzig) in Auftrag gegeben hat. Heute hat der Sprecher der Stadt Leipzig, Matthias Hasberg, nachgelegt und diese Maßnahme begründet. Wir Senioren sind der Meinung, dass diese Maßnahme in Anbetracht der schlechten Kassenlage der Stadt Leipzig völlig überflüssig ist. Sie ist aus unsere Sicht reine Geldverschwendung! Im Bekanntenkreis konnten wir bisher nur Ablehnungen dieses neuen Logos feststellen. Wir haben schon gestern einen Leserbrief mit einer Stellungnahme an die Leipziger Volkszeitung geschickt. Wir sind nicht die Einzigen, die sich gegen dieses Logo und die damit verbundene Geldverschwendung in einem Leserbrief äußern. Unseren Leserbrief und den Leserbrief des Mitgliedes der Senioren-Union, Thomas Krafczyk, können Sie nachfolgend lesen:
- Leserbrief
Mit Entsetzen konnte man heute in der LVZ lesen, dass für den neuen Internetauftritt
„Leipzig gestaltet Logo und Hompage neu“
700.000 € ausgegeben wurden. Noch vor wenigen Tagen konnte man auch in der LVZ lesen, dass wegen klammer Kassen der Stadt vielfältige Kürzungen von Leistungen im Haushalt erfolgen müssen. Dazu gehören die Schließung von Bürgerbüros in Böhlitz-Ehrenberg und Großzschocher. In Böhlitz-Ehrenberg entstünde dadurch eine Einsparung von 76.000 € im Jahr. Das steht in keinem Verhältnis zu den 700.000 € für dieses neue Loge, welches aus unserer Sicht außer einem belanglosen Gekraksel von Strichen keinen Ersatz für das bisherige weltweit bekannte Stadtwappen ist. Nachhaltig ist das wohl nicht!
Wir erinnern daran, dass die Stadt seit Jahren Pflichtaufgaben wie Barrierefreiheit, die ein verbrieftes Menschenrecht ist, aus Kostengründen verschiebt. Wir erinnern daran, dass in Leipzig beispielsweise nur eine öffentliche Toilette für 34.000 Einwohner zur Verfügung steht! Solche Handlungsrichtlinien für die Stadtentwicklung wie Fußwegkonzept und Toilettenkonzept werden seit Jahren in den städtischen Gremien diskutiert, eine daraus resultierende Handlung ist allerdings nicht zu sehen. Hier wird meisten als Ursache der Geldmangel angeführt.
Konrad Riedel und Dr. Karl Placht
Vorstand der Senioren-Union Leipzig
2. Leserbrief
Das neue Logo für Leipzig empfinde ich als eine geniale Prophezeiung: Das bislang so stattliche Wappentier präsentiert sich fortan wie nach einer Hungerkur, die der gesamten Kommune und ihren Bürgerinnen und Bürgern möglicherweise für die kommenden Jahre verordnet werden muss. Der so skelettierte Löwe symbolisiert vielleicht auch die schlanke Verwaltung dieser Kommune. Einst war Leipzig nach diversen Überlieferungen die wohl reichste Metropole des deutschen Kaiserreiches. Aber wen interessiert das heute noch?! Immerhin konnten sich mit dem fragwürdigen Projekt Berliner Kreativgeister für einen „Batzen Leipziger Goldes“ verwirklichen. Na toll!
Thomas Krafczyk
7. November 2025 – Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Triage
Zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes nimmt der Vorsitzender Senioren-Union, Hubert Hüppe, Stellung. Diese zeigen wir hier:
Der Text ist leicht leserlich, wenn auf das Bild geklickt wird und „Link im neuen Fenster öffnen“ aufgerufen wird. Dieser Beitrag wurde uns von Claus Bernhold, Stellvertretender Vorsitzender der Bundes Senioren-Union, übermittelt.
9. Oktober 2025 – Prof. Fratzscher und kein Ende der Altersdiskriminierung
Vor 2 Tagen wurden die neusten Ideen des Präsidenten vom DIW, Prof. Fratzscher, in den Medien bekannt. Er will, dass analog zum nicht vorhandenen Wahlrecht der unter Achtzehnjährigen auch die Senioren in den letzten 18 Lebensjahren kein Wahlrecht mehr haben. Das hat zu gewaltigen Protesten zu diesem Ansinnen in den Medien geführt. Im FOCUS-online (7. Oktober) ließ er aber dann mitteilen:
Im Nachhinein ließ Fratzscher mitteilen, dass dies nicht seine Forderung sei, sondern eine Reaktion auf einen Spaß des Moderators.
Wir von der Senioren-Union in Leipzig (Durchschnittsalter rund 75 Jahre und damit in einer Vielzahl von dieser Vorstellung Betroffenen) sind empört, dass ein angeblich renommierter Wirtschaftswissenschaftler und Präsident des größten wirtschaftswissenschaftlichen Instituts in Deutschland solche absurden Ideen in die Öffentlichkeit gibt.
Noch eine Anmerkung: Prof. Fratzscher antwortete auf die Frage nach dem Höchstwahlalter, das dieses höchstwahrscheinlich bei 70 möglich wäre. Offensichtlich kennt er die entsprechenden Zahlen der Lebenserwartung ( 2024: Frauen 83,5 Jahre, Männer 78,9 Jahre) nicht.
Ein anderer Gesichtspunkt ist die Zahl der betroffenen Personen. Bei einer gegenwärtigen Einwohnerzahl von 83,5 Mio sind rund 60 Millionen Personen wahlberechtigt. Die Zahl der Personen, die älter als 70 Jahre sind, beträgt ca. 23,5 Mio. Bezogen auf die Anzahl der Wahlberechtigten sind das rund 39 %. Das ist keine zu vernachlässigende Menge. Das ist eindeutig eine Altersdiskriminierung, wenn rund 39 % der Wahlberechtigten von den Wahlen ausgeschlossen werden. Dagegen müssen wird protestieren!
Nicht nur wir vom Kreisverband Leipzig der Senioren-Union protestieren gegen diese Ideen äußerst empört. Vom Bundesvorstand der Senioren-Union haben wir die nachfolgende Stellungnahme erhalten.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzender Senioren-Union, KV Leipzig
Der Text ist leicht leserlich, wenn auf das Bild geklickt wird und „Link im neuen Fenster öffnen“ aufgerufen wird. Dieser Beitrag wurde uns von Claus Bernhold, Stellvertretender Vorsitzender der Bundes Senioren-Union, übermittelt.
1. Oktober 2025 -Abschaffung der Pflegestufe 1?
Der vor einigen Tagen in die Öffentlichkeit gedrungen Vorschlag, die Pflegestufe 1 abzuschaffen, ruft zahlreiche und widersprüchliche Diskussionen nicht nur in den Medien hervor. Es kursieren Zahlen einer Einsparung von rund 1,8 Milliarden Euro pro Jahr, wenn die Pflegestufe 1 gestrichen wird. Grundsätzlich erhalten Pfleglinge der Pflegestufe 1 kein Pflegegeld oder Pflegesachleistungen. Dafür gibt es für die Pflegestufe 1 einen Entlastungsbeitrag in Höhe von 131€/Monat und für Pflegehilfsmittel noch einmal 42 €/Monat. Das sind pro Pflegling 173 €/Monat. Bei rund 862.000 Menschen, die in diese Kategorie fallen sind das die rund 1,8 Mrd€ pro Jahr.
Die Pflegestufe 1 erfasst solche Menschen, die mit einer relativ geringen gesundheitlichen Beeinträchtigung leben und noch in ihrer häuslichen Umgebung leben können. Insofern diese Bevölkerungsgruppe noch Angehörige in ihrer Umgebung hat, können diese zwar die Betreuung übernehmen und machen das meistens auch. Was ist aber, wenn diese Angehörigen noch berufstätig sind. Kann dann noch eine ausreichende Betreuung gesichert werden. Zumindest ist das fraglich.
Ein weiterer diskutierter Punkt (siehe u. A. t-online vom 30. September 2025 „Die Streichung von Pflegegrad 1 ist überfällig“) ist die Begutachtung, die zur Einstufung in die Pflegestufe 1 führt, soll oberflächlich sein. Hier muss ich entschieden widersprechen. Meine Erfahrung, die ich als amtlich Bestellter einer an Demenz erkrankten Angehörigen vor einigen Jahren gesammelt habe, sprechen eine ganz andere Sprache. Auch aus dem Bekanntenkreis bekomme ich die Bestätigung, dass die Begutachtung und demzufolge die Einstufung in die Pflegestufe 1 keinesfalls leichtfertig erfolgt und mit wiederholten Kontrollen verbunden ist.
Zur Zeit ist es modern, an den Leistungen und Unterstützung für die Senioren zu mäkeln. Dazu zählen u. A. ein spezielles soziales Jahr für Rentner, Streichung der versicherungsgebundenen Leistungen für Gelenkersatz oder auch die Diskussion über die Rentenhöhe und jetzt auch noch die Streichung der Pflegestufe 1. Wenn ich mir die Protagonisten solcher Ideen anschaue, so sind das nicht Leute die allzu tief in die Problematik der Senioren eintauchen (ein Wirtschaftsprofessor Alter zwischen 50 und 60 Jahre, ein Klinikchef Alter sicherlich auch deutlich geringer als 60 Jahre).
Diese Protagonisten sollten wieder einmal unser Grundgesetz insbesondere die Grundrechte sich zu Gemüte führen.
Die Diskussion über die vorstehend genannten Problemkreise kann man auch direkt als Altersdiskriminierung bezeichnen. Dagegen müssen wir uns wehren.
Der Vorstand der Senioren-Union warnt eindringlich in einer Pressemitteilung vor der Änderung bei den Pflegegraden insbesondere dem Pflegegrad 1. Diese Pressemitteilung ist nachfolgend hier dargestellt.
Dr. Karl Placht- Stellvertr. Vorsitzender Senioren-Union, KV Leipzig
30.09.2025 Pressemitteilung
Die Senioren-Union betrachtet die derzeit diskutierte Änderung der Pflegestufen und die mögliche Abschaffung des Pflegegrades 1 mit großer Sorge.
Mit der Einführung der neuen Pflegegrade im Jahr 2017 wurden insbesondere auch demenzkranke Menschen in die Pflegeversicherung aufgenommen. Viele Betroffene erhielten damit erstmals Unterstützung, die ihnen half, ihren Alltag länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu bewältigen – und so den oft verfrühten Um-zug in ein Pflegeheim zu vermeiden. Dies war nicht nur im Interesse der Betroffenen und ihrer Angehörigen, sondern auch ein Beitrag zur Begrenzung der Kosten im Pflegewesen.
„Die geplanten Veränderungen gefährden diesen wichtigen Fortschritt. Die Abschaffung des Pflegegrades 1 könnte für viele Betroffene und ihre Familien eine erhebliche Verschlechterung bedeuten. Ohne die bislang gewährte Unterstützung droht für Demenzkranke schneller eine stationäre Unterbringung – verbunden mit höheren Kosten für alle Beteiligten,“ befürchtet der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe.
Darüber hinaus sieht die Senioren-Union die Gefahr, dass es vermehrt zu höheren Einstufungen in die Pflegegrade kommt, wenn niedrigschwellige Leistungen wegfallen. Dies könnte die Kosten der Pflegeversicherung zusätzlich in die Höhe treiben und die Solidargemeinschaft zusätzlich belasten.
Die Senioren-Union appelliert daher eindringlich an die politischen Entscheidungsträger, die Pflegestufe 1 mit den bewährten Regelungen beizubehalten und die Interessen der Pflegebedürftigen sowie ihrer Angehörigen in den Mittelpunkt zu stellen.
24.September 2025 – Vorstandswahl der Senioren-Union, Kreisverband Leipzig
Am 24. September 2025, 14 Uhr, fand die satzungsgemäße Vorstandswahl der Senioren-Union -Kreisverband Leipzig in der Kreisgeschäftsstelle der CDU Leipzig statt.
Nach der Begrüßung durch den alten Kreisvorsitzenden der Senioren-Union Leipzig, Konrad Riedel, wurde der Versammlungsleiter, Erik Buchmann, einstimmig gewählt.
Entsprechend den Vorgaben wurden anschließend über die Tagesordnung abgestimmt und Schriftführer, Mandatsprüfungskommission und Stimmenzählkommission gewählt.
Der Versammlungsleiter stellte fest, dass die Einladungen zur Vorstandswahl form- und fristgerecht an die Mitglieder geschickt wurden.
Der Bericht des scheidenden Vorsitzenden enthielt, dass 10 – 12 Veranstaltungen im Jahr in der vergangenen Wahlperiode durchgeführt wurden. Auf Grund des hohen Durchschnittsalters unserer Mitglieder und von vielen Krankheitsfällen war die Teilnahme an diesen Veranstaltungen recht unterschiedlich. Er hob die traditionellen Veranstaltungen Sommerfest, Treffen mit dem Fraktionsvorstand der CDU im Leipziger Stadtrat und die Advent- und Weihnachtsfeier besonders hervor. Kritik äußerte er an der Teilnehmerzahl beim Treffen mit dem Fraktionsvorstand. Hier appellierte er an unsere Mitglieder, diese Gelegenheit verstärkt wahrzunehmen, da dies eine Gelegenheit ist, solche Probleme wie Toilettenkonzept, Fußwegkonzept, Barrierefreiheit in der Stadt und den Ämtern sowie dem ÖPNV, den Stadträten direkt zur Kenntnis zu bringen.

In der Aussprache zum Rechenschaftsbericht wurde moniert, dass die immer mal wieder aktivierten Arbeitsgruppen, in denen auch Parteilose mitwirken können, gegenwärtig fehlen.
Der Geschäftsführer der CDU in Leipzig, Rainer Burgold, wies darauf hin, dass im Zuge der Vorbereitung der nächsten Oberbürgermeisterwahl solche Arbeitsgruppen wieder aktiviert werden.
Rainer Burgold dankte dem scheidenden Vorstand für die gute Zusammenarbeit und regte einen Stammtisch der Senioren-Union an.
Der Bericht der Schatzmeisterin, Elke Mehner, enthielt die Kosten der Senioren-Union für die Veranstaltungen und Teilnahme an der Landesversammlung in der vergangenen Wahlperiode.
Die Entlastung des bisherigen Vorstandes der Senioren-Union, KV Leipzig, erfolgte einstimmig.
Danach erfolgte die Vorstellung der Kandidaten für die einzelnen Vorstandsposten und anschließend die Wahl. Im Ergebnis der Wahl wurden folgende Personen für die einzelnen Funktionen gewählt.
Vorsitzender: Konrad Riedel
2 Stellvertreter: Bernhard Kny und Dr. Karl Placht
Schatzmeister: Harm Janssen
Mitgliederbeauftragter: Hubert Hiersemann
Beisitzer: Elke Mehner und Reiner Speer
Als Delegierte zur Landesvertreterversammlung wurden alle Vorstandsmitglieder gewählt.
Die Funktion des Schriftführers wird in der konstituierenden Sitzung des neuen Vorstandes am 30. September festgelegt.
Wir danken Erik Buchmann für die konzentrierte Versammlungsleitung. Gleichfalls danken wir Rainer Burgold und Lukas Hoene für die Mandatsprüfung und problemlose Stimmenauszählung.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzender Senioren-Union, KV Leipzig
1. September 2025, Senioren-Union und Rentenpaket
Die Diskussion um die soziale Sicherung der Renten ist gegenwärtig wieder einmal sehr aktuell. Der Vorsitzender der Bundes Senioren-Union, Hubert Hüppe, nimmt dazu Stellung, da diese Problematik das ureigenste Thema für unsere Mitglieder ist. Im Bild ist seine Stellungnahme zu lesen. Der Text ist leicht leserlich, wenn auf das Bild geklickt wird und „Link im neuen Fenster öffnen“ aufgerufen wird. Dieser Beitrag wurde uns von Claus Bernhold, Stellvertretender Vorsitzender der Bundes Senioren-Union, übermittelt.
2 6. August 2025 – Sommerfest der Senioren-Union Leipzig am Auensee
Am 26.08.2025 trafen sich wie jedes Jahr die Senioren der CDU an der Parkeisenbahn am Auensee zum Sommerfest.
Unser Vorsitzender Konrad Riedel begrüßte alle Anwesenden (etwa 30 Personen), besonders Jens Lehmann, MdB, Rick Ulbricht, MdL, Pater Nikolaus, OP, Herrn Blum, Vorsitzender Senioren-Union Leipzig-Land, und die Neumitglieder Herr Schneider und Herr Dr. Braune.
Danach lud er alle Anwesenden zur traditionellen Rundfahrt mit der Parkeisenbahn ein.
Anschließend wurden wir von den Eisenbahnfreunden hervorragend bewirtet. Es gab wieder feinen schlesischen Kartoffelsalat mit gegrillten Steaks und Bratwürsten.
Die beiden anwesenden Politiker Jens Lehmann und Rick Ulbricht, sprachen dann noch über die aktuelle Politik im Bund und im Land und beantworteten Fragen.
Wie bei jedem Sommerfest der vergangenen Jahre sammelten wir auch dieses Mal einen Beitrag zum Anschaffen neuer Schwellen. Es kamen 170 € zusammen, die wir an die Leitung der Parkeisenbahn auch als Dank für die jahrelange Betreuung unseres Sommerfestes übergaben.
Wir danken den Mitarbeitern der Parkeisenbahn am Auensee für die kulinarische und organisatorische Betreuung unseres diesjährigen Sommerfestes.
Auf den beigefügten Bildern kann man einen Eindruck vom gelungenen Sommerfest gewinnen. Die Veranstaltung war auch in diesem Jahr wieder gelungen, so dass die Teilnehmer zufrieden nach Hause gehen konnten.
Weitere Bilder unter Fotogalerie. Die BIlder stellten Konrad Riedel, Bernhard Kny und Gert Kahlin zur Verfügung.
24. August 2025 – Pflichtjahr für Rentner
Am 22. August veröffentlichte der „Spiegel“ ein Interview mit dem Präsidenten des DIW, Marcel Fratzscher, ich welchem Fratzscher u.a. ein Pflichtjahr für Rentner in sozialen Diensten forderte. Nach unserer Ansicht zeigt dieses Interview eine Realitätsferne der Forderungen von Marcel Fratzscher bezüglich des Pflichtjahres und auch dem Einsatz von Rentnern bei der Bundeswehr.
Seine Äußerungen („Wir brauchen mehr Solidarität der Alten mit den Jungen.“ Und „Zu viel Ignoranz, Selbstbezogenheit und Naivität. Wir wollen schon lange die Realität nicht sehen. So haben wir nach dem Ende des Kalten Krieges gedacht, wir müssen uns nie mehr verteidigen – und haben die Friedensdividende verfrühstück.“ usw.) sind eigentlich ein Zeichen der Nichtanerkennung der Leistungen der jetzigen Senioren (Rentner) beim Aufbau des Staates und der Bewältigung der Probleme der Deutschen Einheit.
Unsere Erfahrung ist, dass eine Vielzahl der Rentner ehrenamtlich tätig ist. Sei es bei der Betreuung der Enkel als auch bei der Betreuung von kranken Familienangehörigen und Bekannten. Zahlen aus z.B. Baden-Württemberg (Seniorenverband Öffentlicher Dienst) – fast 44 % der 65 – 74 Jährigen sind ehrenamtlich aktiv- bestätigen unsere Erfahrungen. Bei den außerordentlich hohen Betreuungskosten in Pflegeeinrichtungen bleibt den meisten Rentnern nichts anderes übrig, die Pflege von bedürftigen Familienangehörigen mit Unterstützung von ambulanten Pflegediensten selbst zu Hause zu übernehmen. Ich brauche nur täglich aus dem Fenster zu schauen, um die vielen vor Ort tätigen Pflegedienste in meiner unmittelbaren Wohnumgebung zu sehen. Wenn da noch ein soziales Pflichtjahr für Rentner eingeführt werden sollte, bleibt zumindest für diese Zeit die familiäre Betreuung auf der Strecke!
Der zweite Punkt dieses Interviews betrifft die Nutzung der Kenntnisse und Erfahrungen ehemaliger Bundeswehrangehöriger im Rentenalter für die gegenwärtige Bundeswehr. Die Altersstruktur dieser Rentner ist so, dass diese vor mehr als 30 Jahren Bundeswehrangehörige waren. Inzwischen ist die Waffentechnik weiterentwickelt, so dass die alten Kenntnisse nicht unbedingt heute noch nutzbar sind. Bleibt nur noch die Erfahrung mit dem Umgang der Waffentechnik und eventuell deren Wartung und Instandhaltung übrig. Nach Ansicht unseres Vorsitzenden, Konrad Riedel, ist die Forderung nach dem Einsatz von Rentnern bei der Bundeswehr für viele unserer Rentner, die noch den Zweiten Weltkrieg als Kinder bzw. Heranwachsende erlebt haben, in die Nähe des Volkssturms zum Ende des Zweiten Weltkrieges gerückt. Mir ist nicht bekannt, ob Marcel Fratzscher jemals die Bundeswehr von innen gesehen hat.
Marcel Fratzscher ist nicht der Einzige, der solche realitätsfernen Forderung erhebt. Schon im Juli hat der Soziologe und Generationsforscher Klaus Hurrelmann ähnliche Forderungen aufgestellt.
Wir, die wir als Rentner die Altersdiskriminierung zum Ende unseres aktiven Berufslebens oft erlebt haben, sind allerdings der Ansicht, dass nicht die eine Altersgruppe durch die andere Altersgruppe ausgespielt werden darf. Das führt nur zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft. Vielmehr ist es wichtig, dass Jung und Alt gemeinsam die anstehenden Probleme bewältigen.
Dr. Karl Placht – Stellvertretender Vorsitzender Senioren-Union Leipzig
24. August 2025 – Pflichtdienstjahr für Rentner
Die in der vorigen Woche veröffentlichten Ansichten zu einem verpflichtenden Dienstjahr für Rentner im Interview des Spiegels mit dem Präsidenten des DIW, Prof. Marcel Fratzscher, stößt in der Öffentlichkeit auf einen äußerst starken Widerspruch. Nicht nur die Sozialverbände widersprechen dieser Ansicht, sondern auch unsere Mitglieder. Die folgende Stellungnahme unseres Mitgliedes, Thomas Krafczyk, ist ein Beispiel dafür.
Das ist ein unglaublicher (toller) Vorschlag: Ein Pflichtdienst für Rentner. Der studierte Mann, der das Thema jetzt bestens medial platzierte, ist mit Sicherheit kein Kind von verblichenen sozialistischen Diktaturen – weder von braunen noch roten. Sarkastisch möchte ich jedoch vermuten, dass diese Idee möglicherweise aus noch nicht veröffentlichten Beschlussvorlagen des Politbüros des Zentralkomitees der SED abgeschrieben wurde. Kurzum: Ich begrüße grundsätzlich ein Pflichtjahr. Aber bitte nicht für Ältere, deren verbleibende Lebenszeit ohnehin biologisch nicht unendlich ist. Wenn man das dann trotzdem durchsetzen würde, könnten wir alle unsere FREIWILLIGKEIT in den Kommunen, in den Vereinen, in der Nachbarschaft, in der Betreuung und Pflege in den Familien und vielleicht auch in den Kirchen ganz schnell ÜBER BORD WERFEN. Wir warten dann getrost auf staatliche Pflicht-Aufträge von wem auch immer. Das klingt doch einfach nur toll. Es bleibt allerdings für mich noch die einfache Frage: WO BLEIBT bei alledem MEINE FREIHEIT? Der kluge, gebürtige Bonner Marcel Fratzscher kann mir darauf die Antwort wohl nicht geben wollen. Er sollte sich aber bitte lieber zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt“ besser informieren – und dann erst darüber reden.
Thomas Krafczyk, Jahrgang 1950, Leipzig
16. Juli 2025, Urteil des OLG Frankfurt
Heute erreichte uns eine Stellungnahme des stellvertretenden Vorsitzenden der Bundes-Senioren-Union zum Vorhaben der Bundesbahn, den Ticketverkauf hauptsächlich nur noch über Internet oder Smartphon vorzunehmen. Diese Stellungnahme geben wir hier zur allgemeinen Kenntnis.
OLG-Urteil stärkt analogen Ticketverkauf Bahn –Senioren-Union begrüßt Entscheidung gegen Digitalisierungszwang
In der Senioren-Union der CDU wird das rechtskräftige Urteil des Oberlandes-gerichts Frankfurt begrüßt, wonach die Deutsche Bahn Sparpreis- und Super-sparpreis-Tickets nicht länger von der Angabe persönlicher Daten wie E-Mail-Adresse oder Handynummer abhängig machen darf. Damit wurde einer aus Sicht der Senioren-Union klar altersdiskriminierenden Praxis ein Riegel vorgeschoben.
„Es darf nicht sein, dass ältere Menschen ohne Smartphone oder E-Mail-Adresse von günstigen Ticketangeboten ausgeschlossen werden. Die Entscheidung des Gerichts ist darum ein wichtiges Signal für Wahlfreiheit und gegen Altersdiskriminierung“,
erklärt der stellvertretende Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Claus Bernhold aus Baden-Württemberg.
Bereits im Vorfeld hatte die Senioren-Union gemeinsam mit Fahrgast- und Verbraucherverbänden massiv Kritik an der digitalen „Zwangspraxis“ geübt. Die Bahn hat nach eigenen Angaben auf die Proteste reagiert und bietet mittlerweile wieder den Ticketkauf ohne digitale Zugangsvoraussetzungen an – auch mit Papierausdruck.
Die Senioren-Union will einfache analoge Lösungen dauerhaft gewährleistet wissen. Dazu gehöre insbesondere der Zugang zu Sparpreis-Tickets am Schalter – ohne Smartphone, App oder E-Mail-Adresse. „Digitalisierung darf nicht zur Ausgrenzung führen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass alle Generationen gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Leistungen haben – auch bei der Bahn“, so die abschließende Stellungnahme von Bernhold.
Soweit die Stellungnahme von Claus Bernhold. Wie sieht es nun mit der Nutzung von e-mail und Ähnlichem im Kreisverband der Senioren-Union in Leipzig aus. Nach einer Analyse des Alters unserer Mitglieder haben rund 20% der Mitglieder keinen Zugang zum Internet. Diese 20% haben ein Durchschnittsalter 87 Jahren mit einer Spannweite von 82 bis 98 Jahren. Die restlichen 80% haben ein Durchschnittsalter von 78 Jahren mit einer Spannweite von 60 bis 91 Jahren. Sicherlich ist das gegenwärtig vorhandene Problem der älteren Personen, die keinen Zugang zu e-mail oder Ähnlichem haben, in ein paar Jahren so nicht mehr vorhanden, weil der Anteil der Personen, die im Umgang mit solchen digitalen Möglichkeiten nicht geübt sind, langsam weniger werden. Aber dennoch sind solche Vorhaben, Leistungen ausschließlich auf digitaler Basis anzubieten, eine moderne Form der Altersdiskriminierung, die mit aller Entschiedenheit verhindert werden muss!
Dr. Karl Placht – Stellvertretender Vorsitzender Senioren-Union, KV Leipzig
17. Juni Gedenkfeier zum Volkaufstand am 17. Juni 1953 am Bismarckturm in Lützschena
Gegen das Vergessen
Ein wesentlicher Beitrag gegen das Vergessen der deutschen Geschichte ist die jährliche Gedenkveranstaltung zum Volksaufstand am 17. Juni 1953. Altersbedingt sinkt die Zahl der Zeitzeugen dieses Ereignisses stetig. Nach glaubwürdigen Umfragen weiß nur noch jeder 2. Jugendliche in den „Neuen Bundesländern“ etwas mit dem Begriff des Volksaufstandes am 17. Juni in der damaligen DDR anzufangen. In den „Alten Bundesländern“ sieht es noch schlimmer aus. Hier weiß nur noch jeder 4. Jugendliche etwas über diesen Volksaufstand.
Dankenswerter Weise organisieren jedes Jahr die Ortsverbände der CDU Leipzig Nord und Leipzig Nordwest gemeinsam mit dem Bismarckturmverein in Leipzig-Lützschena am Bismarckturm diese Gedenkveranstaltung.
An der Veranstaltung nahmen neben zahlreichen Mitgliedern der beiden Ortsvereine der CDU und des Bismarckturmvereins Jens Lehmann, MdB, die MdL Wolf-Dietrich Rost, Rick Ulbricht und der Kreisvorsitzende der CDU Leipzig und MdL, Andreas Nowak, teil. Auch eine ganze Reihe von Stadträten Leipzigs waren anwesend.
Auch wir von der Leipziger Senioren-Union waren mit einer kleinen Delegation vertreten.
Nach der Begrüßung durch , Wolf-Dieter Rost und Rick Ulbricht, referierte der Vorsitzende der Stadtratsfraktion der CDU, Michael Weickert über den Zusammenhang von Bismarck, den Volksaufstand am 17. Juni 1953, die friedliche Revolution von 1989/1990 und die Wiedervereinigung der beiden ehemals getrennten Landesteilen Deutschlands am 3. Oktober 1990.
Unterstützt wurde der diesjährige Gedenktag wie übrigens schon in den vergangenen Jahren vom Leipziger Blechbläserensemble:
Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung ergaben sich vielfältige Unterhaltungen der Teilnehmer dieser Gedenkveranstaltung bei Roster, Steak’s, Fischsemmeln und diversen Getränken. Die Versorgung hatte traditionsgemäß das Kollektiv aus dem Anker in Möckern übernommen.
Wir von der Leipziger Senioren-Union, die wir noch als Zeitzeugen des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 gelten, danken den Veranstaltern, dem Blechbläserensemble und dem Kollektiv des Anker für diese angemessene Gedenkveranstaltung.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzender Senioren-Union KV Leipzig
16. Juni Landesdelegiertenkonferenz der Senioren-Union Sachsen in Dresden
Am 16. Juni frühmorgens machte wir uns auf dem Weg zur Landesdelegiertenkonferenz der Senioren-Union nach Dresden. Nach den täglichen Horrormeldungen zu den Staus auf der A4 in der letzten Zeit hatten wir uns entschlossen, mit der Bahn (IC) nach Dresden zu fahren. Auf dem Leipziger Hauptbahnhof waren jeden Menge Personen im schulpflichtigen Alter. Wir hatten den Eindruck, dass in der Republik am Montag für alle Klassen Wandertag angesagt war. Unsere Plätze waren nicht als Platzkartenplätze auf der Anzeigeleiste über den Sitzen ausgewiesen. Das hat zunächst zu Problemen geführt. Die Anzeige der reservierten Plätze kam noch – aber erst nach der Abfahrt. Nach der Abfahrt kam eine Durchsage, dass die Wagen 4 und 5 nicht nutzbar sind und es in den restlichen drei Wagen deshalb zu beengten Verhältnissen führt. Immerhin war der Zug in Dresden dann pünktlich angekommen.
Die Rückfahrt mit der Regiobahn war aber auch nicht ohne. Nach Abfahrt in Dresden kam die Durchsage, dass im Zugteil, in dem wir saßen, die Toiletten nicht nutzbar sind. Wer Bedarf hat, soll sich beim Zugpersonal melden und wird dann beim nächsten Halt in den anderen Zugteil geführt. Immerhin kam auch dieser Zug in Leipzig pünktlich an.
Das waren am Montag, d. 16 Juni, unsere Erlebnisse mit der regionalen Zugverbindung zwischen Leipzig und Dresden. Keine wahrliche Glanzleistung der Bahngesellschaften.
Die Begrüßung der Delegierten erfolgte durch den amtierenden Vorsitzenden der Senioren-Union in Sachsen, Frank Vogel. Als Gäste begrüßte er den kommissarischen Vorsitzenden der Bundes Senioren-Union, Helge Benda, den Landesvorsitzenden der Senioren-Union Brandenburg Hans-Peter Pohl und den Generalsekretär der CD Sachsen, Tom Unger. Die Landesvorsitzenden von Sachsen-Anhalt und Thüringen übermittelten Grüße.
Zunächst gratulierte Frank Vogel der Kreisvorsitzenden der Senioren-Union Meißen, Frau Bianca Erdmann-Reusch, zum Geburtstag.
Das Gedenken an die seit der letzten Landesdelegiertenkonferenz Verstorbenen schloss sich an.
Der amtierende Vorsitzende der Senioren-Union Sachsen ergänzte die Tagesordnung mit dem Punkt 12 – Wahl des Mitgliederbeauftragten. Die Tagesordnung wurde so angenommen und die Mandatsprüfungs- und Stimmenzählungskommission gewählt.
Anwesend waren 63 wahlberechtigte Mitglieder und 5 Gäste. Damit war die Beschlussfähigkeit der Versammlung gewährleistet. Die Wahl fand ebenso wie die letzte Vorstandswahl elektronisch statt.
Zur Tagungsleitung wurde der Generalsekretär der Sachsen CDU, Tom Unger, berufen.
Danach referierte der kommissarische Vorsitzende der Bundes Senioren-Union, Helge Benda, über generelle Problem der Senioren-Union mit der Bundes CDU. Helge Benda ist seit 37 Jahren Mitglied und Gründungsmitglied der Senioren-Union. Er führte aus, dass die Zusammenarbeit mit der Bundes CDU bisher nicht besonders gut war, sich aber inzwischen auf dem Weg der Besserung befindet. Im Grundsatzpapier zur Bundeskonferenz im August sind deshalb enthalten, dass die Senioren-Union eine Verringerung des Rentensatzes von 48% nicht mitträgt. Schließlich war der Rentensatz früher bei 70%. Alle sollen in die Rentenkasse einzahlen. Weiterhin soll der Artikel 3 Absatz 3 um Senioren ergänzt werden. Obwohl das Durchschnittsalter der CDU-Mitglieder 61 Jahre beträgt, existiert keine adäquate Gruppe der Älteren in den Parlamenten. Er forderte, den gesellschaftlichen Wert der Senioren mehr in den Vordergrund zu schieben.
In seinem Grußwort wies der brandenburgische Landesvorsitzende der Senioren-Union auf den Zusammenhalt von alter und junger Generation hin. Außerdem können wir das Kümmern gegen Einsamkeit und Ausgrenzung nicht den Rechten und Linken überlassen.
Im Rechenschaftsbericht des Landesvorstandes würdigte Frank Vogel zunächst den verstorbenen Vorsitzenden der Senioren-Union Sachsen, Klaus Leroff. Die letzten 2 Jahre waren eine Zeit des Umbruches.
Trotz aller Bemühungen haben wir bei den Wahlen unser Ziel nicht erreicht. Es fehlt bisher eine umfassende und kritische Auswertung der schlechten Wahlergebnisse. Die CDU verzeichnet sinkende Mitgliederzahlen. Das reicht nicht aus. Die Abgrenzung zur AfD führte dazu, dass die CDU immer weniger Mandatsträger (Bürgermeister, Landräte, Abgeordnete) aufweist. Populisten höhlen die Demokratie aus. Wir müssen daher ernsthaft etwas dagegensetzen. Die Berufung eines Arbeitskreises zur Positionsbestimmung der Sachsen-CDU ist deshalb nötig.
Der Landesvorstand führt in der Regel die Vorstandssitzungen als Präsenzveranstaltung durch. Eine Sitzung erfolgte als Videokonferenz und eine Sitzung war wegen einer zu geringen Zahl anwesender Vorstandsmitglieder nicht beschlussfähig.
Zur Stärkung der Mitgliederzahl der Senioren-Union ist es notwendig, ehemalige Mandatsträger der CDU für die Senioren-Union zu gewinnen. Die Senioren-Union in Sachsen ist kein Kaffeekränzchen, wir kümmern uns um eine nicht zu unterschätzende Bevölkerungsgruppe.
Insgesamt besteht ein großer Nachholbedarf bei der Öffentlichkeitsarbeit für die Senioren-Union.
Hier trifft ein Zitat des Managementcoachs, Stefan Hölscher, „Eine Gemeinschaft entsteht nicht dadurch, dass sie ausgerufen wird sondern dass man sie lebt!“, zu.
Zum Abschluss des Rechenschaftsberichtes dankte Frank Vogel den Vorständen und Mitglieder der Senioren-Union des Landesverbandes Sachsen. Einen besonderen Dank richtete er an den Landesgeschäftsführer der Senioren-Union Sachsens, Peter Liebers, für sein Wirken im Landesvorstand. Gleichfalls ging ein Dank an den Generalsekretär der Sachsen CDU, Tom Unger, der immer einen Weg findet für die Unterstützung der Senioren-Union.
Der Schatzmeister der Senioren-Union, LV Sachsen, Hans-Joachim Walter, legte ebenfalls seinen Rechenschaftsbericht vor.
In der Aussprache zum Bericht des Landesvorsitzenden wurde u.a. Altersdiskriminierung und mangelnde Öffentlichkeitsarbeit angesprochen.
Der Landesvorstand und auch der Schatzmeister wurden einstimmig entlastet.
Die Wahlhandlung zur Bildung des neuen Landesvorstandes, d.h. Vorsitzender, 2 Stellvertreter, Schatzmeister, Beisitzer und Mitgliederbeauftragter erfolgte nach der Vorstellung der einzelnen Bewerber. Die Redezeit zur Vorstellung war auf 3 Minuten begrenzt. Von den Kandidaten überschritt keiner die entsprechende Redezeit. Das Ergebnis der Vorstandswahlen ist im Detail auf der Internetseite der Landes-Senioren-Union dargestellt.
Leider konnte der Vorsitzende der Senioren-Union Leipzig, der bisher stellvertretender Vorsitzender der Senioren-Union Sachsens war, sich nicht gegen die anderen Bewerber um die stellvertretenden Vorsitzenden durchsetzen.
Auch die Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten zur Bundeskonferenz der Senioren-Union Ende August in Magdeburg erfolgte problemlos.
Zum Abschluss noch ein Aspekt in eigener Sache. Zur Landesdelegiertenkonferenz am 16. Juni wurde mir die Konrad Adenauer Medaille verliehen. Ich war sehr überrascht und bedanke mich für die dadurch erfolgte Anerkennung meines Einsatzes für die Senioren-Union. Die Laudatio hielt der Landesvorsitzende der Senioren-Union Sachsen, Frank Vogel. Die Verleihung übernahm der kommissarische Vorsitzende der Senioren-Union, Helge Benda. Beiden danke ich für die begleitenden Worte.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzender Senioren-Union, Kv Leipzig
21. Mai 2025 Busfahrt mit Polster&Pohl nach Klaistow zum Erlebnishof
Am Mittwoch, d. 21. Mai 2025, war es wieder soweit. Wir haben mit Polster & Pohl eine Busfahrt zum Erlebnisbauernhof in Kleistow gemacht.
Leider war die Beteiligung unserer Mitglieder sehr gering. Das lag an einem hohen Krankenstand unserer Mitglieder aber auch daran, dass diese keinen Spargel essen. Schade.
Wir ließen uns die Freude am Ausflug dadurch aber nicht verderben. Pünktlich 8 Uhr 30 ging die Fahrt mit einem komfortablen Reisebus, einer netten Reisebegleiterin Sabine und einem kompetenten Busfahrer Rolf vom Gelände des Reiseveranstalters im Leipziger Hauptbahnhof in Richtung Kleistow los. Das Wetter war sehr schön. Nach einem Zwischenaufenthalt auf der Autobahnraststätte Fläming, der mit einer Kaffeepause verbunden war, fuhren wir ohne Stau bis nach Kleistow.
Der Erlebnisbauernhof in Kleistow ist ein großes Wirtschaftsunternehmen, das nicht nur Spargel anbaut, sondern auch Kulturheidelbeeren, Erdbeeren, Kürbisse und Getreide in einem großen Umfang. Außerdem gehören eine Hühner- und Gänsefarm und eine große Angus-Rinderherde zum Wirtschaftsunternehmen.
Auf dem Hof werden eigene Erzeugnisse vermarktet. Zusätzlich bieten verschiedene Händler Produkte aus der Region an. Auch ein Käsestand aus Südtirol ist anzutreffen.
Für Besucher steht ein umfangreicher gastronomischer Betrieb bereit. Außerdem wird ein Erlebnisbereich (Rutsche, Riesenrad, Klettersteig usw.) für Kinder betrieben.
Das Ganze ist ein wahrhaft beeindruckendes Wirtschaftsunternehmen!
Nach der Ankunft auf dem Erlebnisbauernhof führte die Gästebetreuerin Monika uns in die Geschichte des Spargelanbaus im Beelitzer Gebiet und des Erlebnishofes ein. Die „Produktion“ des Spargels, d.h. Anbau, Ernte, auf den entsprechenden Feldern erläuterte die Gästebetreuerin Monika sehr anschaulich. Da der Spargelanbau sehr personalintensiv ist, wurden bald nach dem Beginn des Spargelanbaus in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts Saisonkräfte zunächst aus der Umgebung und später auch aus Polen, Slowakei Rumänien und Bulgarien bei der Ernte tätig.
Nach dieser Einführung kamen wir in den Genuss eines wunderbaren und wohlschmeckenden Spargelessens. Die Portionen waren sehr groß.
Gegen 13 Uhr fuhren wir dann durch das Beelitzer Land. Die Gästebetreuerin Monika gab die notwendigen Erklärungen zu den Ortschaften und ihrer Geschichte.
Kurios für manchen war, dass die Nachbardörfer südlich vom preußischen Kleistow vor 1814 zu Sachsen gehörten. Das nutze so mancher jungen Mann, dem der Militärdienst in Preußen drohte, zur Flucht nach Sachsen, um dem Militärdienst zu umgehen.
Wir waren bei der Rundfahrt sehr erstaunt über die Entwicklung des Beelitzer Gebietes nach der friedlichen Revolution von 1990. Dieses Gebiet trägt zu Recht den Begriff des Berliner Speckgürtels. Durch die Anbindung der Eisenbahn an Berlin und der zeitlichen Taktung des Fahrplanes ist es jetzt möglich innerhalb einer halben Stunde zum Arbeitsplatz nach Berlin zu kommen.
Nach der Rückkunft auf dem Spargelhof konnten wir bei Kaffee und Kuchen uns von der Fahrt erholen. Anschließend erkundeten wir die vielen Möglichkeiten auf dem Gelände des Erlebnishofes.
Die Rückfahrt nach Leipzig war ebenso wie die Hinfahrt nach Kleistow ohne Stau auf der Autobahn.
Wir danken den netten Mitarbeitern von Polster & Pohl für diese wunderbare Reise.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzender Senioren-Union Leipzig
25. April Beratung mit dem CDU-Fraktionsvorstand
Nach Begrüßung der Teilnehmer referierte der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Michael Weickert über d
en Doppelhaushalt für die Jahre 2025/2026. Die Haushaltslage ist schwierig. Der Haushaltsentwurf vom Dezember 2024 war schon vor den Beratungen Makulatur. Die Abstimmung mit den anderen Fraktionen war erfolgreich.
Kernpunkte im Haushalt sind u. A. die Einsparung von 500 Stellen (300 Stellen unbesetzt), der Flächenankauf für Industrieansiedlungen und Eigenheime oder die Sanierung von Straßendecken. In Leipzig liegt der gegenwärtige Bedarf bei 5000 Eigenheimen.
Nach Vorstellungen der CDU-Fraktion soll das Liegenschaftsamt wieder in den Bereich des Wirtschaftsbürgermeisters eingeordnet werden.
Zu beachten ist, dass der gegenwärtige Oberbürgermeister noch eineinhalb Jahre Dienstzeit hat. Die Weichen für die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters müssen schon jetzt gestellt werden.
Inzwischen hat sich die Stärke der CDU-Fraktion um ein neues Mitglied (Prof. Abraham Getu, ehemals SPD) erhöht.
Diskutiert wurde der Stadtratsbeschluss, dass Schwarzfahren im ÖPNV nicht mehr angezeigt werden soll. Zu beachten ist, dass die Anzeige von Schwarzfahrern im Ermessen des Geschädigten liegt. Nach unserer Ansicht ist das eine falsche sozialpolitische Vorstellung. Schließlich müssen wir alle durch den Fahrpreis dafür aufkommen. Die rechtliche Prüfung dazu läuft noch.
In der LVZ vom 4. April wurde ein Bericht zur Fußverkehrssituation in Leipzig veröffentlicht. Die in diesem Beitrag veröffentlichen Situationen an 10 Straßenquerungen sind zwar ein wichtiger Gesichtspunkt. Die übergroße Anzahl an Fußverkehrsbewegungen findet aber in Wohngebieten statt. Der im Beitrag angegebene Anteil von desolaten Fußwegen in Höhe von 13 % ist aber nach unserer Erfahrung total falsch. Eher entspricht dieser Anteil von 13 % den ordentlich begehbaren Fußwegen. Der vom Fußverkehrsbeauftragten erarbeitete Maßnahmenplan ist immer noch nicht abschließend im Stadtrat behandelt worden.
Ein besonderer Schwerpunkt ist die Konfliktsituation zwischen den auf Fußwegen fahrenden Radfahren und den Fußgängern. Fußwege sind eigentlich für die Nutzung durch Fußgänger da und nicht für Radfahrer. Beispielsweise ist für Fußgänger äußerts bedrohlich der Fußgängertunnel im Zuge der Rathenaustraße / Straße am Ritterschlösschen in Leutzsch. Hier fahren Radfahrer ohne Rücksicht auf Fußgänger durch. Eine Kontrolle dieses Schwerpunktes haben wir bisher nicht feststellen können.
Weiterhin wurde über das Erscheinungsbild von Leipzig in der Öffentlichkeit gesprochen. Besonders kritisiert wurden die vielen Schmierereien an Wänden – im allgemeinen Sprachgebrauch als Graffiti bezeichnet -, das Bekleben und Bemalen von Verkehrszeichen, die wilde Plakatierung und die Verschmutzung z.B. an den Kleidersammelcontainern.
Vor mehr als 15 Jahren fand im Leipziger Rathaus ein „Work-Shop“ zum Thema der Graffiti statt. Experten aus anderen Städten berichteten über ihre Erfahrungen bei der Eindämmung der Graffitiflut. Es gibt also durchaus Wege Graffitis zu verhindern. Befremdend bei dieser Veranstaltung war, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Teilnehmern diese als Graffiti bezeichneten Schmierereien als gut und verschönernd des Stadtbildes ansahen. Leider ist nach dieser Veranstaltung von der Stadtverwaltung kaum etwas gegen diese Schmierereien unternommen worden. Damit keine Fehlinterpretation unserer Ansichten zum Thema Graffiti gemacht werden. Graffiti können durchaus als positiv angesehen werden, wenn sie nicht in Schmierereien, wie man es an vielen Stellen in der Stadt sehen kann, ausarten.
Vor mehr als 10 Jahren gab es einen Stadtratsbeschluss zum Bekleben und Bemalen von Straßenverkehrsschilder, so erinnerte sich unser Vorsitzender und ehemaliger Stadtrat Konrad Riedel.
Schwerpunktmäßig sollten dem Beschluss nach, Straßenschilder mit einer durchsichtigen Folie überzogen werden. Die nach entsprechender Bemalung und Beklebung abgezogen werden kann. Auch in diesem Fall ist heutzutage nichts mehr zu sehen. Anzumerken ist, dass die Unkenntlichmachung der Schilder durch Bemalen oder Bekleben ein Eingriff in die Straßenverkehrssicherheit ist.
Gemäß EU-Abfallrahmenrichtlinie und dem Kreislaufwirtschaftsgesetz sind Alttextilien getrennt vom Restabfall zum Zweck der Wiederverwendung zu sammeln. Dieses Gesetzeswerk führte zunächst zu Unsicherheiten in der öffentlichen Wahrnehmung. Im Informationssystem unserer Stadt ist eine Übersicht angegeben, welche Alttextilien und ähnliche Materialien wo gesammelt werden.
- Wiederverwendbare saubere Kleidung und Schuhe sind in den so gekennzeichneten Containern im Stadtgebiet zu entsorgen
- Federbetten, Plüschtiere, Koffer und Taschen, stark verschlissene und verschmutze Kleidung Bettwäsche, Handtücher, Vorhänge werden in der Restmülltonne entsorgt.
- Ölige und fetthaltige Kleidung wird ebenso als Sondermüll (Wertstoffhof) entsorgt.
In der einschlägigen Literatur ist allerdings nicht unbedingt eine Klarheit zur Entsorgung von Alttextilien beschrieben. Deshalb im Zweifelsfall die Wertstoffhöfe nutzen.
SPD, DIE LINKE und die Grünen stellen die meisten Einwohneranfragen an den Stadtrat. CDU-Einwohneranfragen sind eher selten. Wir haben aber sehr wohl eine ganze Reihe von Problemen in Leipzig registriert. Diese sollten wir als Einwohneranfragen im Stadtrat oder den Stadtteilbeiräten einbringen. Das würde auch dazu führen, dass die CDU als Problembearbeiter in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen wird!
Die SPD hat ein Flyer zu ihren Erfolgen bei der Abstimmung im Stadtrat per Postwurfsendung an die Einwohner Leipzigs verteilt. Die Grüne berichten im Straßenbahnfernsehen über ihre Erfolge im Stadtrat. Unsere Frage ist: „Wo bleibt die CDU?“ Es wäre aus unserer Sicht sehr wichtig, dass eine Öffentlichkeitsarbeit der CDU-Fraktion in der Öffentlichkeit sichtbar wird. Gelegentliche Darstellungen der Meinung und der Abstimmungserfolge der CDU-Fraktion in der Presse (vorwiegend LVZ) reichen nicht. Immerhin ist die CDU-Fraktion die stärkste Fraktion im gegenwärtigen Stadtrat. Entsprechend sollte sie deshalb in der Öffentlichkeit auftreten.
Wir danken dem Fraktionsvorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion, Michael Weickert, für seine interessanten Ausführungen. Im November 2025 wird das nächste Treffen dieser Art stattfinden.
Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vors. SU, KV Leipzig
„Der historische 14. März 1990“ – Gedenkveranstaltung für Dr. Bernhard Worms und Erinnerungen die Kundgebung mit Helmut Kohl auf dem Platz vor der Oper Leipzig
Unter der Überschrift „Mit Zeitzeugen im Gespräch“ präsentierte am 14. März die Senioren Union des Landkreises Leipzig und der Stadt Leipzig eine besondere Geschichtsstunde: Exakt vor 35 Jahren fand die legendäre Kundgebung mit Bundeskanzler Helmut Kohl auf dem Platz vor der Leipziger Oper statt – nur vier Tage vor dem unerwarteten Wahlsieg der „Allianz für Deutschland“ zur ersten freien Volkskammerwahl.
Initiiert hatten diese Zeitreise der Journalist i.R. Thomas Krafczyk – damals Redakteur der Leipziger CDU-Zeitung DIE UNION – gemeinsam mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Rolf Rau – damals CDU-Vorsitzender im Bezirk Leipzig. Er war sozusagen Chef-Organisator vor Ort für die Kundgebung. Ihr besonderes Anliegen für diesen denkwürdigen Nachmittag im Kleinen Lindensaal des Markkleeberger Rathauses war zugleich auch eine persönliche Würdigung von Dr. Bernhard Worms, dem langjährigen Vorsitzenden der Senioren Union. Der frühere Staatssekretär hätte an diesem 14. März sein 95. Lebensjahr vollendet.
Der Vorsitzende der Senioren-Union im Landkreis, Gerhard Blume, und der Markkleeberger Landtagsabgeordneter, Oliver Fritzsche, begrüßten zahlreiche Gäste, so auch Vertreter der Jungen Union und Mitglieder des hiesigen Ortsverbandes. Ein herzliches Willkommen gab es für die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf und Angelika Pfeiffer, die ebenso wie Rolf Rau am 18. März 1990 in die Volkskammer gewählt worden waren. Nicht zuletzt begrüßten sie den Vorsitzenden der Senioren-Union in Leipzig, Konrad Riedel.
Dr. Bernhard Worms – am 21. Dezember 2024 in seinem Heimatort Pulheim bei Köln verstorben – war ab 1989 eng mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in der Leipziger Region verbunden.
In der „Geschichte der CDU“ der Konrad Adenauer Stiftung und bei Wikipedia ist der Lebensweg von Dr. Bernhard Worms recht umfangreich dargestellt. Allerdings steht in beiden Veröffentlichungen kein Wort über sein segensreiches und umfangreiches Wirken für die Entwicklung in den neuen Bundesländern und hier speziell im Leipziger Umland. Das empfinden wir als außerordentlich bedauernswert!
Schon vor der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 nahm er als einer der Ersten von den Funktionären der Union aus dem Westen Kontakt zur CDU in Leipzig auf. Damals war er Oppositionsführer im Nordrheinwestfälischen Landtag. Völlig überraschend tauchte er Ende Mai 1989 unangemeldet in der Zentrale des CDU-Bezirksverbandes in der Käthe-Kollwitz-Straße auf und fand in Rolf Rau einen interessierten Gesprächspartner.
Seit dieser Zeit gab es zahlreiche Treffen von Dr. Bernhard Worms und Rolf Rau, an denen auch Thomas Krafczyk teilnahm. Zwischen den beiden „Ossis“ und dem „Wessi“ entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis, das bis zum Ableben von Dr. Bernhard Worms andauerte. Dieses Verhältnis war durch gegenseitige Achtung und Unterstützung gleichberechtigt auf „Augenhöhe“ geprägt.
Thomas Krafczyk schildert die Zusammenarbeit mit Dr. Bernhard Worms folgendermaßen:
Bruder Bernhard kam nicht als ein so genannter Besserwisser-Wessi. Er kam als angenehmer Zuhörer und Beobachter, und als einer, der alle seine Möglichkeiten in seinem politischen Amt für den Neuaufbau in Mitteldeutschland nutzen wollte. Und dies tat er mit seiner rheinisch-frohsinnigen Art.
Der Unterstützung von Dr. Bernhard Worms ist es zu verdanken, dass in Leipzig einer der ersten Verbände der Senioren-Union in den neuen Bundesländern am 29. August 1991 gegründet wurde. Maßgeblich geschah das in Verbindung mit der ersten Vorsitzenden der Senioren-Union in Leipzig, Johanna Ulke-Breitkopf. Im Landkreis kam es dann 1995 zur Gründung mit Hildegard Rinkefeil aus Güldengossa.
Getreu seinem Motto „MBZ – Mer blieve zesamme!“ engagierte er sich mit seinem vielfältigen Wissen in der politischen Arbeit und seinen Erfahrungen zum Strukturwandel im Ruhrgebiet für die notwendigen Veränderungen in unserer Mitteldeutschen Region.
Im Herbst 1991 machte er den Vorschlag, nach dem Vorbild des Vereins „Pro Ruhrgebiet“ und dem Initiativkreis Ruhr auch einen parteiübergreifenden Gesprächskreis in unserer Region zu gründen. Dieser Gesprächskreis (anfangs „Pro Südraum Leipzig“) wurde dann bereits Ende Januar 1992 in Markkleeberg gegründet und kurze Zeit später als „Burg Gnandsteiner Gesprächskreis“ bekannt. Dieser Gesprächskreis umfasste Wirtschaftsleute und Politiker sowohl aus den neuen als auch den alten Bundesländern.
Thomas Krafczyk als damaliger Koordinator des Kreises fasste es so zusammen:
Das „Rezept“ der Begegnungen und der gesamten Aktivitäten war, dass Entscheider aus Politik und Wirtschaft zusammenkommen, die sonst in dieser turbulenten Zeit sich normalerweise niemals treffen würden. Diskutiert wurden die jeweils hochaktuellen Themen wie beispielsweise die Zukunft des Braunkohlebergbaus, der Chemie und Energieproduktion. Vor allem wollten wir mit dieser neuen Art der direkten Politik für unsere Region ein positives Klima für Investitionen schaffen. Das war angesichts des umfassenden Zusammenbruchs der DDR-Wirtschaft und speziell der Braunkohle- und Energiewirtschaft auch bitter nötig. Erinnern wir uns, dass wir selbst in den öffentlichen Diskussionen die Katastrophe in Wirtschaft und Umwelt sogar noch düsterer malten. Beispielsweise sprach man von Mölbis und Espenhain als die dreckigsten Orte Europas. Das war nun nicht unbedingt eine Einladung für Investoren, hier für einen grundlegenden Neuaufbau zu sorgen!
Bernhard Worms gab hingegen Hoffnung: Das Beste aus der Situation machen – und bald werden sich die Kommunen wie auch die Unternehmen Schritt für Schritt neu präsentieren können. Das sagte er mir auf unseren Fahrten durch die Region Leipzig. Sein enger politischer Freund Helmut Kohl nannte das damals „blühende Landschaften“. Der Worm`sche Optimismus steckte an.
Einen außerordentlich historischen Impuls für den „Aufbau Ost“ hier in der mitteldeutschen Region wurde mit dem Gesprächskreis am 2. Juli 1992 gegeben, an dem auf Einladung des Vorsitzenden Rau der Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben Friedrich Bohl teilnahm. Der Gast aus Bonn erlebte auf der Burg eine Runde mit Unternehmern aus Ost und West sowie Gewerkschaftern und Betriebsräten, in der Klartext über die desolate Situation in Bergbau, Energie und Chemie gesprochen wurde. Das blieb nicht ohne Folgen.
Am 23. September 1992 – also zehn Wochen später – fasste das Bundeskabinett einen ersten wichtigen Beschluss zur Zukunft des Braunkohlebergbaus in den neuen Bundesländern und zur Sanierung der verbrauchten Bergbauflächen. Der politisch-symbolische „Erste Spatenstich“ für den Neuaufbau der Region und auch letzten Endes für die Geburt des Neuseenlandes war getan.
Sozusagen im Telegramm-Stil nannte Thomas Krafczyk in seinem Vortrag weitere Beispiele für die Gnandsteiner Ausstrahlung auf politische Entscheidungen:
Erstens die Rettung des mitteldeutschen Braunkohlebergbaus durch die erfolgreiche Privatisierung der früheren Kombinate in Borna und Bitterfeld.
Zweitens den Erhalt der Energiegewinnung hier in der Region u.a. durch den Bau des neuen Kraftwerkes Lippendorf. Vor 30 Jahren gab es hier die Grundsteinlegung.
Drittens die erfolgreiche Renaturierung der verbrauchten und geschundenen Tagebaulandschaften im gesamten mitteldeutschen wie auch im Lausitzer Revier, die uns allen u.a. das mitteldeutsche Neuseenland bescherte.
Und viertens – dank Bernhard Worms – die Weiterentwicklung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die mit dem legendären Paragraphen 249 h des neuen Arbeitsförderungsgesetzes nicht nur die Arbeitsplätze für den Sanierungsbergbau, sondern auch für die Bereiche Kultur und Sport in den neuen Bundesländern sicherten. Davon profitierten u.a. das Staatliche Bornaer Orchester (heute Leipziger Symphonieorchester) und auch das Babelsberger Filmorchester. Das neue AFG war übrigens das erste Gesetz, das der neue Bundespräsident Roman Herzog unterzeichnete.
Schließlich wurde Dr. Bernhard Worms Mitglied im Aufsichtsrat der MIBRAG. Er erwarb sich dabei nicht nur die Anerkennung der Bergleute im Revier. Besonders ist der Barbaratag 1996 in Erinnerung, bei dem auf der Festveranstaltung in der Glashalle der Leipziger Messe Bundeskanzler Helmut Kohl die Festrede hielt.
1995 ging der beamtete Staatssekretär Dr. Bernhard Worms in den Ruhestand. Das bedeutete aber nicht, dass er sich auf seinen „Lorbeeren“ ausruhte. Er war Bundesvorsitzender der Senioren-Union von 1990 bis 2002, 1990 bis 2002 Mitglied des Bundesvorstandes der CDU, 2001 bis 2013 Präsident der Europäischen Senioren-Union. 2001 wurde er Ehrenvorsitzender der Senioren-Union.
Nun kommen wir zur Geschichte der Kundgebung am 14. März 1990 auf dem „Platz vor der Oper“ – damals noch als Karl-Marx-Platz im offiziellen Sprachgebrauch. Dieses CDU-Event wurde vor der ersten demokratischen Wahl zur Volkskammer ein Höhepunkt mit einer großen überregionalen Ausstrahlung.
Im Wahlkampf der Wettbewerber traten eine ganze Reihe von prominenten SPD-Politikern der alten Bundesrepublik in Leipzig und Umgebung auf, so Willy Brand, Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder. Diese nahmen am Parteitag der „Ost-SPD“ in Markkleeberg teil. Zur Kundgebung auf dem Karl-Marx-Platz mit Willy Brand am 25. Februar 1990 kamen Zehntausende.
Der wohl entscheidende CDU-Beitrag zum 1990er DDR-Wahlkampf war jedoch die Kundgebung mit Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl am 14. März auf dem „Platz vor der Oper Leipzig“. Die Zahl der Teilnehmer wurde mit zirka 320.000 angegeben. Das waren wesentlich mehr Leute als bei der Kundgebung mit Willy Brand. Ein deutliches Zeichen.
Seinen mit Episoden gefüllten Bericht vom 14. März illustrierte Rolf Rau mit zahlreichen historischen Foto- und Textdokumenten wie auch mit einmaligen Tonaufnahmen, die zum Teil zum ersten Mal öffentlich präsentiert wurden.
Im Vorfeld der Kundgebung am 14. März mussten übrigens etliche technisch-organisatorische und politische Schwierigkeiten ausgeräumt werden. Das war beispielsweise die Bereitstellung des Platzes vor der Oper, der als ausgebuchter Parkplatz für die Leipziger Frühjahrsmesse diente. Weiter war die Sicherheit für den Bundeskanzler und seiner Begleitung einschließlich der DDR-Funktionäre der CDU und auch der Kundgebungsteilnehmer zu gewährleisten.
Das alles haben Rolf Rau und seine vielen Mitstreiter des CDU-Bezirksverbandes unter engagierter Mitwirkung von CDU-Leuten aus Bonn, Baden-Württemberg und Hessen geschafft. Es fanden auch entsprechende Absprachen mit den Offizieren der „Volkpolizei“ statt. Und für die Nutzung des Platzes vor der Oper wurde sogar auch eine Parkplatzablöse gezahlt. Damit war die Kundgebung endgültig möglich. Noch etliche Tage zuvor hatte sich der „Runde Tisch“ der Stadt Leipzig wegen der Frühjahrsmesse und anderen Befindlichkeiten gegen den Veranstaltungsort ausgesprochen.
Der CDU-Bundesvorsitzende und seine Begleitung wurden von Rolf Rau am Grimmaischen Steinweg begrüßt und durch einen von den vielen freiwilligen Helfern gebildeten Korridor durch die klatschende Menschenmenge zur Oper im wahrsten Sinne des Wortes gedrängt. Auf dem Balkon der Oper warteten schon die Spitzenkandidaten der „Allianz für Deutschland“ (AfD – nicht zu verwechseln mit der heutigen AfD _Alternative für Deutschland), dem Wahlbündnis DDR-Parteien CDU, Demokratischer Aufbruch (DA) und Deutsche Soziale Union (DSU).
Die Ansprachen von Helmut Kohl und Lothar de Maiziere und weiterer Redner wurden mit großem Beifall und lauten Sprechchören aufgenommen. Insgesamt verlief diese Kundgebung ohne größere Störungen. Es war ein gelungener Endspurt der „Allianz“ auf dem Weg zur ersten und letzten Volkskammerwahl.
Die Bilder vom 14. März 1990 sind dem Archiv von Rolf Rau entnommen.
Die Prognosen für diese Wahl sagten allerdings einen deutlichen Sieg für die damals neu gegründete SPD in der DDR voraus. Das Wahlergebnis war entgegen den Prognosen doch ganz anders ausgegangen. Die CDU einschließlich DA erzielten mit 40,8% fast doppelt so viele Anteile wie die SPD mit 21,9%. Die Nachfolgepartei der SED – die PDS (Partei des demokratischen Aufbruches) erzielte 16,4%. Die DSU als Mitglied des AfD kam auf 6,3%. Das Aktionsbündnis AfD erzielte zusammengerechnet 47,1% und hatte damit 192 Sitze in der 400 Sitze umfassenden demokratisch gewählten Volkskammer. Die 66 Sitze der PDS nehmen sich gegenüber dem AfD-Bündnis bescheiden aus.
Wenn man die Volkskammerwahl vor 35 Jahren und die Erinnerung daran betrachtet, so muss man feststellen, dass heute diese Wahl in der Öffentlichkeit weitgehend vergessen ist. In den Medien, die in unseren Breiten veröffentlichen, war kaum etwas zu diesem Jahrestag veröffentlicht. Der Mitteldeutsche Rundfunk Kultur erinnerte in der Sendung „Blick in die Geschichte“ frühmorgens um 6:15 Uhr lediglich in einem nur drei Minuten langen Beitrag an diesen denkwürdigen Tag. Ein weiterer Beitrag war im Fernsehen zu sehen. In den in Leipzig erhältlichen Presseerzeugnissen konnte ich keinen diesbezüglichen Beitrag finden. Vermutlich passt dieses Ereignis nicht in die heutige Zeitungspolitik. Das ist sehr bedauerlich und vielen Mitbürgern ausgesprochen negativ aufgefallen.
Meinen Dank spreche ich hier Rolf Rau und Thomas Krafczyk für die umfangreichen Informationen zu Dr. Bernhard Worms und zur denkwürdigen Kundgebung mit dem damaligen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl am 14. März 1990 aus.
Dr. Karl Placht, Stellvertretender Vorsitzender Senioren-Union KV Leipzig
12. Februar 2025, Wohnung seniorengerecht
Senioren-Union Leipzig unterstützt Förderung altersgerechter Wohnformen und seniorengerechter Infrastruktur
Die Senioren-Union Leipzig setzt sich entschlossen dafür ein, dass ältere Menschen in Deutschland ein selbstbestimmtes und würdiges Leben in ihrem gewohnten Umfeld führen können. Die Förderung altersgerechter Wohnformen und einer umfassenden, seniorengerechten Infrastruktur muss daher zu einer zentralen Aufgabe der nächsten Bundesregierung werden.
„Ein würdevolles Leben im Alter bedeutet, dass Menschen so lange wie möglich selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können – mit einer Infrastruktur, die ihre Bedürfnisse ernst nimmt“, erklären die Vorstandsmitglieder der Senioren-Union in Leipzig.
FOTO: Christian Lang
Die Senioren-Union Leipzig fordert verstärkte Investitionen in barrierefreien Wohnraum und innovative Wohnkonzepte wie Mehrgenerationenhäuser oder gemeinschaftliche Wohnprojekte. Diese bieten nicht nur Sicherheit und Komfort für ältere Menschen, sondern fördern auch den Austausch und die Solidarität zwischen den Generationen.
„Es geht nicht nur darum, Hindernisse zu beseitigen, sondern auch darum, älteren Menschen das Gefühl zu geben, ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft zu sein“, betont Konrad Riedel. „Wir als Senioren-Union erwarten von der nächsten Bundesregierung, dass die Förderung altersgerechter Wohnformen und seniorengerechter Infrastruktur als wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge in die politische Agenda aufgenommen wird.“
11. Februar 2025, Gemeinsame Veranstaltung der Senioren-Union Leipzig und den Handwerkersenioren am 10.02.2025
Vorstellung der Wahlkreiskandidaten der CDU für die Wahlkreise 151 und 152 im „Anker“
Zu Gast waren die beiden Kandidaten für den Bundestag Jens Lehmann (WK 151) und Dietmar Link (WK 152). Dietmar Link hatte seinen Mitgliedsantrag für die Seniorenunion mitgebracht. Nach der Begrüßung durch unseren Vorsitzenden Konrad Riedel stellten sich die beiden persönlich vor. Danach konnten die 15 Teilnehmer ihre Anliegen und Fragen an die Kandidaten vortragen. Es entwickelte sich eine lebhafte und interessante Diskussion.
Folgende Themen wurden angesprochen:
- CO 2-Abgabe
- Neues Wahlrecht
- Migrationspolitik – zuerst Bevölkerung, danach die Ausländer, die Migrationspolitik von Merz wird mehrheitlich unterstützt
- Tempolimit auf Autobahnen
- Doppelmoral und Selbstbedienungsmentalität der Grünen
- Altersarmut und Einsamkeit
- Wirtschaft muss zwingend verbessert werden, um soziale Bereiche zu erhalten und zu verbessern
- Wichtig für die neue Regierung: sie muss auf allen Feldern handlungsfähig sein, um auf Dauer die AfD zu verhindern
Beide Kandidaten boten an, wieder zur Seniorenunion zu kommen, um mit Ihnen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.
Insgesamt war diese Veranstaltung gelungen. Wir nehmen das Angebot der beiden Kandidaten an und freuen uns schon auf diese Veranstaltung. Aber erst einmal steht das positive Abschneiden der beiden Kandidaten bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 auf der Tagesordnung.
Bernhard Kny – Stellvertr, Vors. SU Leipzig
8. Februar 2025
3. Februar 2025, Pressemitteilung
Statement CDU Leipzig zur Blockade der CDU-Geschäftsstelle
Am Montag (3. Februar 2025) haben ca. 18 – 20 „Aktivisten“ mit einem Sitzstreik den Zugang zur CDU Geschäftsstelle Leipzig blockiert.
Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU Leipzig, Andreas Nowak MdL:
Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut. Und wer sich gern bei -5° auf einen Steinfußboden setzen möchte, kann das in unserem Land tun. Wer allerdings glaubt, damit den Faschismus zu bekämpfen, der irrt. Es ist nämlich gar kein Faschismus ausgebrochen.
Die CDU hat lediglich einen Gesetzentwurf ins Parlament gebracht, der Lösungen für Probleme bietet, welche Rot und Grün seit Jahren nicht angefasst haben. Die Mehrheit der Menschen in unserem Land erwartet aber diese Lösungen. Wenn sich Rot und Grün dem verweigern und glauben, dass die Union deshalb einen inhaltlich richtigen Antrag nebst Gesetz zurückzieht, weil die Falschen zustimmen könnten, dann irren Rot und Grün.
Das Gegenteil ist richtig – diese Parteien sollten froh sein, dass die CDU die Beendigung dieser falschen Migrationspolitik nicht den Radikalen überlässt, sondern selbst handelt. Das Verhalten von Rot und Grün schafft nur eins – ein Konjunkturprogramm für noch mehr AfD-Stimmen. An diesem Fehler wird sich die CDU nicht beteiligen.
Die Menschen in unserem Land haben dieses unwürdige Gezerre und das Festhalten an dieser falschen Migrationspolitik durch die linken Parteien sehr genau wahrgenommen. Die Erkenntnis aus den Ereignissen der letzten Woche ist, dass die Mehrheit in diesem Bundestag die weit über alle Parteigrenzen existierenden Sorgen der Menschen wegen dieser falschen Migrationspolitik ignoriert. Sie haben jetzt die Möglichkeit, das am 23.02. im neuen Bundestag zu beenden und für eine starke CDU zu sorgen, die mit diesen Fehlern der Vergangenheit Schluss macht. Daran ist erkennbar nichts Faschismus.
Es ist im Übrigen verstörend, wie von linker Seite der demokratische Diskurs verlassen wird. Deutschlandweit werden seit letzter Woche Geschäftsstellen und Büros der CDU angegriffen, besetzt und beschmiert, sowie Mitarbeiter bedroht.
Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Nötigungen und damit letztlich verbale und physische Gewalt gegen Andersdenkende sind für uns kein Mittel der demokratischen Ordnung. Das hat auch nichts mit zivilem Ungehorsam zu tun, sondern das ist kriminell. Dass Linke, Grüne und SPD sich nicht davon distanzieren, sondern vielmehr durch ihre Rhetorik solchen demokratiegefährdenden Taten Vorschub leisten, spaltet unser Land und heizt die Stimmung völlig unnötig auf. Auch das werden die Menschen genau im Blick haben, wenn sie bei der Bundestagswahl über die Zukunft unseres Landes abstimmen.
3. Februar 2025 Senioren-Union Leipzig fordert Aktivrente mit steuerfreien Hinzuverdienstmöglichkeiten für Rentner
Die Senioren-Union Leipzig hat eine klare Forderung vor der Bundestagswahl aufgestellt: Rentnerinnen und Rentner sollen ohne Begrenzung und steuerfrei hinzuverdienen dürfen, wenn sie sich entscheiden, auch nach Eintritt in den Ruhestand weiterzuarbeiten. Die derzeitige Deckelung bei 2.000 Euro werde weder den Bedürfnissen der Senioren noch den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht.
„Jeder, der in Rente geht, hat sich nach all den Jahrzehnten des Einzahlens in die Kassen seinen Ruhestand redlich verdient. Aber es gibt sehr viele Senioren in unserem Land, die auch nach Eintritt in die Rente weiterarbeiten möchten. Sie möchten weiterhin etwas leisten. Das muss respektiert werden“, betonte Konrad Riedel, Kreisvorsitzender der Senioren-Union in Leipzig.
Der Entwurf des neuen Grundsatzprogramms der CDU, in dem die Aktivrente thematisiert wird, sei zwar ein wichtiger Schritt, reiche aber nicht aus. Die Forderung der Senioren-Union der CDU Deutschlands zielt nicht nur auf finanzielle Anreize ab, sondern auch auf die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen. „Jeder soll so lange arbeiten können, wie er möchte“, sagte Konrad Riedel, Kreisvorsitzender der Senioren-Union in Leipzig. Dabei betonte er auch die Bedeutung von Fachwissen und Berufserfahrung: „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann Deutschland auf diese Menschen mit ihrer jahrzehntelangen Berufserfahrung nicht verzichten.“
Konrad Riedel machte deutlich, dass es an der Politik liege, die bestehenden Hürden abzubauen. „Man sollte ihnen keine Steine in den Weg legen: Wer auch im Alter arbeiten will, soll dies unbegrenzt dürfen.“
29. Januar Senioren Union Leipzig besorgt um Möglichkeiten der Wahlbeteiligung für Senioren
Mit dem Erhalt der amtlichen Wahlberechtigung konnten wir lesen, dass auch der Antrag für eine Briefwahl nicht nur schriftlich gestellt werden kann, sondern auch mittels e-mail oder online mittels eines QR-Codes. Das ist für viele im Seniorenalter nicht unbedingt praktikabel. Im Gegensatz zu früheren Wahlen fehlte in der Wahlbenachrichtigung der Rücksendebriefumschlag. Somit ist die Beteiligung an der Briefwahl, d.h. die Antragstellung, für diesen Personenkreis mit Portokosten verbunden.
Eín weiterer Gesichtspunkt ist, dass die Wahlbenachrichtigung auf der Rückseite des Papieres der Antrag für die Briefwahl gedruckt ist. Bei Antragstellung auf dem Postweg ist damit auch die Wahlbenachrichtigung weg! Das ist nicht gerade seniorenfreundlich und hat sicherlich auch eine Auswirkung auf die Wahlbeteiligung von Senioren.
Konrad Riedel
Vorsitzender der Senioren Union Leipzig
Dr. Karl Placht
stelv. Vorsitzender
4. Januar 2025 – 10 Jahre Forderung der Senioren-Union, KV Leipzig, nach Barrierefreiheit im Stadtgebiet.
2006 verabschiedeten die Vereinten Nationen (UN) „Das Übereinkommen über die Menschen mit Behinderung“. Seit 2002 gibt es in Deutschland schon das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Das Übereinkommen der Vereinten Nationen wurde 2009 in Deutschland in Kraft gesetzt. So richtig angekommen ist dieses Übereinkommen bzw. Gesetz noch nicht bei allen zuständigen Behörden oder Verwaltungen.
Das haben wir auch in Leipzig festgestellt. Die Senioren-Union, KV Leipzig, hat in der Presseinformation vom 2. Januar 2014, also vor 10 Jahren, die strikte Umsetzung der Behindertenrechtsabkommen gefordert. Wobei damals klar war, dass die Durchsetzung dieser Vorschriften nicht überall sofort erfolgen kann.
Wir müssen jedoch feststellen, dass auch 10 Jahre nach unserer Forderung, oder anders gesagt, nach mehr als 15 Jahren nach dem Inkrafttreten dieses Übereinkommens in Leipzig, das Menschenrecht auf Barrierefreiheit im Stadtgebiet von Leipzig immer noch vernachlässigt wird.
Das jüngste Beispiel konnten wir vor einigen Tagen auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt in der Grimmaischen Straße feststellen. Dort war das Blindenleitsystem jäh durch darauf abgestellte Buden unterbrochen worden. Leider ist das kein Einzelfall. Wir können regelmäßig nicht nur beim angesprochenen Weihnachtsmarkt 2024 solche Behinderungen feststellen.
Das ist aber nicht der einzige Mangel auf diesem Gebiet. Die barrierefreie Ausstattung von Straßenbahn- und Bushaltestellen im Stadtgebiet kommt immer noch nur zögerlich voran. Selbst in öffentlichen Gebäuden fehlen immer noch die barrierefreien Zugang zum Gebäude. Ähnliches ist für die flächendeckende Aufstellung von öffentlichen Toiletten und hier insbesondere für behinderten gerechten Toiletten festzustellen.
10 bzw. 15 Jahre nach dem Inkrafttreten des Übereinkommens sind nach unserer Ansicht ein ausreichender Zeitraum zur Verwirklichung der Maßnahmen zur Sicherung der Barrierefreiheit.
Konrad Riedel – Vorsitzender der Senioren-Union, KV Leipzig
Bernhard Kny und Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzende Senioren-Union, KV Leipzig
4. Januar 2025, Nachruf Manfred Maciewski
Am 10. Dezember 2024 verstarb Manfred Maciejewski nur wenige Tage nach der Vollendung seines neunzigsten Lebensjahres.
Manfred Maciejewski war Mitglied der Senioren-Union, KV Leipzig. Er nahm trotz seines hohen Alters regelmäßig gerne an unseren Veranstaltungen teil. Zuletzt konnten wir ihn am 24. Oktober 2024 anlässlich des Besuches in der Zentralen Ausbildungsstätte der IHK Leipzig begrüßen. Nur wenige Tage vor seinem Ableben teilte er uns noch mit, dass er sich sehr auf die Teilnahme an der Advent- und Weihnachtsfeier im Dominikanerkloster in Leipzig-Wahren freue. Leider hat er das nicht mehr geschafft.
Wir verlieren mit seinem Ableben einen gern gesehenen Teilnehmer unseres Verbandes. Wir werden das Andenken an ihn bewahren.
R. I. P.
Konrad Riedel – Vorsitzender der Senioren-Union, KV Leipzig
Bernhard Kny und Dr. Karl Placht – Stellvertr. Vorsitzende Senioren-Union, KV Leipzig






























